Altenkunstadt
Bauausschuss

Altes Strössendorfer Feuerwehrhaus hat ausgedient

In Strössendorf wurden bei einer Ortsbesichtigung die Weichen für einen Neubau an alter Stelle gestellt.
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Das Feuerwehrgerätehaus von Strössendorf wird den Aufgaben der Ortswehr nicht mehr gerecht; insbesondere die Unterbringung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges erfordert künftig auch entsprechende räumliche Möglichkeiten. Foto: Dieter Radziej
Das Feuerwehrgerätehaus von Strössendorf wird den Aufgaben der Ortswehr nicht mehr gerecht; insbesondere die Unterbringung eines Tragkraftspritzenfahrzeuges erfordert künftig auch entsprechende räumliche Möglichkeiten. Foto: Dieter Radziej

In Strössendorf wird es aller Voraussicht nach einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses geben. Bei einem Ortstermin des Bauausschusses sprachen sich die Verantwortlichen der Wehr dafür aus, den gegenwärtigen Standort beizubehalten.

Nachdem die Ortswehr demnächst auch ein Tragkraftspritzenfahrzeug erhalten wird, stellte sich vor allem die Frage nach dessen Unterbringung. Vorsitzender Stefan Hetz und Kommandant Daniel Domes verwiesen auf Gespräche mit der Gemeindeverwaltung, dem Kreisbrandrat und innerhalb des Vorstands der Feuerwehr. In letzterem Gremium wurden auch Möglichkeiten für einen Gerätehausneubau auf Grundstücken an der Ortsstraße nach Zeublitz und im Neubaugebiet Heidäcker/Hirtengraben in Erwägung gezogen Der Vorstand und die Führungskräfte der Wehr einigten sich nach mehrmaligen Beratungen jedoch darauf, am bisherigen Standort, also im Umfeld des ehemaligen Schulhauses, festzuhalten, denn dieser Platz sei ganz einfach besser und geeigneter. Allerdings, so Kommandant Daniel Domes, sei es wenig zweckmäßig, das bisherige Gebäude aus- oder anzubauen, sondern man sollte gleich neu zu bauen. Denn, dies erklärte stellvertretende Kommandant Frank Sünkel, es seien weder eine Wärmedämmung, Heizung noch die ausreichende Torhöhen vorhanden, um ein Tragkraftspritzenfahrzeug unterzubringen. Unter Einbeziehung des angrenzenden Grundstückes der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde könnte ein Feuerwehrhaus mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Raumbedarf, mit Unterbringungsmöglichkeiten für ein Tragkraftspritzenfahrzeug, den erforderlichen Stellplätzen und einem Kameradschaftsraum entstehen.

Ausrüstung lagert zu Hause

Auch Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling (FBO) sprach sich nachdrücklich dafür aus, ein Feuerwehrgerätehaus nicht an einem anderen Platz am Ortsrand zu verwirklichen, sondern in der zentralen Lage in der Ortsmitte zu belassen. Während der Bauphase, dies erläuterte der Vorstand der Wehr auf Anfrage von Gemeinderätin Martine Mätzke (JWU) werden die persönlichen Ausrüstungsgegenstände von allen mit nach Haus und die Tragkraftspritze im alten Feuerhaus untergebracht. Kurz: Die Feuerwehr sei auch in der Bauphase einsatzbereit. Denkbar sei auch laut Domes, den neuen Kameradschaftsraum als barrierefreies Wahllokal nutzt werden, was es bisher in Strössendorf ebenfalls noch nicht gebe.

Zusammenfassend stellte Kommandant Daniel Domes fest, dass der gegenwärtige Standort des Feuerwehrgerätehauses auch für einen Neubau der geeignetste Platz bleibe, was Bürgermeister Robert Hümmer als eine klare Aussage für die künftigen Entscheidungen des Gemeinderates wertete.

Im Rathaus von Altenkunstadt wurden zunächst die Sitzungsniederschriften genehmigt und danach die eingegangenen Bauanträge und Bauvoranfragen behandelt. Bei dem geplanten Neubau einer Tankstelle und eines Vordaches in/an der Bestandshalle auf einem Grundstück der Gemarkung Maineck (Außenbereich Prügel) erkundigte sich Gemeinderätin Martina Mätzke (JWU) insbesondere nach der Art der Tankanlage und dem Genehmigungsverfahren. Hier erläuterte die Verwaltung, dass es sich um einen Dieseltank mit einem Volum von 13.000 Litern handelt, wobei die wasserrechtlichen- und immissionsschutzrechtlichen Belange von der Genehmigungsbehörde noch geprüft werden. Weiterhin befürwortet wurde der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage auf dem Grundstück Erlenweg 12 (Gemarkung Altenkunstadt). Bei der ersten Bauvoranfrage ging es um die Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses mit vier Wohneinheiten und Garagen auf einer Teilfläche des Grundstückes Mainweg 14 (Gemarkung Altenkunstadt), wobei auch die Grundstücklage im Überschwemmungsbereich und die Retentionsflächen Themenbereiche waren. Gemeinderat Ludwig Winkler (FBO) wäre es zwar lieber gewesen, wie er verdeutlichte, wenn vor einer Entscheidung des gemeindlichen Bauausschusses schon eine entsprechende schriftliche Stellungnahme der Genehmigungsbehörde vorgelegen hätte, dennoch entschied sich das Gremium mit 6:5 Stimmen dieser Voranfrage das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, da ohnehin alle weiteren Belange vom Landratsamt Lichtenfels geprüft werden.

Gleichermaßen wurden den entsprechenden Bauvoranfragen über die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Doppelgarage auf dem Grundstück Bürgermeister-Kraus-Straße 11 (Gemarkung Burkheim), die Errichtung eines Friseursalons auf dem Grundstück Neuwiese 9 (Gemarkung Altenkunstadt) und der Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage auf dem Grundstück Strössendorfer Straße 4 (Gemarkung Altenkunstadt) eine positive gemeindliche Entscheidung in Aussicht gestellt.

Keine Einwände gab es zudem beim Erlass einer Einbeziehungssatzung für Mainklein durch die Stadt Burgkunstadt, wobei die Gemeinde Altenkunstadt dem Baugesetzbuch entsprechend Beteiligter war. Für eine beantragte Haltelinie an der Einmündung Neumühle in die Woffendorfer Straße, dies erklärte Bauamtsleiter Gerhard Hofmann, ergab die polizeiliche Prüfung keine derartige Notwendigkeit, da ohnehin die Beschilderung: "Vorfahrt achten" vorhanden sei. Auch für eine Geschwindigkeitsbeschränkung vom Rathaus aus in Richtung Theodor-Heuss-Straße auf "30 Stundenkilometer", wurde keine Notwendigkeit gesehen. Entsprechend der festgelegten Tagesordnung zeigte dann Bautechniker Armin Freitag verschiedene Möglichkeiten für die Gestaltung der neuen Urnenanlage und eines anonymen Urnenfeldes auf dem Friedhof von Altenkunstadt anhand von Beispielen aus anderen Orte auf, wobei mehrheitlich die Auffassung vorherrschte, die neue Urnenanlage gestalterisch an die bestehende anzupassen und Möglichkeiten für die anonymen- und Erdbestattungen im hinteren Friedhofsbereich vorzusehen. Zudem soll bei der Verwirklichung des Vorhabens Kreisgartenfachberater Michael Stromer hinzugezogen worden. Gemeinderat Edwin Jungkunz (CSU) brachte abschließend seinen Vorschlag für einen geeigneter Platz für den Grabstein des Heimatdichters Franz Josef Ahles ein und Gemeinderat Hans-Werner Schuster (CSU) regte an, einen Briefkasten auch im Bereich "Neumühle/Langheimer Straße" wieder anbringen zu lassen.

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