Ebensfeld
Ebensfelder Ferienprogramm

Am Wolfsanger Pfeil und Bogen ausprobiert

Das Schießen mit Pfeil und Bogen oder Luftgewehr ist schwieriger, als es auf den ersten Blick scheint. Das konnten Kinder bei der Ferienaktion erfahren.
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Während die eine Hälfte der Jungs am Schießstand erste Erfahrungen mit dem Luftgewehr sammelte, griff der andere Teil zu Pfeil und Bogen.
Während die eine Hälfte der Jungs am Schießstand erste Erfahrungen mit dem Luftgewehr sammelte, griff der andere Teil zu Pfeil und Bogen.
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Die Scharfschützen hatten auch in diesem Jahr wieder interessierte Kinder im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde ins Schützenhaus am Wolfsanger eingeladen. Zu Beginn der gut dreistündigen Veranstaltung stellten Jugendleiter Daniel Spaderna, Zweite Schützenmeisterin Sabine Herr und Dritter Schützenmeister Michael Zipfel den teilnehmenden Kindern die verschiedenen Disziplinen im Schießsport, die man in ihrem Verein ausüben kann, vor. Auch die jeweils benötigte Ausrüstung und Kleidung erläuterten sie.

Über den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen informierte Schützenmeister Dietmar Mayer. Früher seien die Pfeile aus Kiefernholz gewesen, heute seien sie aus Kunststoff, Aluminium oder Carbon. Letzteres ist teuer. "Mit drei Pfeilen ist euer Taschengeld weg", sagte Mayer schmunzelnd. Geschossen werde mit sogenannten Recurvebögen. Der Weltrekord liege damit bei 1222 Metern, mit einem Fußbogen seien es gar 1854 Meter. Geschossen werde ins "Gold" - so nennen Bogenschützen die gelbe Mitte der Zielscheibe.

Nach diesen Erläuterungen konnten die Kinder ihr Talent im Umgang mit dem Luftgewehr oder mit Pfeil und Bogen unter Beweis stellen.

Ziel: Nachwuchs gewinnen

Die Scharfschützen sind schon von Anfang mit einem Angebot beim Ferienprogramm der Gemeinde vertreten. Der Verein möchte den Schießsport und das Schützenhaus vorstellen und dabei auch entsprechenden Nachwuchs gewinnen. "Wenn der ein oder andere dabei Gefallen findet, darf er gerne wiederkommen", erklärte Schützenmeister Dietmar Mayer. Es fiel auf, dass diesmal nur Jungs teilnahmen, elf an der Zahl. In den Vorjahren war der Anteil Jungen-Mädchen mitunter sogar ausgeglichen.

Während sich eine Gruppe im Bogenschießen im Freien versuchte, übte sich die zweite Gruppe im Schützenhaus im Schießen mit dem Luftgewehr auf eine zehn Meter entfernte Scheibe. Gewehr aufnehmen, ansetzen, laden, zielen und Schuss: Klingt einfach, ist es aber nicht. Manch ein Junge merkte ziemlich schnell, dass dazu eine Menge Konzentration und Übung erforderlich sind. "Es ist alles eine Sache des Trainings, so wie beim Fußballspielen", tröstete Rudi Spaderna. "Fußball spielen ist einfacher", entgegnete Elias. Dennoch sei das Ergebnis für das erste Mal nicht schlecht, lobte Spaderna mit Blick auf die Zielscheiben. Erste Erfahrungen hatte Elias schon auf der Ebensfelder Kirchweih gesammelt. Jetzt möchte der Zehnjährige seine Treffsicherheit trainieren und dazu in einem Verein eintreten. Vielleicht selbst einmal an einer Weltmeisterschaft teilnehmen?. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Die Atemtechnik, die Körperspannung, die Muskeln und ein gutes Auge gehören dazu, erfuhr Elias von den erfahrenen Schützen.

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