Ebensfeld
Unfallserie

Sechs Verletzte bei vier schweren Unfällen

Auf der A73 zwischen Ebensfeld und Zapfendorf wurden am Freitag und Samstag bei vier Unfällen zwei Menschen schwer und vier leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden an Fahrzeugen und Leitplanken auf 44.000 Euro.
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Mit dem Rettungshubschrauber wurde ein 55-jähriger Mann mit schweren Kopfverletzungen am Samstag eine Spezialklinik nach Erlangen geflogen, nachdem er auf der A 73 zwischen Ebensfeld und Zapfendorf verunglückt war. Fotos: Frank Spitzenpfeil
Mit dem Rettungshubschrauber wurde ein 55-jähriger Mann mit schweren Kopfverletzungen am Samstag eine Spezialklinik nach Erlangen geflogen, nachdem er auf der A 73 zwischen Ebensfeld und Zapfendorf verunglückt war. Fotos: Frank Spitzenpfeil
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Zu einer Serie von Unfällen kam es am Freitag und Samstag auf der A73 bei Ebensfeld. Der schwerste Unfall, ein Überschlag, passierte am Samstagmittag. Dabei wurde ein 55-jähriger Mann lebensgefährlich verletzt.

Ein 55-Jähriger aus dem Kreis Lichtenfels war mit seinem Minivan gegen 13.30 Uhr in Richtung Bamberg unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache in Höhe der Anschlussstelle Ebensfeld auf den linken Fahrstreifen geriet. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Ford eines 52-Jährigen, der sich von hinten mit hoher Geschwindigkeit näherte. Durch den Anprall geriet der Minivan ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Der Fahrer wurde mit schweren Kopfverletzungen durch vorbildlich agierende Ersthelfer aus seinem Auto befreit. Mit einem Rettungshubschrauber wurde er in eine Spezialklinik nach Erlangen geflogen. Sein zweijähriger Sohn, der im Auto mitfuhr und im Kindersitz gesichert war, wurde leicht verletzt und kam zur Beobachtung in eine Kinderklinik. Der andere Unfallbeteiligte blieb unverletzt.

An den Fahrzeugen entstand Schaden von etwa 20.000 Euro. Zur Klärung der Unfallursache zog die Polizei,nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, einen Sachverständigen hinzu. Außerdem sucht die Verkehrspolizei Coburg Unfallzeugen (09561/645-210).

Die A73 blieb während der Unfallaufnahme in Richtung Süden für etwa drei Stunden gesperrt. Unverletzt blieb hingegen eine 29-Jährige bei einem Verkehrsunfall, der sich am Freitag, gegen 11.20 Uhr, auf der A73 Höhe der Anschlussstelle Ebensfeld ereignete. Die Frau war mit ihrem Fiat Punto auf der linken Spur in Richtung Bamberg unterwegs und musste, ihren Angaben zufolge, einem anderen Auto ausweichen, das hinter einem Sattelzug her fuhr und unvermittelt von der rechten auf die linke Spur zog. Im weiteren Verlauf prallte der Fiat gegen den Sattelzug und blieb auf der linken Spur liegen. Der Unfallverursacher setzte seine Fahrt ohne anzuhalten in Richtung Bamberg fort. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich nach Schätzung der Polizei auf etwa 7500 Euro. Zeugen werden gebeten sich mit der Verkehrspolizei Coburg in Verbindung zu setzen.

Auto prallt gegen Lastzug

Zwei Leichtverletzte und fast 8000 Euro Schaden forderte ein weiterer Verkehrsunfall am Freitagmittag auf der A73 im Bereich der Anschlussstelle Ebensfeld. Ein 61-Jähriger war mit einer Sattelzugmaschine in Richtung Lichtenfels unterwegs und wollte ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen. Beim Ausscheren übersah er einen Citroen, der sich bereits auf Höhe der Hinterachse seines Lastzugs befand und gerade vorbeifahren wollte.

Der Pkw prallte zunächst gegen die Sattelzugmaschine, kippte auf die Fahrerseite und wurde etliche Meter von dem bremsenden Lkw mitgeschleift, bevor er total beschädigt liegen blieb. Der 61 Jahre alte Autofahrer wurde nach notärztlicher Erstversorgung ins Klinikum Lichtenfels eingeliefert, konnte aber nach ambulanter Behandlung entlassen werden. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock und wurde vor Ort ärztlich versorgt.

Das Stauende zu spät erkannt

Einen Schwer- und eine Leichtverletzte forderte ein Verkehrsunfall am Freitagnachmittag auf der A73, zwischen den Anschlussstellen Zapfendorf und Ebensfeld. Kurz nach der Leiterbachtalbrücke hatte sich aufgrund eines anderen Unfalls bei Ebensfeld ein Rückstau gebildet. Ein 82-Jähriger aus Thüringen erkannte diese Situation offenbar zu spät. Beim Ausweichmanöver touchierte sein Opel Astra zunächst einen Audi A3, stieß dann gegen einen VW Golf und krachte schließlich in das Heck eines Citroen.

Dabei erlitt der Unfallverursacher eine Fraktur des rechten Arms und ein schweres Schleudertrauma. Er wurde ins Klinikum Lichtenfels eingeliefert. Die Beifahrerin des VW Golf wurde leicht verletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Angaben der Polizei auf etwa 8500 Euro.
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