Bad Staffelstein
Umbau

Bahnhof wird nun barrierefrei

Nach vielen Jahren gibt es eine Lösung für Bad Staffelstein. Der Bund genehmigte Mittel für ein Programm, mit dem das Vorhaben finanziert werden kann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Bahnhof in Bad Staffelstein kann nun barrierefrei werden. Fotos: Matthias Einwag
Der Bahnhof in Bad Staffelstein kann nun barrierefrei werden. Fotos: Matthias Einwag
+2 Bilder

Es ist ein Lückenschluss der anderen Art: Endlich gibt es eine konkrete Perspektive, dass der Bahnhof in Bad Staffelstein etwas bekommt, worauf man lange gewartet hat. "Der entscheidende Schritt ist getan: Die Finanzierung für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs Bad Staffelstein steht", sagt die CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner. Denn sie konnte mitteilen, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags in seiner gestrigen Sitzung insgesamt 330 Millionen Euro für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen genehmigt hat, mit denen auch das Vorhaben in Bad Staffelstein zu 100 Prozent finanziert werden kann.

Hartnäckiger Einsatz

"Der Einsatz der letzten Jahre zahlt sich endlich aus", sagt sie. Das ist, schaut man auf die Entwicklung des Projektes zurück, fast noch untertrieben. Im September 2014 sah sich Emmi Zeulner dort mit Behindertenbeauftragten um. Und schon damals war das Thema alles andere als neu. Doch seitdem blieb es auf der Tagesordnung und es ging voran - im Bummelzugtempo, um im Bahnjargon zu bleiben. Doch alle behielten das Thema im Blick, im Februar 2017 gab es es einen wichtigen Zwischenhalt. Der Bund übernahm die Kosten für die Planung. Als Startschuss für den Umbau konnte das damals nicht gewertet werden.

Positiver Aspekt nun: "Die hundertprozentige Finanzierung solcher Baumaßnahmen ist eine Ausnahme und ich freue mich besonders, dass der Bahnhof Bad Staffelstein nun hiervon profitieren wird", sagt Zeulner.

In der Stadt kann man darüber sehr froh sein, denn insgesamt ist das Bahnhofsareal ein Umfeld, in dem noch viele Aufgaben warten. Die Stadt hat das Gebäude im April 2014 recht kurzfristig vom damaligen Besitzer, einem luxenburgischen Konsortium, erworben.

Seitdem wird auch über die künftige Nutzung beraten und diskutiert. Auch weitere kleinere Probleme im Umfeld machten ungewöhnlich viel Arbeit. Für den Kiosk konnte im April dieses Jahres eine neue Pächtern gewonnen werden, nachdem er länger leer stand. Die Sanierung der stadteigenen öffentlichen Toilette dort war ebenfalls eine Geduldsprobe für alle Beteiligten, weil Teile für die Ausstattung nicht lieferbar waren.

Besondere Situation

In der Zwischenzeit kam es zu der wenig rühmlichen Situation, dass selbst an kleineren Haltestellen wie in Ebing oder auch Ebensfeld durch den Neubau der ICE-Strecke Aufzüge eingebaut wurden, so dass zwischen Bamberg und Lichtenfels ausgerechnet die Kurstadt, in der viele ältere und gehbehinderte Menschen auf so eine Einrichtung angewiesen sind, rückständig wirkte. Doch Bad Staffelstein war mit seinem Problem nicht allein. Der Bahnhof im deutlich größeren Kulmbach etwa ist auch nicht barrierefrei. Es sei auch der Hartnäckigkeit von Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) zu verdanken, dass man nun eine Lösung gefunden habe, meint Emmi Zeulner.

Wie geht es weiter? In Bad Staffelstein werden davon die Modernisierung des Bahnsteigs, der Bau eines Aufzugs, der Bau einer Rampe, der Bau einer Personenunterführung, sowie weitere Detailmaßnahmen finanziert. Hierfür sollen 2020 alle Planungen abgeschlossen sein.

Zwei Millionen Kosten

Die Baukosten bezifferte Bürgermeister Jürgen Kohmann im Februar 2017 auf rund zwei Millionen Euro. Emmi Zeulner rechnet damit, dass danach die Pläne schnell umgesetzt werden können, weil das Geld dafür nun da ist. Weiteres positives Signal: Schon in zwei Wochen wird ein Gespräch zwischen Stadt und Bahn stattfinden.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren