Bad Staffelstein
Städtebau

Asphaltwüste in der Bahnhofstraße verschwindet bald

Die Bahnhofstraße zwischen Einmündung der Goethestraße und dem Bahnhof wird umgestaltet. Dazu sind noch Details zu klären. Baubeginn könnte im Frühjahr 2020 sein. Auch das historische Bahnhofsgebäude soll bald renoviert werden.
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Derzeit ist die Staffelsteiner Bahnhofstraße zwischen der Einmündung der Goethestraße und dem Bahnhof (Bildmitte) noch eine graue Asphaltwüste. Im Frühjahr 2020 sollen die beiden letzten Bauabschnitte zur Sanierung dieses Straßenabschnittes  nacheinander angepackt werden. Foto: Matthias  Einwag
Derzeit ist die Staffelsteiner Bahnhofstraße zwischen der Einmündung der Goethestraße und dem Bahnhof (Bildmitte) noch eine graue Asphaltwüste. Im Frühjahr 2020 sollen die beiden letzten Bauabschnitte zur Sanierung dieses Straßenabschnittes nacheinander angepackt werden. Foto: Matthias Einwag
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Die graue Asphaltdecke der Bahnhofstraße zwischen der Einmündung der Goethestraße und dem Bahnhofsvorplatz ist einer Kurstadt nicht gerade würdig. Das wird sich aber bald ändern, denn ab Frühjahr 2020 soll die Sanierung der beiden letzten Bauabschnitte nacheinander erfolgen. Auch am Bahnhof selbst sind größere bauliche Veränderungen vorgesehen.

Der Sachstand: Das von der Stadtverwaltung beauftragte Planungsbüro Hochreiter und Lechner sei zusammen mit dem Büro Kellner damit beauftragt, die bereits ausgearbeiteten Pläne zur Sanierung der Bahnhofstraße zu optimieren, erklärt Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU). In erster Linie gehe es dabei um die Stellplatzsituation. Momentan würden zwei Optimierungspläne zu Papier gebracht, die dann bezüglich der Finanzierbarkeit mit der Regierung von Oberfranken abgestimmt werden.

Im Juli sollen die beiden Alternativen in einer öffentlichen Stadtratssitzung im Foyer der Adam-Riese-Halle vorgestellt werden. Dabei, so der Bürgermeister weiter, gehe es um die Bauabschnitte 4 und 5 von der Einmündung der Goethestraße bis zum Bahnhofsplatz. Das direkte Bahnhofsumfeld werde jedoch gesondert betrachtet.

Die Anlieger sollen zu den Plänen eigens gehört werden. Das geschehe nicht in der Stadtratssitzung, sondern im Rahmen eines gesonderten Termins, sagt Kohmann. Wenn dann Regierung, Stadtrat sowie Bürger informiert und einverstanden sind, "hoffen wir, dass wir bis Ende des Jahres eine abgestimmte Planung haben, mit der möglichst viele zufrieden sind". Erst daraufhin könnten die Ausschreibungen für die Bauabschnitte 4 und 5 erfolgen.

Zufahrt durchgehend ermöglichen

"Im Frühjahr 2020 möchten wir mit dem Bauen beginnen", kündigt Kohmann an. Es sei wichtig, die Erreichbarkeit aller Anwesen jederzeit zu ermöglichen. Deshalb erfolge erst die Sanierung des vierten Bauabschnitts von der Goethe- zur Einmündung der Oberen Gartenstraße, damit Anwohner und Lieferverkehr über die Untere und Obere Gartenstraße eine Zufahrt haben. Dann erst werde der fünfte Bauabschnitt angepackt.

Was den Bahnhof betrifft, seien die Verhandlungen mit einem Interessenten weit fortgeschritten, ergänzt der Bürgermeister. Gesucht werde ein Gewerbetreibender für die Zeit vor und nach der Sanierung des Bahnhofsgebäudes. Derzeit nehme jedoch das von der Bahn genutzte Schaltwerk noch immer ein Drittel der Grundfläche ein. Der Stadt, die Eigentümerin des Gebäudes ist, seien die Hände wegen dieser Nutzung gebunden.

Wer momentan von Bad Staffelstein mit dem Zug verreisen möchte, ist auf einen Fahrkartenautomaten am Bahnhof angewiesen. Dieser Automat führt jedoch immer wieder zur Verärgerung von Fahrgästen. Sie kommen entweder mit der Bedienung nicht zurecht oder haben wegen des schräg einfallenden Sonnenlichts große Probleme, das Display abzulesen. Bürgermeister Kohmann möchte deshalb im Zuge der Neuvermietung der Bahnhofsnutzfläche wieder einen Fahrkartenschalter etablieren: "Ich werde versuchen, den Fahrkartenverkauf am Bahnhof wieder zu personalisieren."

Pächter für den Kiosk gesucht

Im Rahmen der Umgestaltung des Bahnhofsgebäudes sowie des Umgriffs sollte es zudem gelingen, wieder einen Pächter für den leerstehenden Kiosk zu finden. Auch das mache den Bahnhofsplatz attraktiver.

Die Deutsche Bahn hatte vor einiger Zeit zugesagt, die Barrierefreiheit am Staffelsteiner Bahnhof baulich herzustellen. Die Finanzierung stehe, sagt der Bürgermeister. Die Bahn investiere in dieses Projekt über fünf Millionen Euro. Für den Umbau werde von der Bahn das Jahr 2022 angepeilt. Bürgermeister Kohmann: "Wir versuchen, das zu beschleunigen, doch dafür gibt es noch viel mit der Bahn abzustimmen."

Etwas konnte immerhin kürzlich bereits erneuert werden: Die Uhr, die mittig in der Fassade des Bahnhofsgebäudes sitzt. Von der Deutschen Bahn erhielt die Stadt eine originale Bahnhofsuhr. Diese Funkuhr zeigt nicht nur die exakte Zeit, sie ist auch bei Nacht beleuchtet.

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