Laden...
Lichtenfels
Bewerbungsfrist

Stadt sucht Pächter für neue Weihnachtshütte

Ein Blockhaus, gefertigt vom Bauhof, wird heuer auf dem Weihnachtsmarkt das Veranstaltungszelt "Advend-Hüddn" ersetzen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die "Advend-Hüddn" auf dem Lichtenfelser Marktplatz wird durch ein Blockhaus ersetzt. Foto: privat
Die "Advend-Hüddn" auf dem Lichtenfelser Marktplatz wird durch ein Blockhaus ersetzt. Foto: privat
Aus dem Brauerei-Zelt "Advend-Hüddn" wird ein solides Blockhaus, das dazu beitragen soll, den Lichtenfelser Weihnachtsmarkt aufzuwerten. Den Beschluss dazu hat der Stadtentwicklungsausschuss schon im November gefasst. Jetzt läuft die Ausschreibung für die Verpachtung des Gastronomiebetriebes in dieser neuen, 73 Quadratmeter großen "Weihnachtshütte". Am 3. März endet die Abgabefrist für Bewerbungen.

Rund 40 000 Euro investiert die Stadt in das Blockhaus, etwa die Hälfte davon sind Materialkosten, die andere Hälfte entspricht dem Lohn der Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Ein hölzernes Häuschen würde ein schöneres Ambiente vermitteln als das bisherige - wenn auch weihnachtlich dekorierte - Brauereizelt, so die Auffassung der Verantwortlichen der Stadt. Citymanager Steffen Hofmann legte dar, dass der Weihnachtsmarkt einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt darstelle.


Pavillon war 2016 neu

Hölzerne Unterstände und 2016 ein neuer Pavillon waren die jüngsten Ergänzungen, die zum Aufenthalt einluden. Als Herr über das Marktgeschehen und Grundeigentümer behält sich die Stadt in der betreffenden Satzung ausdrücklich die Aufteilung der Flächen und Platzgestaltung vor. Von dem künftigen Pächter erwartet sie ein vielfältiges und passendes Kulturprogramm während der etwa vier Wochen im Advent und entsprechende Referenzen sowie ein ansprechendes Angebot an Speisen und Getränken - und zehn Prozent des Umsatzes. Außerdem hat dieser Nebenkosten, etwa für die Heizung mit Elektro-Öfen, zu tragen. 70 Leute sollen in der mit Rollstuhlrampe, Podium, festem Boden, Einrichtung und Schankanlage ausgestatteten Holzhütte Platz finden.
Die Idee zu vorweihnachtlichen Veranstaltungen in entsprechendem Ambiente stammt nicht aus dem Kreis der Stadträte, sondern vom bisherigen Betreiber der "Advend-Hüddn", Uwe Held. Der Inhaber des Eiscafés am Markt hatte nach einer verregneten Vorweihnachtszeit 2011 Überlegungen angestellt, wie man Besuchern auch bei solchem Wetter etwas bieten könnte. In dem Zelt, zwischenzeitlich mit einer Heizmöglichkeit, organisierte er u. a. Live- und DJ-Musik, Lesungen oder holte heimische Vereine mit ins Boot, damit diese das kulturelle Angebot bereichern konnten. Regelmäßig wurde von dem Erlös auch ein guter Zweck bedacht. Zum fünften Mal gab es die Zelt-Hütte nun schon.

Für diese Initiative, sein bisheriges Engagement und das gut durchdachte Konzept wurde das Ehepaar Held in der entscheidenden Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft im November 2016 auch ausdrücklich gewürdigt.


Den Ideengeber gewürdigt

Stadtrat Georg Meißner hatte eben diese Würdigung angestoßen und vor dem Hintergrund, dass der Ideengeber sich künftig bei der Stadt bewerben müsste, gegen das Vorhaben gestimmt. Eine weitere Gegenstimme gab es, doch setzte sich die Mehrheit mit acht Stimmen durch.

Vor einigen Wochen forderte die Stadt Lichtenfels nun offiziell "fachkundige Interessenten" in einer Annonce dazu auf, sich als Pächter der Weihnachtshütte zu bewerben. Die Details zu den Erwartungen kann man auf ihrer Homepage (www.lichtenfels.de/weihnachtshuette) nachlesen.

Auf Nachfrage dieser Zeitung zu der Vorgehensweise wurde seitens der Stadt betont, dass die Ausschreibung im Sinne der Gleichbehandlung geschehe und der bisherige Pächter sehr gute Chancen habe. Uwe Held mochte dazu nichts sagen - bis auf die Bestätigung, dass er sich bewerben wolle.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren