Schwabthal
Frauenfußball

Schwabthalerinnen fiebern bei der Frauen-WM in Kanada mit

Die Weltmeisterschaft der Damen in Kanada - dieses Großereignis wollen sich derzeit auch vier Fußballerinnen des Schwabthaler SV nicht entgehen lassen. Und sie sind dabei näher an den Stars dran, als sie es sich zuvor je hätten träumen lassen.
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Bild mit Nationalspielerin Melanie Behringer (von links): Stefanie Schaller, Theresia Vogt, Melanie Behringer, Katrin Dillinger, Maria Vogt
Bild mit Nationalspielerin Melanie Behringer (von links): Stefanie Schaller, Theresia Vogt, Melanie Behringer, Katrin Dillinger, Maria Vogt
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Als bekannt wurde, dass die Frauenfußball-WM in Kanada stattfindet, stand das Reiseziel für Theresia Vogt (Trainerin der Damenmannschaft des Schwabthaler Sportvereins) für 2015 schon fest.

Jetzt mussten nur noch Mitreisende gefunden werden, was bei einer Frauenfußballmannschaft kein Problem sein sollte. Es fanden sich ziemlich schnell drei weitere Fußballfreundinnen und die Reisegruppe mit Stefanie Schaller, Katrin Dillinger, Maria Vogt und Theresia Vogt stand fest, die Reisevorbereitungen konnten beginnen. "Wir waren uns einig, dass die Deutschen Frauen Gruppenerster werden und wir uns das erste Achtelfinalspiel in Ottawa anschauen können", berichtet Theresia Vogt. Natürlich durften auch Finaltickets nicht fehlen. Los ging es am 19. Juni mit dem Flug von Frankfurt nach Montreal. Nach kurzem Aufenthalt in Montreal ging es am 20. Juni nach Ottawa zum Achtelfinalspiel Deutschland gegen Schweden.

Der Trainerin Glück gewünscht

"Das erste Highlight hatten wir bereits am Hotel der deutschen Frauen, das wir zufällig bei unserer Sightseeing-Tour durch Ottawa entdeckt haben", erinnert sich Vogt. "Als wir an den vor dem Hotel parkenden Fifa-Bussen vorbei gelaufen sind, konnten wir eins und eins zusammenzählen und warteten bis das deutsche Team Richtung Stadion aufbrach." Die Fußballerinnen konnten Silvia Neid persönlich viel Glück wünschen und auch Doris Fitschen hat sich mit ihnen unterhalten. Die Spielerinnen selbst waren auf das Spiel fokussiert, begrüßten die Fans aber sehr freundlich. Für einen späteren Beitrag auf DFB-TV über die Fanunterstützung vor Ort in Kanada wurden die Schwabthalerinnen gefilmt. Und sogar eine Bild-Online-Reporterin wurde auf die Fränkinnen aufmerksam - was bundesweite Medienpräsenz garantierte.

Autogramme von Spielerinnen

"Die Stimmung im Stadion war überragend und wir sind uns alle einig, dass wir das beste Spiel der deutschen Frauen bei der WM gesehen haben", sagt Theresia Vogt. Das Spiel habe gezeigt, auf welch hohem Niveau sich der Frauenfußball mittlerweile befindet. Anders als beim Männerfußball ist die Nähe zu den Spielerinnen selbst, die nach dem Spiel zu den Fans kamen und Autogramme gaben (Annike Krahn und Saskia Bartusiak).

Am Abend setzten die Fans ihre Sightseeing-Tour fort und trafen dabei auf Melanie Behringer. Gerne kam auch sie dem Wunsch nach einem Foto nach. Und das Glück hielt auch am nächsten Tag an: Zufällig übernachtete Andrea Nuszkowski (Funktionärin beim Hamburger Fußballverband) und ihr Mann Jörg im gleichen Hotel. Die beiden sind mit Ulli Ballweg, der Co-Trainerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, befreundet und boten an, die Trikots der Schwabthalerinnen mit zum Team-Hotel zu nehmen und dort von der Mannschaft unterschreiben zu lassen - diese Geschichte schaffte es sogar in die Tagesschau.

Amis in der Mehrheit

Nach einer Rundreise durch den Algonquin-Nationalpark verfolgte die Gruppe das spannende Viertelfinale gegen Frankreich in einer Sportsbar in Toronto. Das Halbfinalspiel USA gegen Deutschland gab es in Jasper im Brew-Pub zu sehen, als Deutschland-Fans waren sie dabei deutlich in der Minderheit: sechs deutsche Fans standen 100 US-Fans gegenüber. Die Frauenfußball-Begeisterung der Amerikaner war deutlich im Raum zu spüren.

"Achterbahn der Gefühle"

"Das Spiel erlebten wir als eine Achterbahn der Gefühle. Am Ende hat es leider nicht ganz für den Einzug ins Finale unserer deutschen Frauen gereicht, was wir persönlich sehr schade finden, da wir sie gerne im Finalspiel live im Stadion gesehen hätten" sagt Theresia Vogt. "Dennoch werden wir mit den US-Soccer-Girls sicherlich ein stimmungsvolles Finalspiel gegen den amtierenden Weltmeister Japan sehen."

Die Fußballerinnen werden die restlichen Tage in Kanada beim Wandern, Kanufahren und Baden genießen. "Wir freuen uns auf das Finale und drücken den deutschen Frauen die Daumen für das Spiel um den dritten Platz. Wir werden viele unvergessliche Momente in Erinnerung behalten und auch für unsere Mannschaft und den Schwabthaler Sportverein hat sich die Reise sicherlich gelohnt."

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