Altenkunstadt
Wohnraum

Baugebiet "Baiersdorf I" wächst

Der Bauausschuss des Gemeinderates Altenkunstadt stimmt der Erweiterung des Areals um sechs Bauparzellen zu. Laut Verwaltung liegen schon vier Anfragen vor.
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Das Baugebiet "Baiersdorf I" unweit des Ortseingangs (links im Bild) wird in südlicher Richtung um sechs weitere Parzellen erweitert. Damit steigt die Zahl der unbebauten Grundstücke auf 14. Interessen sind bereits vorhanden. Foto: Stephan Stöckel
Das Baugebiet "Baiersdorf I" unweit des Ortseingangs (links im Bild) wird in südlicher Richtung um sechs weitere Parzellen erweitert. Damit steigt die Zahl der unbebauten Grundstücke auf 14. Interessen sind bereits vorhanden. Foto: Stephan Stöckel

Grünes Licht für die Schaffung neuen Wohnraums gab der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend. Das Baugebiet "Baiersdorf I", das bereits acht noch nicht bebaute Parzellen umfasst, wird um sechs weitere in südliche Richtung erweitert. Das Areal befindet sich am Ortsteingang aus Richtung Altenkunstadt kommend, unweit der Verkehrsinsel, die sich in der Altenkunstadter Straße befindet.

"Die Parzellen sind zwischen 500 und 700 Quadratmeter groß", sagte Johannes Oppel, Mitarbeiter in der Bauverwaltung. Die Erschließungsmaßnahme soll seinen Worten zufolge in den Haushaltsplan für das Jahr 2020 eingestellt werden. Es lägen bereits vier Anfragen vor.

Maximilian Deuber von der Freien Wähler-Gemeinschaft (FWG) schlug vor, in dem neuen Wohngebiet öffentliche Parkplätze zu errichten. "Immer mehr Autos stehen auf den Straßen, in denen es dann eng zugeht", begründete er seinen Vorschlag.

Von dieser Idee hielt Walter Limmer von der Jungen Wähler-Union (JWU) nicht viel: "Öffentliche Stellplätze halte ich in einem Wohngebiet für übertrieben."

Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) brachte eine Einbahnstraßenregelung mit einseitigem Parken ins Gespräch.

Oppel erinnerte daran, dass in Altenkunstadt jeder Häuslebauer zwei Stellplätze auf seinem Grundstück vorhalten müsse.

Hümmer stimmte Gunther Czepera (CSU) zu, dass man den Bauherrn bei der Wahl ihres Baustils so wenig Beschränkungen wie möglich auferlegen sollte.

Tauschendorfer wollen Brunnen

Die katholische Filialkirche Sankt Georg im Ortsteil Pfaffendorf, die im frühen 18. Jahrhundert als Wallfahrtskirche errichtet wurde, erhält einen barrierefreien Zugangsweg und eine Toilette. Ein entsprechender Antrag der katholischen Kirchenstiftung St. Georg wurde einstimmig gebilligt.

Die Einwohner im Ortsteil Tauschendorf wünschen sich, dass wieder ein Brunnen kostbares Nass spendet. Hümmer teilte mit, dass ein Frischwasserbetrieb nicht möglich sei. Das Quellwasser könne man nur zum Gartengießen benutzen. Denkbar wäre der Bau eines Schaubrunnens.

Nach Auskunft von Johnannes Oppel vom Bauhof müssten bis zu 190 Meter lange Leitungen verlegt und die Kosten ermittelt werden. Da die Leitungen über Privatgrund verliefen, seien Gespräche mit den Eigentümern notwendig, ergänzte der Bürgermeister.

Dorfgemeinschaft soll anpacken

Hümmer hielt es für denkbar, dass sich die Dorfgemeinschaft in Eigenleistung an der Maßnahme beteiligt. Karlheinz Hofmann (SPD) brachte die Bohrung eines Brunnenschachtes ins Spiel, was Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) als "guten Vorschlag" begrüßte.

"Wanderer sollen ihren Müll mitnehmen"

Am vergangenen Samstag wurde auf dem Kordigast der Abenteuerspielplatz "Spielwienix" eingeweiht. Dabei war Gemeinderätin Melita Braun (CSU) aufgefallen, dass keine Abfalleimer aufgestellt wurden. "Das wurde ganz bewusst so gemacht. Die Wanderer sollen ihren Müll mitnehmen", klärte sie Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) am Dienstagabend im Bauausschuss auf. Wer vernünftig ist, werde dies auch tun, meinte der Redner. Zugleich werde man beobachten, ob sich auch alle Besucher so verhalten.

Ludwig Winkler von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) begrüßte die Nichtaufstellung. Das Leeren von Müllkübeln stelle einen Aufwand dar. Zudem bestehe die Gefahr des Missbrauchs, der die Eimer überquellen ließe. Den schlechten Zustand der Zufahrt zum Kordigastparkplatz sprach der Redner ebenfalls an. Hümmer notierte sich den Hinweis.

Ferner wollte Winkler wissen, wie es um das Mühlrad der Neumühle, Altenkunstadts Wahrzeichen, bestellt ist. "Der Auftrag an den Planer ist erteilt. Noch in heuer soll sich das Rad drehen", teilte der Bürgermeister mit.

Der Malteser Hilfsdienst betreibt in Altenkunstadt eine Kleiderkammer. An der Einmündung von der Weismainer Straße in die Straße "Gewerbegebiet", in der sich der Secondhand-Laden befindet, möchte er eine Hinweistafel aufstellen. Dagegen regte sich im Gremium kein Widerstand.

Um für Einheitlichkeit zu sorgen, wurde einstimmig beschlossen, dass dort - wie andernorts in Altenkunstadt auch - nur noch rote Hinweisschilder errichtet werden dürfen. Zwei andere Firmen müssen deshalb ihre bereits bestehenden Hinweisschilder durch rot umrandete ersetzen.

Bei der Jugendwerkstatt im Jugendzentrum "Pins" hatten Jugendliche die Jugendbeauftragte der Gemeinde, Stefanie Dittrich (Grüne), darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Schließfächer in einem schlechten Zustand befänden und der Skaterplatz vermüllt sei. Hümmer versicherte Dittrich, sich der Probleme anzunehmen.

Mehrere Aufträge vergeben

Am 26. März hatte der Bauausschuss in nichtöffentlicher Sitzung mehrere Aufträge vergeben. Größter Investitionsbrocken war mit 25 230,80 Euro die Einrichtung von Grundwassermessstellen im Wertstoffhof zwischen Altenkunstadt und Prügel durch die Firma Grimm Geotestbohrtechnik mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal. Solche Anlagen werden errichtet, um Angaben zur räumlichen Verteilung und zeitlichen Veränderlichkeit des Grundwasserpotenzials zu erhalten und die Grundwasserqualität zu überwachen.

Der Verkehrssicherheit dient die Anschaffung von vier Geschwindigkeitsanzeigesystemen, die die Einhaltung eines innerörtlichen Tempolimits mit einem Smiley belohnen. Die Firma DataCollect Traffic Systems GmbH aus Kerpen liefert sie zum Preis von 10 710 Euro.

5532,55 Euro kostet der Kauf eines Schachtrahmenhebers der Firma Nadler Strassentechnik GmbH zum Anheben von Abwasserkontroll- und Hydrantenschachtabdeckungen.

Die Gemeinde trägt die Mehrkosten von 4000 Euro für die Beschaffung von Material für das Feuerwehrhaus Burkheim. Die Bayernwerk-Netz-AG Kulmbach wurde beauftragt, den Stromverteilerschrank in Baiersdorf zu versetzen (1206 Euro).

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