Bad Staffelstein
Messungen

Asbestbelastung der Staffelsteiner Realschule: Sanierung zeigt erste Wirkung

Für vier Räume der Scheffel-Realschule, die bereits gereinigt wurden, liegen nun die ersten Ergebnisse der Kontrollmessung auf Asbestbelastung vor:
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Das sind die beiden Trakte, die derzeit verstärkt unter Messbeobachtung stehen werden und in denen derzeit Abdichtungs- und Säuberungmaßnahmen durch Spezialisten stattfinden. Foto: Markus Häggberg
Das sind die beiden Trakte, die derzeit verstärkt unter Messbeobachtung stehen werden und in denen derzeit Abdichtungs- und Säuberungmaßnahmen durch Spezialisten stattfinden. Foto: Markus Häggberg

In der Raumluft konnten keine Fasern mehr nachgewiesen werden. Somit sind diese vier Räume nicht mehr belastet, teilt die zuständige Fachfirma aufgrund der Laborergebnisse mit.

In den anderen 14 betroffenen Räumen laufen derzeit die Arbeiten weiter. In allen Räumen werden die Seitenteile der Türelemente abgedichtet und gereinigt. Anschließend erfolgen auch dort Kontrollmessungen.

Um jedwede Gefährdung der Schüler auszuschließen und die Reinigung und Abdichtung ungestört fortsetzen zu können, bleibt die Realschule bis einschließlich 16. September geschlossen. Der erste Schultag ist somit an der Realschule der 17. September. Eine Betreuung der Schüler ist zwischen 10. und 16. September gewährleistet.

Unter 100 Fasern pro Raum

Im Zuge der geplanten Generalsanierung des Nord-, Ost- und Südtraktes der Viktor-von-Scheffel-Realschule hat der Landkreis als Grundlage für die Kostenermittlung der Generalsanierung Schadstoffuntersuchungen beauftragt. Die gemessenen Werte für Asbest liegen knapp über dem Grenzwert für Innenräume. Der Landkreis hat aber den Anspruch, die Werte in den betroffenen Räumen auf unter 500 Fasern/m3, im Idealfall auf unter 100 zu reduzieren, da es sich um eine Schule handelt. Am 24. August wurden daher sämtliche Räume mit derartigen Türelementen gemessen. Laut Messergebnis vom 27. August liegen die Werte zwischen weniger als 100 und maximal 1370 Fasern/m3. Gesamtergebnis: sechs Raummessungen mit weniger als 103 Fasern/m3, sechs Raummessungen mit 103 bis 500 Fasern/m3, zwölf Raummessungen mit mehr als 500 Fasern/m3 .

Definierte Grenzwerte gibt es nicht. Null-Belastung gibt es quasi auch nicht, da Asbest natürlicherweise bei der Abwitterung von Lagerstätten freigesetzt wird. Deshalb geht man laut Landesamt für Umwelt davon aus, dass Werte kleiner 100 Fasern/m3 nur schwer zu erreichen sind. Weiterhin wird angegeben, dass der Zielwert für die Sanierung von Innenräumen bei maximal 500 Fasern/m3 liegen sollte. red

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