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Buch am Forst
Installation

Veronika Kaeppel übernimmt Pfarrstelle in Buch am Forst

Die neue Pfarrerin für Buch am Forst stammt aus einer unterfränkischen "Theologen Dynastie".
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Pfarrerin Veronika Kaeppel wird am Sonntag in ihr Amt in Buch am Forst eingeführt.  Foto: Andreas Riedel
Pfarrerin Veronika Kaeppel wird am Sonntag in ihr Amt in Buch am Forst eingeführt. Foto: Andreas Riedel
Am morgigen Sonntag wird in Buch am Forst eine neue Pfarrerin eingeführt. Die halbe Pfarrstelle wird von Pfarrerin Veronika Kaeppel besetzt. Die Installation in der Maria-Magdalena-Kirche erfolgt in einem festlichen Gottesdienst um 14 Uhr durch die stellvertretende Dekanin Anne Salzbrenner. Anschließend findet ein Empfang im Bucher Gemeindehaus statt. Hier ist Gelegenheit für Grußworte und zur persönlichen Begegnung mit Pfarrerin Veronika Kaeppel.
Sie ist in einem Pfarrhaus in Unterfranken aufgewachsen. Ihr Vater war 22 Jahre Pfarrer in Ochsenfurt, bevor er für die letzten Dienstjahre nach Würzburg wechselte. Dort leben ihre Eltern nach wie vor. Ihre Mutter ist eine ausgebildete Volksschullehrerin, hat aber wegen den Kindern ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben. Erst später hat sie als Organistin gearbeitet und dann wieder angefangen, Religionsunterricht an der Grundschule und der Walddorfschule zu geben. Aufgewachsen ist Pfarrerin Kaeppel mit zwei Geschwistern, eine ältere Schwester und dem jüngeren Bruder. Ihre Schwester, lebt mit ihrem Mann und Tochter in Berlin. Beide sind ausgebildete Opernsänger. Ihr Bruder, ebenfalls Pfarrer, seit September in Happurg, lebt mit Frau und zwei Söhnen in Happurg bei Hersbruck.
Während der Schulzeit war Veronika Kaeppel als Stipendiatin des Deutschen Bundestages i als Schülerin für ein Jahr in den Vereinigten Staaten von Amerika in Wichita, Kansas. Sie lebte dort bei einer Gastfamilie und besuchte die Highschool. Ihr Leben war sehr von der Musik geprägt. Schon als Kind hat sie angefangen, Klavier zu spielen. Vor allem die Klavierbegleitung hat sie gerne gemacht. So hat sie vor allem ihre Schwester (Violine und Gesang) auf dem Klavier bei Konzerten und Wettbewerben begleitet, aber auch andere Musiker. Mehrere Rundfunkaufnahmen wurden gemacht.


Musikwissenschaft studiert

Nach dem Abitur am musischen Gymnasium in Ochsenfurt hat sie zunächst angefangen, Musikwissenschaften zu studieren. Ihr Traum war es, eine eigene Künstleragentur aufzumachen. Allerdings merkte sie sehr schnell, dass dieser Studiengang nicht das Richtige für sie war. Daher suchte sie nach einer Alternative. Dabei kam die Theologie in ihr Blickfeld. Dabei hat sie sich nie vorstellen können, einmal als Pfarrerin zu arbeiten. Da sie aus einer "Theologen Dynastie" kommt, wurde sie öfters gefragt, ob sie nicht mal in die Fußstapfen ihres Vaters treten würde. Dies hat sie stets vehement verneint. Unter anderem durch Dietrich Bonhoeffer, dessen unerschütterliche Glaube und Vertrauen auf Gott, Veronika Kaeppel beeindruckt hat, hat dazu geführt, dass sie dann doch in Neuendettelsau und Erlangen Theologie zu studieren begann. Nebenbei belegte sie in Erlangen noch Christliche Publizistik.
Als freie Mitarbeiterin hat sie für die Würzburger Mediengruppe Mainpost gearbeitet, zum Beispiel Konzertrezensionen für den Kulturteil im Ochsenfurt er Lokalteil und für das Evangelische Sonntagsblatt geschrieben. Im Praxisjahr, das Theologiestudierende zu ihrer Studienzeit noch machen mussten, absolvierte sie Praktika in Hamburg bei Bibel TV und Bild-Zeitung in der Politik- und Wirtschaftsredaktion der Bundesausgabe.
Für journalistische Tätigkeiten hatte sie in den letzten Jahren nicht viel Zeit. Sie verfasst und spricht lediglich seit Jahren regelmäßig Radioandachten. Ihr Vikariat hat die junge Geistliche in Nürnberg St. Johannis absolviert. Danach wollte sie eigentlich für drei Jahre als Pfarrerin nach Bristol in England. Das hat dann kurzfristig nicht geklappt, und so kam sie im September 2013 nach Neustadt an der Aisch.
Dort war sie auf der vierten Pfarrstelle tätig und legte neben der normalen Gemeindearbeit einen Arbeitsschwerpunkt auf der Arbeit mit Kindern. Das war zunächst völliges Neuland für sie. Aber es hat ihr richtig Spaß gemacht. Jetzt freut sich die Pfarrerin auf ihre neuen Aufgaben in Buch am Forst. "Auf die Begegnungen, Gespräche, die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen und Erfahrungen, die ich dort sammeln möchte", sagte sie unserer Zeitung.
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