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Burgkunstadt
Feuerwehren

Bauarbeiten für neue Atemschutzwerkstatt beginnen

Spatenstich für die neue Atemschutzwerkstatt in Burgkunstadt. Sie soll die Platzprobleme der Feuerwehr vor Ort lösen. Zum Jahresende soll alles fertig sein.
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Die Freude über den Beginn der Bauarbeiten ist groß beim Landratsamt sowie bei der Stadt Burgkunstadt und der Feuerwehr.Stefanie Gleixner
Die Freude über den Beginn der Bauarbeiten ist groß beim Landratsamt sowie bei der Stadt Burgkunstadt und der Feuerwehr.Stefanie Gleixner

Rund 35 Jahre besteht die aktuelle Atemschutzwerkstatt in Burgkunstadt. Ausgelegt war diese ursprünglich für die Feuerwehren im Stadtgebiet von Burgkunstadt. Dann kam auch noch die Atemschutzübungsanlage für die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger hinzu. Untergebracht ist das alles im örtlichen Gerätehaus. Die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt kämpft nun mit Platzproblemen.

Neubau zwingend notwendig

"Es ist unsere Aufgabe, für gute Verhältnisse bei den Feuerwehren zu sorgen", sagt Landrat Christian Meißner (CSU). Platzprobleme gab es auch bei der Annahme und Ausgabe der Atemschutzgeräte. Und Änderungen der Vorschriften für Lagerung, Reinigung, Desinfektion und Prüfintervalle haben einen Neubau zwingend notwendig gemacht.

"Eine lupenreine Schwarz-Weiß-Trennung war durch die beengten Platzverhältnisse oftmals schwer, so dass wir uns nach einer Lösung umgesehen haben", sagt Kreisbrandrat Timm Vogler.

Ein Vorbild fand man im Landkreis Forchheim bei der Feuerwehr in Ebermannstadt. Im Kreisausschuss konnten Timm Vogler und Achim Liesaus, Sachgebietsleiter Öffentliche Sicherheit am Landratsamt, dann im Sommer 2018 mit dem geplanten Projekt überzeugen.

Was früher teilweise an unterschiedlichen Standorten passierte, soll nun zentral in Burgkunstadt geschehen.

Zum Jahresanfang fertig

Ende März haben nun die Bauarbeiten für das etwa 16 mal elf Meter große erdgeschossige Gebäude begonnen. Es wird an das bestehende Feuerwehrhaus in Burgkunstadt angebaut und ist mit zwei Schleusen versehen. "Ende des Jahres wollen wir in der neuen Atemschutzwerkstatt arbeiten und reinigen können", sagt Timm Vogler.

Die Reinigung der Geräte ist eine der wichtigsten Aufgaben, die in der neuen Werkstatt erledigt werden soll. "Es wird einen Schwarz-Weiß-Bereich geben, in dem die schmutzigen von den sauberen Geräten problemlos voneinander getrennt werden können", erklärt Vogler.

Nach jedem Einsatz müssen nämlich die gebrauchten Atemschutzgeräte und zugehörige Gesichtsmasken sowie die speziellen Anzüge von Schadstoffen befreit werden. Die Pressluftflaschen müssen neu befüllt werden.

600 Geräteprüfungen fallen jährlich in der Atemschutzanlage an. In der neuen soll das problemlos möglich sein. "Die Feuerwehrleute setzen sich freiwillig der Gefahr des Feuers aus, da müssen die Geräte optimal vorbereitet sein", sagt Christian Meißner.

570 000 Euro wird der Neubau kosten. 46 500 Euro übernimmt der Freistaat Bayern. Darunter fallen neben dem Bau des Gebäudes auch neue Gerätschaften, die für die Arbeit angeschafft werden müssen. Beispielsweise sind das Spülschrankanlagen und Dosiergeräte.

150 Atemschutzgeräteträger gibt es im Landkreis Lichtenfels. Sie alle sollen von der zentralen Stationierung und Versorgung der Geräte profitieren. Es erleichtere die Arbeit sehr, sagt Timm Vogler.

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