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Bad Staffelstein
Mediation

Staffelsteiner Schüler lernen in Pilotprojekt gegenseitige Toleranz

Mit dem Projekt "Wohlfühlreise" startete die Offene Ganztagsschule eine Aktion für mehr Toleranz unter Schülern mit Migrationshintergrund. Dabei ging Pädagogin Monika Poglitsch mit viel Ideenreichtum und Interaktivität vor.
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Praktikantin Amelie Zillig (Dritte von rechts) hilft den Schülern bei der Frage, welche Lebensmittel gesund sind oder nicht. Fotos: Teresa Hirschberg
Praktikantin Amelie Zillig (Dritte von rechts) hilft den Schülern bei der Frage, welche Lebensmittel gesund sind oder nicht. Fotos: Teresa Hirschberg
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Ein böses Wort ist schnell gesagt. Das weiß Sozialpädagogin Monika Poglitsch nur zu gut, weshalb sie im März dieses Jahres das Pilot-Projekt "Wohlfühlreise" an der Offenen Ganztagsschule (OGS) der Adam-Riese-Mittelschule startete.Anlass für diese Aktion seien Beleidigungen zwischen Schülern gewesen, die auf die jeweilige ethnische Herkunft abzielten.

Meditation mit Schokolade

"Wir wollen, dass alle Schüler gut miteinander umgehen", erklärt Monika Poglitsch zur Intention des Projektes. "Da in diesem Jahr besonders viele Fünftklässler die Offene Ganztagsschule besuchen, müssen wir sichergehen, dass die älteren Jugendlichen auch eine gute Vorbildfunktion inne haben."

Gemeinsam mit Sozialpädagogin Andrea Zellmer besprachen sie in der Gruppe die Themen Toleranz, Selbstbewusstsein oder den richtigen Umgang mit Gefühlen. Daneben übten sie mit Fitnesstrainer Stefan Lut hardt Selbstverteidigungstechniken oder lernten bei einer Schokoladen-Meditation, Alltagsstress auszublenden und Kleinigkeiten wieder richtig zu genießen.

Auch Essen war Thema

Als Abschluss und Evaluation des Projektes trafen sich die Gruppenteilnehmer aus den sechsten, achten und neunten Klassen, um die bisher erzielten Ergebnisse zusammenzufassen.
Außerdem stand diesmal das Thema ausgewogene und gesunde Ernährung auf dem Programm: Mit der Unterstützung von Praktikantin Amelie Zillig ordneten die Schüler verschiedene Speisen den Abschnitten der Lebensmittelpyramide zu und diskutierten eifrig über Nährwertgehalte und richtige Portionsgrößen.

Ein Abenteuer zum Schluss

Dabei entstanden auch gleich Ideen für gemeinsame Kochkurse und die Zubereitung gesunder Menüs - vor allem mit Zutaten, deren Erwähnung bei den Schülern bisher noch große Fragezeichen hinterließen. Für die letzten Wochen des verbliebenen Schuljahres hat Sozialpädagogin Monika Poglitsch schon gut vorgesorgt: Geplant ist zum einen ein gemeinsamer Besuch der schulischen Theateraufführung, nach der die Mitwirkenden der Theater-AG sowie die Schüler der OGS in der Adam-Riese-Schule übernachten können.

Außerdem steht Mitte Juli eine Floßfahrt auf dem Main unter der Betreuung des Erlebnispädagogen Ronny Fleck an. Hierbei sollen die Teilnehmer ihr Transportmittel zunächst selbst zusammenbauen, um dann möglichst unfallfrei von Unnersdorf nach Wiesen zu schippern - ein Abenteuer, bei dem noch einmal gute Zusammenarbeit und Teamgeist gefordert sind.

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