Ebensfeld
Ehrung

Als Politiker nah am Bürger dran

Der Ebensfelder Gemeinderat und Lichtenfelser Kreisrat Peter Schmauser (CSU) hat die Bayerische Kommunale Verdienstmedaille in Silber verliehen bekommen. Seit 41 Jahren gehört er dem Marktgemeinderat Ebensfeld an, seit 35 Jahren dem Kreistag Lichtenfels.
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Peter Schmauser (links) wurde  von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit der  Kommunalen Verdienstmedaille ausgezeichnet.Sammy Minkoff
Peter Schmauser (links) wurde von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mit der Kommunalen Verdienstmedaille ausgezeichnet.Sammy Minkoff

Die Liste der Verdienste von Peter Schmauser ist lang. Seit 41 Jahren gehört der 64-Jährige dem Marktgemeinderat Ebensfeld an. Seit 35 Jahren übernimmt er dort als Fraktionssprecher der CSU Verantwortung für die Gemeindepolitik - und seit 17 Jahren prägt er die Kreispolitik als CSU-Fraktionsvorsitzender mit. Für diese Verdienste zeichnete ihn Bayerns Innenminister Joachim Herrmann jüngst zusammen mit 26 weiteren Mandatsträgern mit Kommunalen Verdienstmedaillen in Silber aus.

Die Ausgezeichneten, so der Minister in seiner Laudatio, hätten sich durch ihre langjährige Tätigkeit um die kommunale Selbstverwaltung große Verdienste erworben. Peter Schmauser habe in der langen Zeit seines politischen Engagements eine Reihe von wichtigen Vorhaben mit auf den Weg gebracht und dazu beigetragen, die Marktgemeinde Ebensfeld zeitgemäß weiterzuentwickeln. In den Beginn seiner Amtszeit als Marktgemeinderat fiel der Abschluss der Gebietsreform mit den daraus resultierenden Aufgaben und Verpflichtungen. Es folgten der Neubau einer Kläranlage mit Anschluss aller Orte und Dorferneuerungsmaßnahmen im gesamten Gemeindegebiet. Der Neubau von Rathaus und Bauhof, die Sanierung der Schule und des Sportstadions, die Modernisierung des gesamten Feuerwehrwesens oder aktuell der Neubau einer Kindertagesstätte seien Projekte, die Peter Schmauser äußerst engagiert unterstützte.

Wichtige Projekte mitgestaltet

Mit ebenso nachhaltigem Engagement habe er sich seit 35 Jahren für die Belange des Landkreises Lichtenfels eingesetzt, so Minister Herrmann weiter. Aufgrund seiner großen kommunalpolitischen Erfahrung habe Peter Schmauser sich in eine Reihe von wichtigen und für die Entwicklung des Landkreises bedeutenden Entscheidungen erfolgreich eingebracht.

Großen Anteil hatte Schmauser in den vergangenen Jahren etwa an der Verwirklichung des Ersatzneubaus des Helmut-G.-Walther-Klinikums und an der Entscheidung des Kreistags für die Sanierungen der kreiseigenen Schulen als wichtigen Baustein für die jüngst erfolgte Zertifizierung des Landkreises Lichtenfels als Bildungsregion.

Große Wertschätzung bei Bürgern

"Seine langjährige Zugehörigkeit zum Marktgemeinderat Ebensfeld und zum Kreistag Lichtenfels zeugt von der großen Wertschätzung, die er bei den Bürgerinnen und Bürgern der Region innehat. Peter Schmauser hat sich um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht", sagte Minister Herrmann.

"Ich sehe das nicht nur als persönliche Auszeichnung, sondern als Honorierung des Ehrenamtes", beurteilt Peter Schmauser selbst die Auszeichnung. Das Ehrenamt habe eine zentrale Bedeutung - nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch beim Brandschutz und bei der technischen Hilfeleistung, fährt er fort. "Das Ehrenamt wird bei uns deutlich zu wenig geschätzt."

Politik als Gemeinschaftsleistung

Die Auszeichnung, die er vom Innenminister erhalten hat, sei eine Anerkennung seiner politischen Arbeit, wodurch er sich geehrt fühle, fährt Peter Schmauser fort. Er fügt jedoch umgehend hinzu: "Politik ist immer eine Gemeinschaftsleistung." In der Kommunalpolitik sehe man die Unmittelbarkeit der Umsetzung von Entscheidungen, ergänzt er. Ein Kommunalpolitiker sei nah am Bürger dran und somit für diesen viel greifbarer als Landes- oder Bundespolitiker. Freude mache ihm die Politik immer dann, wenn Debatten im Kreistag und Gemeinderat mit Sachkenntnis ausgetragen werden und wenn der Umgangston von gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Die Kommunale Verdienstmedaille

Wer kann sie bekommen? Personen, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben, werden jährlich vom bayerischen Staatsminister des Innern mit der Kommunalen Dankurkunde sowie mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze geehrt.

Wer schlägt die Personen vor? Die Gemeinden und Landkreise können auszeichnungswürdige Personen für eine solche Ehrung vorschlagen. Die Vorgeschlagenen müssen für die Ehrung auch nach ihrem sonstigen Verhalten und ihrer persönlichen Einstellung einer Auszeichnung würdig sein. Wer sich selbst vorschlägt, kann grundsätzlich nicht berücksichtigt werden.

Wer kann Anregungen geben? Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste und der zurückgelegten Zeiten bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das bayerische Staatsministerium des Innern weiter.

Zahl der Ausgezeichneten In diesem Jahr wurden bayernweit 117 Personen mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze und 40 Personen mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet. Eine Auszeichnung mit Gold erfolgte 2019 nicht.

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