Burgkunstadt

Am Bauershof 2 in Burgkunstadt parken, ein bisschen parken oder gar nicht parken

Die Entscheidung über die Zukunft der Immobilie Am Bauershof 2 in Burgkunstadt wurde vom Stadtrat vertagt. Entweder gibt es Stellplätze, Wohnraum oder beides.
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Welcher Nutzung soll das Gebäude Am Bauershof 2 zugeführt werden, mit diesem Thema beschäftigt sich gegenwärtig  auch der Stadtrat von Burgkunstadt.Dieter Radziej
Welcher Nutzung soll das Gebäude Am Bauershof 2 zugeführt werden, mit diesem Thema beschäftigt sich gegenwärtig auch der Stadtrat von Burgkunstadt.Dieter Radziej

Das Gebäude Am Bauershof 2, das der Satdt gehört, sorgte im Stadtrat Burgkunstadt für eine längere Aussprache. Insbesondere ging es darum, wie es genutzt werden sollte.

Der Stadtrat vergab Aufträge für eine kombinierten Planung für das Anwesen. Dann legte Jens Lauterbach vom Verkehrsplanungsbüro PB-Consult in Nürnberg ein Parkraumkonzept vor. Die Erhebungen ergaben dabei auch, dass die Oberstadt deutlich stärker frequentiert ist als beispielsweise die Unterstadt.

Zweifel bestehen

Allerdings meldete Joachim Ruß (CSU) Zweifel an, ob wirklich - wie zuvor genannt - das Parkplatzangebot auf dem Marktplatz ausreichend sei. Auf das Hochbaukonzept dieser kombinierten Planung (Hochbau-/Parkraumkonzept) ging Architekt und Stadtplaner Franz Ullrich von Plan & Werk aus Bamberg ein: Der Abbruch und Neubau des im Volksmund als "Akropolis" bezeichneten Gebäudes und die Schaffung von bis zu 20 Parkmöglichkeiten auf diesem Areal sei möglich, dann eine weitere Möglichkeit die Sanierung, bei der Wohnraum geschaffen würde - und vielleicht sogar Räumlichkeiten für künstlerische Aktivitäten. Als dritte Option nannte der Planer einige neue Parkmöglichkeiten in Verbindung mit kleineren Wohnungen; im Erdgeschoss gäbe es zudem die Möglichkeit, Büroräume, vielleicht ein Café oder eine Arztpraxis zu realisieren.

Geschäftsleiter Sven Dietel gab zu bedenken, dass auch die Richtlinien der Städtebauförderung (für Neubauten gibt es keine Förderung) einzuhalten seien. Eine gewisse Flexibilität bei den Planungen empfand Bürgermeisterin Christine Frieß als durchaus sinnvoll.

Neben einem Kunst- oder Parkhaus, wie es mehrfach angesprochen wurde, erinnerten Wolfgang Sievert (SPD) und Stadtkämmerin Heike Eber, dass es ein Grundgedanke beim Kauf des Gebäudes war, dass auch Parkplätze für die Mitarbeiter der Stadt geschaffen werden sollten.

Edith Berg (Bürgerverein) konnte vor allem den künstlerischen Aspekten für Burg"kunst"adt positive Seiten abgewinnen.

Kosten beraten

Die wesentliche Nutzung des Gebäudes als Parkhaus mit Stellplätzen auf zwei Ebenen würde erhebliche Mehrkosten, besonders wegen der Auffahrtrampen, nach sich ziehen. Das gab Architekt Franz Ullrich zu bedenken.

Der Stadtrat beschloss, die Anregungen nochmals aufzugreifen und die Kosten diese Alternativen in einer der nächsten Sitzungen zu beraten.

Kurz aus dem Stadtrat Übernahme Bei der Jahresrechnung 2018 der Evangelischen Kirchenverwaltung hatte sich ein Fehlbetrag beim Kindergarten in Höhe von knapp 22 000 Euro herausgestellt. Pfarrer Heinz Geyer und Kindergartenleiterin Ute Seelmann erläuterten, wie es dazu gekommen sei.

Es bestand Einigkeit, dass die Stadt dieses Defizit übernimmt wie das bereits bei der Kirchenstiftung St. Heinrich und Kunigunde gehandhabt wurde.

Ausschreibung Bürgermeisterin Christine Frieß wies darauf hin, dass bei der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von Eben nach Schmeilsdorf ein besonders wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen wäre, falls diese Maßnahme noch im Januar oder Februar ausgeschrieben würde. Die Maßnahmewürde 915 000 Euro kosten, Fördermittel in Höhe von rund 580 000 Euro seien zu erwarten, so dass für die Stadt ein ungedeckter Bedarf von 335 000 Euro verbleiben würde.

Während es Edith Berg und Thomas Müller (beide Bürgerverein) lieber gesehen hätten, über diesen Straßenausbau erst nach der Haushaltsaufstellung zu entscheiden, erinnerten Wolfgang Sievert (SPD), Günter Knorr und Katrin Weißmann (CSU)besonders an die Verkehrssicherungspflicht der Stadt und daran, dass diese Straße auch als Schulkinderbeförderungsweg genutzt werde. Der Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße wurde bei vier Gegenstimmen beschlossen.

Leitfaden Photovoltaik Wolfgang Sievert gab (SPD) bei der Vorstellung des Leitfadens für Photovoltaik-Freiflächen zu bedenken, dass für derartige Anlagen in der Regel rund 10 Hektar wertvollen Ackerlands verloren gingen und sicher ausreichend Dachflächen im Stadtbereich zur Verfügung stünden, um Photovoltaik-Anlagen anzubringen. Das unterstützte auch Michael Doppel (HUG); es gelte aber auch, Kompromisse zu finden. Günter Knorr (CSU) bat darum, derartige Anlagen möglichst nicht im Maintalbereich oder um den Spitz- und Rainberg zu errichten.

Der Leitfaden soll dennoch Anwendung finden, wobei auch die infrage kommenden Flächen konkretisiert werden. dr

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