Lichtenfels
Großereignis

Vereine präsentieren sich beim Kreisjugendfest in Lichtenfels

Das Kreisjugendfest im Herzen der Stadt Lichtenfels kam am Sonntag sehr gut bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei vielen Erwachsenen an. Zahlreiche Vereine und Gruppen beteiligten sich daran.
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Alle ran an die Luftgitarre: Organisator Stefan Beier gewann die Wette, die er mit dem Fränkischen Tag zum Kreisjugendfest eingegangen war - und holte zehn Mitstreiter auf die Bühne, die "Highway to hell" von AC/DC anstimmten - live. Foto: Thomas Kraus
Alle ran an die Luftgitarre: Organisator Stefan Beier gewann die Wette, die er mit dem Fränkischen Tag zum Kreisjugendfest eingegangen war - und holte zehn Mitstreiter auf die Bühne, die "Highway to hell" von AC/DC anstimmten - live. Foto: Thomas Kraus
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Der Himmel meinte es gut mit dem Kreisjugendfest. Zahlreiche Besucher erlebten ein Fest, das den vielen Besuchern einen Einblick in die Angebotsvielfalt heimischer Vereine und Verbände gab. Der Himmel meinte es gut mit dem Kreisjugendfest. Und Stefan Beier von CFB, der zu den Mitorganisatoren gehörte, musste den Marktplatz danach nicht allein fegen. Denn er holte zehn Mitstreiter auf die Bühne, die mit ihm am frühen Abend "Highway to hell" mit der Luftgitarre spielten - und so bekam der Kreisjugendring 500 Euro für seine Projekte aus Mitteln von "Franken helfen Franken", der Spendenorganisation der Mediengruppe Oberfranken.

Schon der Auftakt gestaltete sich vielversprechend. Landrat Christian Meißner (CSU) fand es "einfach großartig", dass diesmal die Veranstaltung im Herzen der Stadt Lichtenfels stattfand. Er würdigte die Jugendarbeit in den Vereinen und Verbänden und erinnerte daran, dass diese auch viel zur Stabilität von Jugendlichen beitragen können.

Nach Michelau (2007), Bad Staffelstein (2009) und Redwitz (2001) war es für Frank Rubner, den Vorsitzenden des Kreisjugendringes, das letzte Kreisjugendfest seiner Amtszeit, die am 5. Mai 2014 endet. Deshalb war es sein größter Wunsch, dass sein letztes Fest in der Kreisstadt stattfindet. "Und zwar mitten auf dem Marktplatz", sagt Rubner. Ein Wunsch, der ihm seitens der Stadt auch füllt wurde. "Die Stadt stand von Anfang an hinter dem Vorhaben und hat alle Wege geebnet".

Das Kreisjugendfest findet alle zwei Jahr statt. Es bietet den in der Jugendarbeit engagierten Vereinen und Verbänden die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen, weil darunter auch welche sind, die nicht so im Fokus der Öffentlichkeit stehen, erklärt Rubner. Vereine, die nicht täglich im Fernsehen zu sehen sind, wie Angler, Kaninchenzüchter oder Modellflieger. In diesem Jahr stellten 31 Teilnehmer ihr vielfältiges Angebot vor. Neben den Rettungsorganisationen waren auch Sportvereine, Tierfreunde, die Feuerwehrjugend, die Schützen, die Verkehrskadetten, die "Naturfreunde" sowie die Kommunale Jugendarbeit, der Kreisjugendring und das Jugendzentrum vertreten.

Zentrale Lage bringt viele Gäste

Die zentrale Lage mitten in der Korbstadt zog auch jene Besucher an, die normalerweise nicht zur Zielgruppe der Jugendarbeit gehören, die sich aber gern über das Angebot informierten. Etwa zufällig vorbeikommende Besucher der Stadt. Auch das Wetter trug zum Gelingen des Festes bei. Am Nachmittag waren viele Menschen am Marktplatz unterwegs.
Das Angebot der im Kreisjugendring organisierten Vereine und Verbände war breit gefächert und bot für jede Altersgruppe etwas.
"Es gibt Jugendgruppen, die mit Tieren verbunden sind", erklärt Anne Fischer vom Kleintierzuchtverein Hochstadt. Sachsengold heißt eine Kaninchenrasse, eine andere Mecklenburger Schecke. Es sind beileibe nicht nur Kinder und Jugendliche, die vor den transportablen Kaninchenställen stehenbleiben. "Auch viele Erwachsene sind an unseren Angebot interessiert", berichtet Anne Fischer, die gleichzeitig stellvertretende Kreisjugendleiterin ist. Immer wieder muss sie eines der Kaninchen aus der Umzäunung holen, damit ein Kleinkind es streicheln kann. Einige Meter weiter hat der "Treffpunkt Hund" Michelau seinen Parcours aufgebaut. Die Hundefreunde zeigen einen Ausschnitt aus ihrer Vereinsarbeit.
Ein richtiges Camp haben die Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aufgebaut. Eine alte, umgewandelte Waschmaschinen-Trommel dient als Feuerstelle. Nicht weil es so kalt wäre, sondern zum Backen von Stockbrot. Bei den Pfadfindern haben interessierte Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, Pfadfindertechniken kennenzulernen. "Wir zeigen interessierten Jugendlichen, welche Knoten bei den Pfadfindern gebraucht werden", erklärt Heike Leipold. Diese Knoten durften dann, auf ein Brett genagelt, als Andenken mit nach Hause genommen werden.
"Es ist toll, dass das Kreisjugendfest diesmal mitten in der Stadt ist und nicht außerhalb, auf einem Sportplatz", freut sich Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke. Das Angebot der evangelischen Jugend, ein Bilder-Memory, sprach junge Besucher wie auch ihre Eltern an. "Meistens spielen Kinder gegen ihre Eltern", lautete Babuckes Erfahrungen. "Erstaunlich ist nur, dass die Kinder stärker als die Eltern sind."
Die Bilder zeigten Veranstaltungen der Dekanatsjugend aus den letzten Monaten. Die Jugendkontaktbeamtin der Polizei, Heidi Hansen, hat diesmal die Kinder und Jugendlichen auf eine Schatzsuche (Geocaching) durch das Stadtgebiet geschickt. Auch die Feuerwehr und die Wasserwacht waren mit verschiedenen Einsatzfahrzeugen, Gerätschaften und Aktionen vertreten.
Die Ringer zeigten am Vormittag eine praktische Vorführung und der Kinderchor der Mistelfelder Spatzen erfreute mit einem kleinen Ständchen. Doch das waren nur einige der vielfältigen Aktivitäten.
Prominentester Besucher an diesem Nachmittag war Matthias Fack, der Präsident des Kreisjugendrings. Fack würdigte die Arbeit, die in den Vereinen und Verbänden geleistet wird.


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