Lichtenfels
Lernen

Schüler erforschen Tierschutz in der Bio-Landwirtschaft

Schüler des Meranier-Gymnasiums beschäftigten sich mit Tierschutz in Deutschland und den drei englischsprachigen Lichtenfelser Partnerstädten.
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Tierschutz in der biologischen Landwirtschaft war ein Schwerpunktthema im P-Seminar der Gymnasiasten. Auf dem Foto sind Ferkel zu sehen, die sich in artgerechter Haltung ihres Lebens freuen können. Foto: Archiv
Tierschutz in der biologischen Landwirtschaft war ein Schwerpunktthema im P-Seminar der Gymnasiasten. Auf dem Foto sind Ferkel zu sehen, die sich in artgerechter Haltung ihres Lebens freuen können. Foto: Archiv
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Viel haben die Schüler des P-Seminars über Tierschutz im Landkreis Lichtenfels und in den englischsprachigen Partnerstädten gelernt. Vor allem viel, was über Fakten hinausgeht. Sie haben gelernt, Fragen zu stellen und selbständig nach Antworten zu suchen, sich ein eigenes Bild von der Welt zu machen. Das Albert-Schweitzer-Zitat, das ihnen als Leitlinie diente, ist daher gut gewählt: "Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit".
Im Seminar galt es, nicht nur in Deutschland nach Antworten zu suchen, sondern auch in den Partnerstädten Vandalia in den USA, Prestwick in Großbritannien und Shannon in Irland, schließlich fand das P-Seminar im Leitfach Englisch statt.


Suche nach Informanten

Ansprechpartner zu finden war in den USA und Großbritannien nicht ganz einfach, wie die Schüler erzählten, vor allem hätten ihnen private Kontakte weitergeholfen. Sie beschäftigten sich vor allem mit ökologischer Landwirtschaft, besonders Milchviehwirtschaft, Konsumverhalten und der Situation von Tieren in Tierheimen und Privathaushalten.
Die Schüler suchten nach Informationen, baten um Stellungnahmen, führten Gespräche und entwickelten Umfragen.
Nebenbei machten sie neue Erfahrungen: "Ich dachte, dass Politiker unnahbar sind. Ich habe nicht erwartet, dass sie mir helfen. Ich war positiv überrascht", erzählte eine Schülerin bei ihrer Präsentation. Politiker waren befragt worden, um den Standpunkt verschiedener Parteien zu erfahren.


Praktische Erfahrungen

Teilnehmer des P-Seminars halfen im Tierheim Lichtenfels mit, machten im Fachmarktzentrum als Giraffe, Zebra & Co. verkleidet eine Umfrage bei Passanten, schauten sich auf einem Biohof um und besuchten eine Grundschulklasse in Ebensfeld, um mit den Kindern dort über Tierschutz zu sprechen. Sie machten sich kundig über Tierschutzorganisationen und -aktionen in den verschiedenen Ländern, darunter "Pro Animale" "Kuh+Du-Kampagne" und Peta USA. Viele Informationen galt es, zu verarbeiten, aber auch, sich ein eigenes Bild vom Tierschutz in den jeweiligen Ländern zu machen und aus den Erfahrungen zu lernen.
Der Tag im Tierheim hat einen positiven Eindruck hinterlassen: "Die Tiere waren ziemlich freundlich." Manche Erkenntnisse seien überraschend gewesen, erklärten einige Schüler, zum Beispiel als ihnen der Widerspruch zwischen einem Parteiprogramm und der Entscheidung einer Partei bei der Gesetzgebung auffiel oder sie ein Missverhältnis entdeckten, was die Antworten über den Konsum von Bio-Produkten und den tatsächlichen Umsatz im Einzelhandel anbelangte.


Geht jeden an

"Jeder kann seinen Beitrag leisten", brachte es eine der Schülerinnen auf den Punkt. Das große Engagement der Schüler dürfte ganz im Sinne von Lehrerin Christine Peter sein: "Das Thema habe ich ausgesucht, weil mir Tierschutz am Herzen liegt und es ganz gut ist, über den Tellerrand von Deutschland hinauszuschauen."
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