"Kinder sind unserer Zukunft, wir dürfen nie nachlassen, sie zu fördern und zu unterstützen und müssen alles tun, damit sie sich in unseren Reihen wohlfühlen", betonte Gruppenvorsitzende Hildegard Weberpals.
Das Sängerfest bot einen Einblick in das breit gefächerte Repertoire der Chöre im Oberen Maintal. Intoniert wurden Klassiker aus der Rock- und Popgeschichte ebenso wie Spirituals, Gospels und altes deutsches Liedgut. Herausragend waren die Darbietungen der Chorgemeinschaft "In Joy" aus Lichtenfels, jüngstes Mitglied der Sängerfamilie. Leiterin Pia Rübensaal bot aus Anlass ihres kürzlich absolvierten Chorleiter examens einen spontanen Programmteil. Mit den Zuhörern im Saal übte sie einen Gospelsong ein und begleitete ihn mit einer Bongo-Trommel.

Der Gastchor aus Welitsch widmete sich dynamisch unter seinem Dirigenten Hans Konrad klassischer Chormusik, überzeugte auch mit dem bekannten Gospel "Kum bah yah". Einer der Glanzpunkte des Konzerts war der "Zauber der Musik" von Manfred Bühler mit stimmlicher Klangvielfalt und Ausdrucksstärke der Interpreten. Die begeisterten Zuhörer forderten die einzige Zugabe an diesem Nachmittag, den die Frankenwaldsänger mit dem "Bajazzo" gern erfüllten. Der Gesangverein "Zeitlos" aus Schney setzte einen markanten Schlusspunkt.

Vor dem Hintergrund von 27.000 Chören mit knapp 750.000 Sängern im Deutschen Chorverband war es der Vorsitzenden um die Zukunft des Chorgesangs nicht bange. "Wir wollen mit unseren Liedern an die Öffentlichkeit treten, wir wollen allen zeigen: Die Chöre sterben nicht, sie leben intensiver und leidenschaftlicher als je zuvor", sagte sie. Es werde immer Chöre geben, die aufhören müssen, sei es wegen Mitgliederschwundes oder Chorleitermangels. Aber es gebe auch Singgemeinschaften, die mit viel Enthusiasmus und einer großen Portion Optimismus in die Zukunft schauen.

Günther Freitag, der Vorsitzende des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels, erinnerte an das 150-jährige Bestehen des Deutschen Sängerbundes, das vom 21. bis 23. Juni im Gründungsort Coburg gefeiert wird. Der Stellvertreter des Landrats, Helmut Fischer (CSU), bestätigte die Worte der Gruppenvorsitzenden: "Ich sehe einen Silberstreif am Horizont". Der Chorgesang habe das Tal seiner Missachtung durchquert, sagte er sinngemäß. Er wünschte den Chören einen reibungslosen Übergang von der älteren zur jüngeren Generation. Die Zweite Vorsitzende der Maintalsänger, Daniela Keller, führte mit launigen Worten durchs Programm. Vorsitzende Hildegard Weberpals verabschiedete den Männergesangverein Cäcilia 1856 Schwürbitz zu seiner Konzertreise nach Sizilien, die er am Freitag antreten werde. Die Organisation hatte der Gesangverein Obersdorf mit Rainer Tuschl und seinem Team übernommen.

Die teilnehmenden Chöre: Gesangverein Obersdorf, Rother Rothkehlchen, Chorgemeinschaft In Joy, Harmonie Seubelsdorf, MGV Schwürbitz, Sängerrunde Welitsch, Harmonie Kösten, Gesangverein Roth, Traditionschor Schney, Zeitlos Schney.