Ebensfeld
Umbau

Auf mehr Schüler vorbereiten

Barrierefrei, energieeffizient und sicher: Nach diesen Maßstäben wird die Pater-Lunkenbein-Schule in Ebensfeld seit 2010 stetig saniert.
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Neue Fenster, neue Türen und barrierefreie Zügänge: Derzeit wird die Außenhaut der Grund- und Mittelschule in Ebensfeld auf Vordermann gebracht. Jutta Rudel
Neue Fenster, neue Türen und barrierefreie Zügänge: Derzeit wird die Außenhaut der Grund- und Mittelschule in Ebensfeld auf Vordermann gebracht. Jutta Rudel
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Wir setzen hier so viele Baumaßnahmen um, wie seit Jahrzehnten nicht", sagt der Ebensfelder Bürgermeister Bernhard Storath (CSU). Ein langjähriges und großes Bauprojekt ist die Sanierung der Pater-Lunkenbein-Schule. Seit etwa acht Jahren wird dort stetig renoviert. "Das ist auch dringend nötig", sagt Ursula Schüßler, Rektorin der Grund- und Mittelschule. "Der Bau ist aus den 70er-Jahren, da ist einiges sanierungsbedürftig."

Der Bürgermeister begleitet schon lange den Prozess: "Ganz am Anfang, vor acht Jahren, stellte sich die Frage, ob wir das Gebäude abreißen sollen. Es ist natürlich einfacher, zum Beispiel wie beim Klinikum Lichtenfels, einen Neubau nach energetischen Maßstäben zu bauen als ein bestehendes Gebäude umzurüsten." Dennoch entschied sich die Gemeinde dafür, mit Hilfe von Fördermitteln, die Schule schrittweise zu sanieren. "Am Ende soll hier eine Generalsanierung stattgefunden haben."


Aktuelle Bauarbeiten

Momentan laufen die Bauarbeiten im Verwaltungstrakt. "Das Gebäude ist dreiflügelig, also ähnlich wie ein Hufeisen aufgebaut. Der Trakt, der jetzt gemacht wird, umfasst den Eingangsbereich und die Aula sowie im Obergeschoss das Sekretariat, mein Büro und das Lehrerzimmer", erklärt die Rektorin. Dort werden Brandschutztüren eingebaut, im restlichen Gebäude sind diese bereits eingebracht. "Schon zu Beginn der Bauarbeiten ging es ums Thema Brandschutz", so der Bürgermeister. "Es fehlten entsprechende Türen. Deshalb wurden Gerüsttreppen angebaut, die jetzt aber schon zum Großteil abmontiert wurden und stattdessen Brandschutztüren eingebaut."
Zudem werden weitere Sicherheitsauflagen umgesetzt. So wird eine Elektroanlage installiert, die im Katastrophenfall ein Warnsignal abgibt. Auch wird die Eingangstür erneuert. "Nach den Sicherheitsauflagen soll der Haupteingang immer zugesperrt werden. Das geht bei der alten Tür nicht, weil dort keine Klingel und Gegensprechanlage installiert sind, wenn jemand herein möchte."
Die "Außenhaut", so Schüßler, wird gerade auf Vordermann gebracht. Dazu zähle nicht nur der Abbau der Gerüsttreppen, sondern auch der Einbau neuer Fenster und die Schaffung barrierefreier
Zugänge. Neben dem Schulgebäude, in der Turnhalle, die schon seit längerer Zeit umgebaut wurde, werden die WC-Anlagen saniert. Gleichzeitig finden die Bauarbeiten für den Kita-Neubauauf dem Schulgelände statt. Der Hartplatz, auf dem die Kita zum Teil errichtet wird, wird daher verkleinert und erneuert. Als nächstes soll die Beleuchtung in der Schule angepasst werden, damit diese weniger Energie verbraucht. "Wir hoffen, dass die Bauarbeiten im Trakt bis zum Schulanfang fertig sind", sagt die Rektorin.

Doch behindern die vielen Bauarbeiten nicht den Schulbetrieb? "Wir versuchen, große und laute Arbeiten in den Ferien oder am Nachmittag durchzuführen", so die Rektorin. "Natürlich lässt es sich nicht vermeiden", sagt Storath, "dass auch im laufenden Betrieb gearbeitet wird, zum Beispiel werden die Brandschutztüren während der Schulzeit eingebaut" . Da wo gebaut wird, gebe es nun einmal immer Beeinträchtigungen. Dem ist sich auch die Rektorin bewusst: "Das muss man dann einfach durchziehen. Grundsätzlich sind ja alle froh, dass etwas passiert. Da nimmt man es auch in Kauf, dass es mal lauter wird." Bisher habe alles immer gut geklappt. "Wenn das laute Bohrgeräusch stört, sagt man einfach Bescheid, dass gerade nicht gebohrt werden kann, weil eine Probe geschrieben wird."
Ein Ziel ist es, so der Bürgermeister, in den nächsten Jahren die Schule mitsamt Pausenhof komplett renoviert zu haben. "Erst wenn alle Leitungen rausgenommen und erneuert wurden und die Klassenzimmer saniert wurden, können wir von einer Generalsanierung sprechen." Das sei aber noch lange nicht der Fall. Es sei abhängig davon, wie es um den Haushalt steht. Die Gemeinde müsse sich nach Förderprogrammen richten. Etwa eine Million Euro betragen die Gesamtkosten seit 2010. Die Zuschüsse seien bisher nur gering ausgefallen.

Ein weiteres Ziel sei es, das Problem der Mittelschule zu beheben. "Aufgrund der Schülerzahlen wird es nächstes Jahr keine Mittelschulklasse geben", sagt der Bürgermeister. "Oft sagen die Leute, die Schule ist halb leer, aber das stimmt nicht." In einigen freien Zimmern befindet sich der Kinderhort.


Hortbetreuung nimmt zu

Über 100 Kinder nehmen an der Nachmittagsbetreuung teil. "Die Schülerzahlen steigen kontinuierlich an, wenn man die Geburtenzahlen hochrechnet und die entstehenden Neubaugebiete betrachtet", so Ursula Schüßler. Für die Hortbetreuung werde daher ein Gesamtkonzept von Schule und Gemeinde entwickelt. Und vielleicht kommt mit steigender Schülerzahl dann ja auch wieder eine Mittelschulklasse zusammen.
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