Der Schützenfestexpress rollt auch im kommenden Jahr wieder. Damit haben die Menschen im Landkreis Lichtenfels auch 2013, in dem das 600-jährige Bestehen der Lichtenfelser Schützen ansteht, die Möglichkeit, das Auto in der Garage stehen zu lassen und stattdessen mit dem Bus in Richtung Schützenanger zu fahren. Dies ist der positiven Bilanz des Bus-Services zu verdanken, wie die Verantwortlichen kürzlich bekannt gegeben haben.

Die neuen Linien 2 und 4 seien trotz des schlechten Wetters gut frequentiert worden. Im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 3000 Fahrgästen konnten die Fahrgastzahlen insgesamt konstant gehalten werden, sagte Organisatorin Elfriede Fischer von den Stadtwerken. Die Juralinie 6 wurde mit 675 Fahrgästen am stärksten genutzt und übertraf sogar das Vorjahresergebnis um 40 Fahrgäste. Stark waren auch die Linien 3 (Bad Staffelstein) mit 612 Fahrgästen und die Linie 4 (Michelau) mit 562 Fahrgästen.

Bianca Fischer sagte bei der Abschlussbesprechung im Sitzungssaal der Stadtwerke, dass "der Schützenfestexpress (...) eine gute Einrichtung für unsere Bürgerinnen und Bürger" sei. Die sichere Alternative zum eigenen Auto habe sich in den vergangenen Jahren bewährt.

Polizei ist zufrieden


Dem stimmte Holger Dremel, Leiter der Polizeiinspektion Lichtenfels, zu. Er lobte den präventiven Charakter der zusätzlichen Busverbindungen. So gab es seinen Angaben nach während des Volksfestes keine schweren Unfälle oder Alkoholvorfälle. Finanziell sei der Schützenfestexpress allerdings nicht rentabel gewesen. Wie hoch das Defizit ausfiel, wollten die Stadtwerke Lichtenfels nicht bekannt geben. Lediglich so viel: Durch Sponsoren könne der Service aufrechterhalten werden. Ihnen dankte Bürgermeisterin Fischer, fügte allerdings hinzu, dass sie sich eine bessere Auslastung der insgesamt sieben Touren wünsche. Nichtsdestotrotz lobte sie Elfriede Fischer und Melanie Dinkel von den Stadtwerken für deren Engagement.

Auch Stadtrat Georg Meißner unterstrich, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Schützen und Stadtwerken gewesen sei. Meißner, selbst Rollstuhlfahrer, lobte vor allem die Technik der Busse, die das Ein- und Aussteigen und den Aufenthalt im Bus für ältere und behinderte Menschen erleichterten. Daher hätten ihm die Busse mit Absenkung und den Rampen an den Eingängen sehr gut gefallen.

Dass der Bus-Service gut angekommen ist, freute auch den 1. Schützenmeister Siegfried Jäkel. Er versicherte, dass alle Linien, auch die erweiterten, 2013 bedient werden. Im kommenden Jahr, wenn die Privilegierten ihr 600-jähriges Bestehen feiern, sei einer der Höhepunkte die Teilnahme am Münchner Schützen- und Trachtenumzug. Außerdem beginne der Festbetrieb am Schützenanger bereits einen Tag früher. Zum Auftakt werden die Zillertaler Schürzenjäger in der Festhalle erwartet. Wer dabei sein möchte, kann also wieder bequem mit dem Schützenexpress anreisen.