Röhrig
Rettungseinsatz

Wohnung in Altenkunstadt brannte völlig aus

Sechs Bewohner eines Altenkunstadter Mehrfamilienwohnhauses erlitten Rauchgasvergiftungen, nachdem am Freitag ein Feuer ausgebrochen war.
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Dicke Rauchschwaden drangen aus den Fenstern der Wohnung im ersten Stock des Mehrfamilienwohnhauses in der Straße "Zum Külmitz" in Altenkunstadt. Foto: Frank Spitzenpfeil
Dicke Rauchschwaden drangen aus den Fenstern der Wohnung im ersten Stock des Mehrfamilienwohnhauses in der Straße "Zum Külmitz" in Altenkunstadt. Foto: Frank Spitzenpfeil
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Ein Großaufgebot an Rettungskräften war am Dreikönigstag im Einsatz, nachdem in einer Wohnung in einem Mehrfamilienwohnhaus ein Feuer ausgebrochen war. Der 77-jährige Mieter, dessen Wohnung im ersten Stock völlig ausbrannte, konnte zwar das Gebäude noch aus eigener Kraft verlassen. Er war jedoch dem beißenden Rauch am stärksten ausgesetzt gewesen und wurde deshalb mit dem Rettungshubschrauber in ein Bayreuther Krankenhaus gebracht. Es bestand zu keinem Zeitpunkt Lebensgefahr, versicherte Polizeisprecher Peter Müller vom Präsidium Oberfranken am Sonntag. Fünf Anwohner der weiteren Wohnungen im Haus, die ebenfalls Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, galten als leicht verletzt und wurden im Lichtenfelser Krankenhaus ambulant behandelt.


Kripo ermittelt

Ein Nachbar setzte am Freitag, kurz vor 9 Uhr, den Notruf ab. Als die Feuerwehren eintrafen, schlugen ihnen bereits aus mehreren Fenstern im ersten Stock Flammen entgegen.

Priorität hatte es, alle Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit zu bringen. Zwei waren selbst hinaus gegangen, vier weitere mussten wegen der starken Rauchentwicklung im Treppenhaus über die Drehleiter herausgeholt werden.

Schlauchleitungen vom nahen Flüsschen Weismain wurden aufgebaut und der Bereich großräumig abgesperrt. Auch Bürgermeister Robert Hümmer machte sich ein Bild von der Lage und transportierte mit seinem Traktor eine Tragkraftspritze aus Woffendorf mit zum Einsatzort im Ortsteil Röhrig.

Das Feuer konnte mit vereinten Kräften aus den Landkreisen Lichtenfels und Kronach schnell unter Kontrolle gebracht, ein Übergreifen auf weitere Wohnungen verhindert werden. Doch die Qualmentwicklung war enorm, so dass weitere Bereiche in Mitleidenschaft gezogen wurden, eine darunter liegende Wohnung auch durch das Löschwasser. Der Hauseigentümer zeigte sich am Sonntag schwer betroffen von dem Geschehen. Was alles in dem Gebäude gemacht werden muss, wird in den nächsten Tagen erst zu regeln sein. Dem Vernehmen nach kamen Bewohner bei Verwandten beziehungsweise in Kurzzeitpflege unter. Der Schaden in dem Mietshaus wurde in ersten Schätzung mit zirka 100.000 Euro beziffert. Die Kripo Coburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Nach Bränden eines Pferdestalles und eines Gartenbauunternehmens im November ist dies der dritte Brand in Altenkunstadt im Zeitraum von zwei Monaten im Bereich Langheimer-, Kienmühlen- und Külmitz-Straße. Donnerstagabend hatte der Bürgermeister bei der Generalversammlung der Feuerwehr noch die Hoffnung ausgesprochen, dass nach den Großbränden jetzt wieder Ruhe einkehren möge. Am folgenden Morgen sollte sich dies als Wunschdenken erweisen und die Feuerwehrleute wurden von der harten Realität ihres Dienstalltags wieder eingeholt.

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