Kloster Banz
Genusswanderung

Auf der Suche nach den Kürbissen

Das Angebot des Staffelsteiner Kur- und Tourismus-Services wird gut angenommen. 24 Lauffreudige waren unterwegs zum Hof der Familie Kunzelmann in Altenbanz.
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Von Kürbissen sehen die Wanderer hier noch nichts  Aber für die Teilnehmer der Genusswanderung mit Wanderführerin Hildegard Wächter (Zweite von links) war ohnehin der Weg das Ziel.Markus Häggberg
Von Kürbissen sehen die Wanderer hier noch nichts Aber für die Teilnehmer der Genusswanderung mit Wanderführerin Hildegard Wächter (Zweite von links) war ohnehin der Weg das Ziel.Markus Häggberg
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Eine Genusswanderung kann auch mit Kultur und Geschichte beginnen. So lange sie im Genuss endet, ist nichts einzuwenden. Am Mittwoch wurden von 24 Teilnehmern die Hoffnungen auf Genuss nicht enttäuscht.

Hildegard Wächter geht zumeist voran. Sie muss ja. Die pensionierte Lehrerin ist Wanderführerin und ein Aushängeschild der Genusswanderungen des Kur- und Tourismus-Services. Der wiederum weiß recht gut, dass der Herbst ein Wandermonat ist, und so gehörte die Genusswanderung zu einer mit Kürbissen vertrauten Altenbanzer Familie nun schon im dritten Jahr zum Angebot. Was um 10 Uhr mit dem ersten Schritt bei Kloster Banz begann, sollte kurz nach 16 Uhr mit dem letzten Schritt an selbigem Ort enden.

Zunächst ins Museum

Einmal Altenbanz und retour, samt auf dem Wege liegender Geschichten und Informationen. Ein Weg und Information waren dabei besonders verflochten - der Carlsweg. Das Teilstück nach Altenbanz ist benannt nach Carl Theodori (1788-1857), jenem Forscher, der von Versteinerungen fasziniert war, als Graphiker, Landschaftsmaler und Wissenschaftler arbeitete und dessen Büste man im unteren Trakt des Museums Kloster Banz in direkter Nachbarschaft zu der von Herzog Maximilian in Bayern findet. Eben darum führte der erste gemeinsam zu bestreitende Weg zu ihm ins Museum.

"Es war keine Strapaze, es war ein Genuss", erinnert sich Regina Dippacher an den Gang 2017, auf gleicher Strecke, doch damals mit weitaus mehr Matsch. Und doch blieb die Wanderung als wertvoll in Erinnerung. Eben darum nahm Dippacher wieder teil und fuhr sogar von Forchheim an. Eine Freundin hatte sie auch im Schlepptau, die kam für das Kurstadtangebot sogar aus Erlangen angereist. Gleichfalls zum zweiten Mal. Lediglich aus einem Nachbarlandkreis kamen Cornelia und Wilhelm Helmreich.

Kegelbahn und Saurierkopf

Es ist das gemütliche Laufen miteinander, es sind die Eindrücke, die man gemeinsam teil. Beispielsweise den Eindruck von der Mönchskegelbahn, die der der Zisterzienser nachempfunden wurde, oder den Eindruck, den ein Spaßvogel im Wald hinterließ, als er den aus dem Museum bekannten Fischsaurierkopf irgendwo zwischen Banz und Altenbanz in einen Felsen schlug.

Der Tag geht unheimlich schnell rum. Man merkt gar nicht, welche Strecken man geht", erklärt Cornelia Helmreich die Vorzüge dieses Wanderns aus ihrer Sicht. Zwölf Kilometer betrug die Distanz und der Schwierigkeitsgrad war ein leichter. Was die Ankommenden erwartete, war das Herbstgemüse schlechthin und in unterschiedlichsten Variationen. Familie Kunzelmann tischte auf, bot Buffet rund um Kürbis, Kürbissuppe, Kürbisbrot, Kürbiskuchen und mehr.

2015 war der Kontakt zwischen der Wanderführerin und der Familie zustandegekommen, die nun schon zum dritten Mal für diesen herbstlichen Programmpunkt sorgte. Eine Zusage für 2019 bestehe jetzt schon, so Wächter. Und auch das Interesse am Genusswandern seitens der Mitgehenden sei für 2019 schon ausgeprägt. "Alle haben sich erkundigt, was nächstes Jahr wohl kommt", so Hildegard Wächter.



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