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Vier-Schicht-Rose von Concept Laser für Ilse Aigner

Hoher Besuch bei Concept Laser in Schney: Die Wirtschaftsministerin Ilse Aigner schaute sich bei einem Spitzenunternehmen im Landkreis Lichtenfels um.
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Eine aus vielen Schichten aufgebaute Rose, erinnert die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner an ihren Besuch bei Concept Laser in Schney. Mit im Bild ist (von links) HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Concept Laser Gesellschafter Frank Herzog und HWK-Präsident Thomas Zimmer.  Foto: Gerda Völk
Eine aus vielen Schichten aufgebaute Rose, erinnert die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner an ihren Besuch bei Concept Laser in Schney. Mit im Bild ist (von links) HWK-Hauptgeschäftsführer Thomas Koller, Concept Laser Gesellschafter Frank Herzog und HWK-Präsident Thomas Zimmer. Foto: Gerda Völk
Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) besuchte gestern die Firma Concept Laser in Schney. Der geschäftsführende Gesellschafter Frank Herzog stellte der Ministerin die Entwicklung des Unternehmens vor und sprach auch die Digitalisierung im ländlichen Raum und die damit verbundenen Herausforderungen an. Der Höhepunkt des Besuches war die Besichtigung des Showrooms des Unternehmens.
Dass eine Staatsministerin nach Oberfranken kommt, bezeichnete Handwerkskammer-Präsident Thomas Zimmer alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Vor dem Besuch in Schney hatte die Ministerin den Fensterbaubetrieb Aas in Bamberg besucht. Am Nachmittag stand ein Besuch der Handwerkskammer für Oberfranken in Bayreuth auf dem Programm. Die Digitalisierung sollte auch vom Handwerk als eine Chance begriffen werden, forderte Zimmer. Eine Herausforderung, die von Concept Laser schon gelebt wird.
Laut Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zeichneten sich das Handwerk und der Mittelstand dadurch aus, dass sie auf neue Entwicklungen flexibler reagieren können. "Wichtig ist, dass die Mitarbeiter auf die neuen Kompetenzen vorbereitet werden", sagte Aigner.
Concept Laser zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Industrielaseranlagen zur Fertigung von Bauteilen aus Metallpulver nach einem speziellen Schichtbauverfahren. Feines, pulverförmiges Material wird beim Lasercusing durch den Laser erhitzt und entsprechend der Form geschmolzen. Nach dem Erstarren wird eine weitere Schicht Pulver aufgetragen und erneut geschmolzen. Das Bauteil entsteht ähnlich wie ein Baumkuchen Schicht für Schicht.


Kobalt-Chrom-Legierung

Eine Technologie, die zum Fertigen von Bauteilen für die Branchen Schmuck, Medizin, Dental, Automotive, Luft- und Raumfahrt verwendet wird. Auch die Rose, die die bayerische Wirtschaftsministerin an ihren Besuch in Schney erinnern wird, entstand nach dem Prinzip. Angefertigt aus einer Kobalt-Chrom-Legierung und an einer M1-Maschine hergestellt beträgt jede einzelne Schicht gerade einmal 0,03 Millimeter. Die Gesamtbauzeit betrug rund 15 Stunden, wie Thomas Thyroff, der Leiter Benchmark erklärte.
Concept Laser beschäftigt 172 Mitarbeiter, besitzt zwei Tochterunternehmen und setzt knapp 68 Millionen um. Ein Unternehmen, das wie der geschäftsführende Gesellschafter Frank Herzog erläuterte, überdurchschnittlich stark wächst. Neuere Prognosen sagen einen Umsatz von 90 Millionen Euro voraus. Weltweit stehen 562 Anlagen aus heimischer Fertigung, davon 363 in Europa, 106 in Asien und 87 in Amerika.
Forschung und Entwicklung wird bei Concept Laser groß geschrieben. Ein Bereich, in dem über 50 Mitarbeiter beschäftigt werden. Zum Firmenkonzept gehört auch, dass alles, was das Know-how betrifft, in Lichtenfels gehalten wird. Viele der qualifizierten Mitarbeiter bildet das Unternehmen selbst aus.
Von der Politik wünscht sich Herzog, dass die Voraussetzung für die Digitalisierung des ländlichen Raumes geschaffen wird. Zwar sei Lichtenfels mit Infrastruktur gut ausgestattet, aber je weiter es Richtung Kronach oder in den Jura gehe, desto dünner werde es.
Die heimische Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) erinnerte daran, dass es ein Förderprogramm für den Breitbandausbau des ländlichen Raums gebe. Als Zukunftsvision nannte Herzog einen Ausbildungsgang für 3 D-Design und Konstruktion am Innovationszentrum in Lichtenfels. Das Design entscheide über Produktionszeit und Kosten. Am 29. Juli 2014 konnte Concept Laser in der Münchener Residenz aus der Hand der Ministerin die Auszeichnung Bayerns Best 50 entgegennehmen.


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