Es war wohl ein sehr grobes Foul , das sich in der Nachspielzeit eines D-Schüler-Fussballspieles zwischen dem Torhüter und einem gegnerischen Spieler ereignete. Aber was sich danach abspielte, war ebenso wenig vorbildlich: Der Vater des verletzen Torhüters rannte aufs Spielfeld und attackierte den zwölfjährigen Gegenspieler. Als der Betreuer der gegnerischen Mannschaft, ein 45-Jähriger aus Grub am Forst, den Vater (44) zurückhalten wollte, gerieten die beiden verbal aneinander. Die Lebensgefährtin des Betreuers, eine 35-jährige Italienerin, versuchte ebenfalls zu vermitteln. Allerdings ließ sich der Mann aus Lichtenfels zu einem Tritt gegen die Frau hinreißen, wodurch sie eine Prellung am rechten Arm erlitt und sich im Krankenhaus behandeln ließ. Als sich die Gemüter beruhigt hatten, erklärte der Vater des schwer verletzten 11-jährigen Jungen, dass er sich bei der getretenen Frau entschuldigen wolle. Der junge Torwart musste wegen eines doppelten Kieferbruches in einem Krankenhaus in Erlangen operiert werden. Vor diesem Hintergrund erachtete die Lichtenfelser Polizei das Spielergebnis von 4:1 als nebensächlich.