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Burgkunstadt
Glaube

Zauberer und überzeugter Christ

David Bauernfeind begeisterte bei einem Jugendabend in der Burgkunstadter Christuskirche.
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Mission (Im)possible: Mit einer atemberaubenden Show begeisterte der Zauberkünstler David Bauernfeind aus Naila bei einem Jugendabend in der Burgkunstadter Christuskirche. Der 20-Jährige bezog dabei auch das Publikum mit ein.  Fotos: Bernd Kleinert
Mission (Im)possible: Mit einer atemberaubenden Show begeisterte der Zauberkünstler David Bauernfeind aus Naila bei einem Jugendabend in der Burgkunstadter Christuskirche. Der 20-Jährige bezog dabei auch das Publikum mit ein. Fotos: Bernd Kleinert
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Burgkunstadt — Das große Kinoposter in reißerischem Hollywood-Stil im Altarraum der Burgkunstadter Christuskirche lässt neugierig werden. "Mission (Im)possible" ist darauf in fetten Buchstaben zu lesen. Nach Tom Cruise sucht man vergeblich. Dafür ist David Bauernfeind abgebildet. Ein Zauberkünstler und überzeugter Christ, der bei einem Jugendabend der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde mit einer atemberaubenden Show und einer Mega-Message zu begeistern wusste. Die Kirchenband "Misstikalls" aus Lichtenfels unter Leitung von Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke übernahm die musikalische Ausgestaltung.

"Das ist ja großartig. Mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet", freute sich Moderator Andy. Auch Pfarrer Heinz Geyer und eine Reisegruppe aus Tansania, die derzeit am Obermain zu Gast ist, ließen sich von Insane verzaubern.


"Insane" ist der Künstlername von David Bauernfeind und bedeutet übersetzt "wahnsinnig": "Es macht wahnsinnigen Spaß, zu zaubern und Menschen damit zu faszinieren". Aber wer ist denn dieser Zauberer eigentlich? David stammt aus Naila bei Hof und studiert derzeit in Bayreuth Informatik. In seiner Freizeit unternimmt er gerne etwas mit Freunden, spielt Tischtennis und natürlich wird auch gezaubert.

Dem Publikum in der Christuskirche genügt das nicht. Der sympathische 20-Jährige projiziert daraufhin seine Handy nummer an eine Leinwand. Während die "Misstikalls" die Songs "Who am I?" und "Hope for the Hopeless" zum Besten geben, haben die Besucher Gelegenheit, per SMS Fragen an den Zauberer zu richten. Und was die alles wissen wollen!

Der Fragenkatalog reicht von der Farbe seiner Unterhose bis hin zu seinem coolsten Erlebnis mit Jesus. "Das hatte ich bei einem Besuch des Münchner Oktoberfestes", erzählt David. Und wann ging das mit dem Zaubern los? "Seit ich vor vier Jahren im Fernsehen eine Zaubershow gesehen habe, hat mich das nicht mehr losgelassen."

Sein erstes Equipment war ein Zauberkasten, den er auf Amazon ergatterte. "Insane" beherrscht sein "magisches Hand-werk" perfekt. Der redegewandte Entertainer würzt seine Show mit einem ordentlichen Schuss Humor. Zweieinhalb Stunden lang bringt Bauernfeind mit verblüffenden Tricks das Publikum zum Staunen. Er entnimmt einer Lampe einen Strahl Blaulicht, verschluckt das Magic Light und lässt es an Bauchnabel, Ohren und Nase wieder zum Vorschein kommen.

David zaubert aus einer unsichtbaren Tasche Bälle hervor, die sich urplötzlich in den Händen von Jugendlichen wiederfinden, und begeistert mit raffinierten Karten-Kunststücken. Er bezieht Besucher in seine Show mit ein und zeigt ihnen, wie sie selbst zum Zauberer werden können.

Im zweiten Teil erläutert Bauernfeind, wie aus einer "Mission impossible" eine "Mission possible" werden kann. Er erzählt von seinem Großvater, dessen Gesundheitszustand sich rapide verschlechterte. Im Krankenhaus stellte man einen Tumor im Magen fest. Bösartig und so groß wie eine Orange. "Sie haben nicht mehr lange zu leben", lautete die Diagnose der Ärzte. "Mein Opa war sehr gläubig. Er hat Jesus geliebt. Die Familie betete, dass Gott ihm noch Leben schenkt, wenn er es so will, wenn es der Wille des Herrn ist", schildert David.

Bei der nächsten Untersuchung wenige Tage später konn-ten es die Ärzte kaum glauben: Der Tumor war verschwunden. "Unmögliches gibt es nur bei den Menschen. Für Gott ist alles möglich", betont der überzeugte Christ.

Er erzählt von drei Obdachlosen, die er in Leipzig traf und denen er etwas zu essen spendierte. Als sie sich bei ihm bedanken wollten, lehnte er höflich ab: "Dankt nicht mir, dankt Jesus." Diese Menschen am Rand der Gesellschaft hätten am eigenen Leib gespürt, was es heißt, Jesu Liebe erfahren zu dürfen. "Jesus ist das Geschenk, das wir an Weihnachten bekommen haben. Es kostet nichts. Wir müssen es nur annehmen und aufmachen", appellierte der 20-Jährige an sein Publikum.

"Es ist richtig geil, mit Jesus zu leben." Niemand bleibe von Schicksalsschlägen verschont. Doch gerade in harten Zeiten könne sein Wort Halt geben und "Unmögliches wird möglich".

Regionaljugendreferentin Damaris Kühner dankte David Bauernfeind für diesen außergewöhnlichen Abend mit einer Mega-Message. Gemeinsam sprachen sie ein Gebet. "Got a reason for living again" sangen die "Misstikalls" zum Abschluss. Ein flotter, stimmungsvoller Song, bei dem im Publikum so richtig die Post abging. Nicht minder fröhlich ging es auf dem Außengelände der Christuskirche weiter. Bei Lagerfeuer-Romantik, Cocktails und Plaudereien wurde das Erlebte vertieft.
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