Altenkunstadt
Bildung

Schulverband Altenkunstadt bekommt Zuwachs

Der demografische Wandel setzt den Schulen ganz schön zu - besonders im ländlichen Raum. Nachdem die Mittelschule in Burgkunstadt geschlossen werden musste, schließt sich die Stadt nun dem Schulverband Altenkunstadt an.
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Die Mittelschule Altenkunstadt kann sich über steigende Schülerzahlen freuen. Dem Schulverband gehört neben Altenkunstadt und Weismain nun auch Burgkunstadt an. Neben Stadt und Verband profitieren auch die Schüler davon. Archivfoto: Stephan Stöckel
Die Mittelschule Altenkunstadt kann sich über steigende Schülerzahlen freuen. Dem Schulverband gehört neben Altenkunstadt und Weismain nun auch Burgkunstadt an. Neben Stadt und Verband profitieren auch die Schüler davon. Archivfoto: Stephan Stöckel
Die Friedrich-Baur-Mittelschule in Burgkunstadt ist ein trauriges Beispiel dafür, wie sich der demografische Wandel in der ländlichen Region bemerkbar macht. Sinkende Schülerzahlen zwangen dazu, den Standort aufzugeben. Seit August letzten Jahres sind die Türen geschlossen. Doch nun ein kleiner Lichtblick: Die Stadt Burgkunstadt wurde in den Schulverband Altenkunstadt aufgenommen.

Viele Jahre war die Stadt Burgkunstadt mit ihrer Mittelschule in einem sogenannten Schulverbund. Dabei bestanden bereits Kooperationen mit der Mittelschule in Altenkunstadt wie beispielsweise gemeinsame Kurse. Mitspracherecht im Schulverband wie Altenkunstadt und Weismain hatte Burgkunstadt jedoch nicht. "Im Schulverbund war Burgkunstadt mit seiner Mittelschule außen vor", sagt Alexander Pfaff, Geschäftsstellenleiter der Gemeinde Altenkunstadt. Er ist für die Verwaltung des Schulverbands zuständig.
Mit der Aufnahme in den Schulverband wird die Stadt Burgkunstadt neben Weismain und Altenkunstadt zum dritten gleichberechtigten Mitglied.


Vorsitzende wechseln sich ab

Die Burgkunstadter Bürgermeisterin Christine Frieß (CSU) gehört nun zu den Verbandsvorsitzenden und die beiden Stadträte Christian Macion und Wolfgang Sievert zu den Schulverbandsräten. "Gemeinsam mit den Verbandsräten aus den anderen beiden Kommunen können sie nun über Anschaffungen wie Smartboards oder die Erweiterung der Schulküche entscheiden", erklärt Alexander Pfaff. Der Vorsitz im Schulverband wird turnusmäßig nach zwei Jahren übergeben. Aktuell ist Udo Dauer (CSU), Bürgermeister von Weismain, Vorsitzender. Er übergibt an den Altenkunstadter Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) und dieser an Christine Frieß.

Doch nicht nur für die Stadt Burgkunstadt ist dieser Zusammenschluss sinnvoll. Auch der Schulverband und die Schüler profitieren davon. "Durch den einheitlichen Schulstandort gibt es nur noch einen Rektor, dadurch spart der Staat Geld. Und die Lehrerstunden können sachgerechter eingeteilt werden", sagt Pfaff. In der Altenkunstadter Mittelschule werden neben dem Regelzug auch der Mittlere-Reife-Zug, kurz M-Zug, und die Ganztagsklasse angeboten.

Doch das geht nur, wenn die Schülerzahl entsprechend hoch ist. "Je mehr Schüler wir haben, desto mehr Kurse können wir anbieten", sagt Pfaff.


Mehr Schüler, mehr Angebote

Doch selbst mit den aktuell 316 Schülern aus Weismain, Altenkunstadt und Burgkunstadt zusammen sei es oft schwer, alle Kurse anbieten zu können. Dem Schulverband ist neben der Mittelschule auch noch eine Musikschule angegliedert. Doch auch da sind die Schülerzahlen rückläufig. "Es wird immer weniger. Deswegen haben wir die Musikschule jetzt auch für Erwachsene geöffnet", sagt Pfaff.

Für die nächsten Jahre sieht der Altenkunstadter Geschäftsstellenleiter den Schulverband in dieser Form als gute Entscheidung. "Ich finde es wichtig, die drei Achsen Altenkunstadt, Lichtenfels und Bad Staffelstein für die Schulen zu erhalten." Der Standort der Mittelschule in Altenkunstadt sei wichtig für den oberen Landkreis und das allgemeine Gleichgewicht. "Bildung sollte ortsnah möglich sein", so Pfaff. Langfristig müsse man sehen, wo der demografische Wandel noch hin führt.
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