Weismain
Ausschreitungen

Ausschreitungen beim Spiel 1. FCN gegen Hallescher FC in Weismain: Polizei hat alle Hände voll zu tun

Beim Spiel des 1. FC Nürnberg gegen den Hallescher FC in Weismain im Kreis Lichtenfels hatte die Polizei wegen einiger Problemfans auf beiden Seiten allerhand zu tun.
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Die Polizei hatte beim Club-Spiel in Weismain viel zu tun. Symbolfoto:  Jan Woitas, dpa
Die Polizei hatte beim Club-Spiel in Weismain viel zu tun. Symbolfoto: Jan Woitas, dpa
Nachdem am Samstag 4.000 überwiegend friedliche Fans das Freundschaftsspiel des 1. FCN gegen Halle in Weismain im Kreis Lichtenfels verfolgten, versuchten einige wenige Problemfans die friedliche Atmosphäre zu stören. Das berichtet die oberfränkische Polizei am Sonntag.

Die Polizisten unterbanden das Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppen laut Pressestelle des Polizeipräsidiums durch konsequentes Einschreiten.

Bereits im Vorfeld der als Risikospiel eingestuften Begegnung traf die Polizei Lichtenfels Vorkehrungen, die sich im Nachhinein als wertvoll erwiesen. So wurde der Austragungsort von Lichtenfels in das Stadion in Weismain verlegt und dieses soweit ertüchtigt, um Ausschreitungen zu verhindern.


Die Polizei trennte die Fans gleich bei der Anreise


Bereits bei der Anreise trennten die Polizisten die Fangruppen und brachten sie in separaten Blöcken unter. Versuche seitens der Nürnberger Anhänger, bereits auf dem Weg zum Stadion zum Gästeeingang der Halleschen Fans zu gelangen, konnten rechtzeitig unterbunden werden.

Nach Spielabpfiff rissen Anhänger aus Halle einen Zaun in Richtung des Spielfeldes nieder. Dies nahmen wiederum einige streitsuchende Nürnberger zum Anlass, über ein für die Autogrammstunde für Kinder geöffnetes Tor, der zugleich als Spielerausgang zu den Kabinen diente, auf das Spielfeld zu gelangen.



In einer Gruppe von zirka 60 Personen begaben sie sich unmittelbar zum Block der Halleschen Fans. Konsequenter Einsatz der Polizeikräfte verhinderte ein Aufeinandertreffen der verfeindeten Gruppierungen. Während danach eine Polizeieinheit die Gruppe aus Nürnberg bis zum Parkplatz begleitete und deren Abfahrt überwachte, mussten die Problemfans aus Halle in ihrem Block zurückgehalten werden. Nach Abfahrt der Fan-Busse beruhigte sich die Lage.


Fünf Fußballanhänger wurden festgenommen


Während der gesamten Veranstaltung kam es zu fünf Festnahmen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung. Ein bislang unbekannter Täter entwendete eine Torkamera im Wert von zirka 400 Euro. Zudem mussten Sicherheitskräfte einen brennenden Papierkorb in einer Toilette löschen.

Dementsprechend leitete die Polizei Lichtenfels strafrechtliche Ermittlungen gegen die bekannten und bislang noch unbekannten Täter ein. Möglicherweise kommen nach Auswertung der Videoaufzeichnung noch weitere Verfahren hinzu.


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