Redwitz
Umwelt

Unter Opas Apfelbaum in Redwitz träumen

In diesem Garten gibt es alles außer Gift. Naturbelassen ist das üppige Paradies, das die Schmidts in Redwitz geschaffen haben.
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Die Kletterrose "Kiftsgate" fällt nicht allein durch ihre Pracht ins Auge.  Foto: Thomas Micheel
Die Kletterrose "Kiftsgate" fällt nicht allein durch ihre Pracht ins Auge. Foto: Thomas Micheel
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"Der Garten ist unser Lieblingsort und nimmt einen großen Teil unseres Lebens ein", erzählen Helmut und Kerstin Schmidt. Der naturnahe, erlebnisreiche Garten in der Unterlangenstadter Straße 27 verzückt seinen Gast mit einer großen Artenvielfalt, einem Nutzgarten mit alten Gemüsesorten, altem Apfelbaumbestand sowie Bienenhaltung.

Herzstück und Ideengeberin ist Kerstin Schmidt. Für die praktische Umsetzung und die Gestaltung ist Ehemann Helmut zuständig. Dazu zählt für ihn auch , Industriedenkmäler zu sammeln und sie geschickt im Vorgarten zu platzieren. "Alles ist in Eigenleistung erstellt", verkünden sie zu recht mit Stolz bei einem weiten Blick über den Garten.

Als wichtigsten Aspekt sehen sie, ihren Garten ökologisch sauber zu halten. Ziel ist die Artenvielfalt heimischer Tiere zu erhalten. Überall im Garten summt und schwirrt es.
Das ist genau das, was die Gartler, die sich der Bienenhaltung und Imkerei verschrieben haben, erreichen wollten. "Damit die Bienen ganzjährig Nahrung finden ist es wichtig, dass die Pflanzen im Jahresablauf gestaffelt kommen", erläutert Kerstin Schmidt.
Bis zu zehn Völker werden bewirtschaftet. Dazu kommen Hummeln und Wildbienen. Jede Menge Nistkästen sind angebracht und an die 20 Vogelarten bezeugen, dass auch sie den Garten der Schmidts toll finden. Weitere Gäste sind Igel, Zauneidechsen und Libellen.

Von Bedeutung ist für beide Gartenfreunde die Regenwassernutzung. Dazu gehört der Teich, der zudem als Wasserreservoir für jegliches Leben genutzt wird. Gespeist wird er über einen Bachlauf vom Dach des Freisitzes.
"Die Obstbäume sind alle Altbestand, die bereits von den Großeltern gepflanzt wurden", informieren sie. Großes Augenmerk legen sie auf die Erhaltung alter Obstsorten. So trägt der Versuchsapfelbaum vom Opa neun verschiedene Sorten. Aber auch alte Sorten von Kartoffeln und Tomaten finden sich im Nutzgarten wieder. Dieser macht circa ein Viertel des gesamten Gartens aus und man findet dort zudem Gemüse und Kräuter, die nicht alltäglich schmecken.

Bei der Gestaltung des Gartens wird großer Wert darauf gelegt mit gebrauchten Baustoffen wie Holz, Steine, alte Bretter oder Ziegeln zu arbeiten und diese zu integrieren. "Es muss nicht alles fertig von der Stange sein", ist der gelernte Werkzeugmacher überzeugt. Vor allem werde das selbst Geschaffene mehr geschätzt.


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