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Altenkunstadt
Gartentür

Wo die Seerose mit Wonne in der Wanne liegt

In Spiesberg bewunderten beim Tag der offenen Gartentür wieder viele Besucher elf kleine Paradiese und holten sich Tipps von den Besitzern. Die Grünoasen lagen, aufgereiht wie auf einer Perlenkette, an einem Rundkurs.
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In diesem Garten ist es das Gemüse, das im Fokus des Interesses stand
In diesem Garten ist es das Gemüse, das im Fokus des Interesses stand
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In einer alten Badewanne hat eine Seerose ein ungewöhnliches Zuhause gefunden. Eine weiße Blüte zeigt, dass sie sich offenbar wohlfühlt. Einige Meter weiter erklimmen zwei Kletterrosen und eine Clematis einen Baum. "Ideen muss man haben", sagt Edmund Butz. Der Mann aus Neustadt bei Coburg ist selbst begeisterter Gärtner. Edmund Butz und seine Frau Monika wollen sich im Garten der Familie Ansorge Anregungen für den eigenen Garten holen. Vor zwei Jahren haben sie den "Tag der offenen Gartentür" im Landkreis Lichtenfels kennen gelernt.
"Das Besondere ist, dass gleich mehrere Gärten in einer Ortschaft zu sehen sind", erklärt Edmund Butz. Beim gestrigen "Tag der offenen Gartentür" waren es gleich elf Gartenbesitzer, die ihre Türen für interessierte Besucher aus nah und fern öffneten. Die ersten Gartenliebhaber waren bereits in den frühen Vormittagsstunden unterwegs.
An den Ortseingängen erhielt jeder Besucher einen Lageplan mit den teilnehmenden Familien. Aber auch ohne Lageplan wären die Gärten ganz einfach zu finden gewesen, da sie aufgereiht wie auf Perlenkette entlang eines Rundweges lagen.
Unter der Federführung von Agnes Weberpals, der Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Spiesberg, hatte sich der Ort gut für den Besucheransturm gerüstet. "Der Garten ist mein Ersatz für Urlaub", verrät Petra Schnapp einem Besucher. Bei Petra Schnapp gibt es viel zu sehen. Wo sich früher der Stall und die Mistgrube befanden, ist ein kleines Gartenparadies entstanden, in dem sich auf relativ begrenztem Raum eine Vielzahl unterschiedlicher Pflanzen finden. Ein wahrer Ideenpool für Gartenliebhaber.
Bei Alfred Kraus dagegen geht es weniger um einen Garten, als vielmehr um einen Bauernhof, der sich noch mitten im Ort befindet. Hier ist nicht die Gartentür offen, sondern die große Stalltür. Durch sie kann der Besucher einen Blick auf die Kälbchen und Kühe werfen.
Spiesberg zeichnet sich durch eine schöne Lage inmitten einer grünen Landschaft aus. Fast scheint es, als ob sich dies auch auf die Gärten überträgt. Die Besonderheiten mancher Gärten sind nur auf verschlungenen Pfaden zu erkunden. Und immer wieder fallen liebenswerte Details auf: In einen alten Waschkessel wachsen Kräuter, ein alter Nachttopf bietet Platz für Blumen. Neben den Gärten begegnen dem Besucher in Spiesberg immer wieder auch Tiere. Auf einem Misthaufen scharrt eine Henne mit einer Reihe von Küken, in einem Gehege äst Damwild.
Auch der Garten der Familie Schmitt kann sich über viele Besucher freuen. Es ist ein klassischer Bauerngarten, in dem auch Gemüse zur Eigenversorgung angebaut wird. Das Gärtnern jung hält, dafür dürfte das 76 und 78 Jahre alte Ehepaar ein Beweis sein. Einige Meter davon entfernt ist der Garten der Jugendgruppe "Die schlauen Kulmitzfüchse" zu sehen.
"Das Schöne an Spiesberg ist, dass das Dorf noch authentisch ist", sagt Klaus Thoms aus Burgkunstadt. "Ein schönes Dorf, das sich in die Landschaft einfügt", ergänzt seine Frau Anne.
Neben den offenen Gärten hat der Obst- und Gartenbauverein seine Gäste auch bewirtet. Agnes Weberpals jedenfalls war über das große Interesse der vielen Besucher sehr erfreut.
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