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Bad Staffelstein
Schützenfest

Schützenumzug zog durch Bad Staffelstein

Die Häuser und Straßen waren mit Fahnen geschmückt, als der Schützenumzug durch Bad Staffelstein zog. Das Freischießen hat eine Tradition von 435 Jahren. Sorgen machen dem Schützenmeister die Nachbarvereine, von denen immer mehr diese Tradition aufgeben müssen.
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Die Mädchen Tanzsportgruppe aus Zapfendorf traten vor dem Rathaus auf. Fotos: Heinz Voll
Die Mädchen Tanzsportgruppe aus Zapfendorf traten vor dem Rathaus auf. Fotos: Heinz Voll
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Nach alter Tradition zog am Sonntagvormittag der farbenprächtige Schützenumzug durch die mit Fahnen und Fähnchen geschmückten Straßen der Badstadt, um am historischen Rathaus den Schirmherrn Bürgermeister Jürgen Kohmann, sowie die Ehrengäste abzuholen und sie zum Festplatz am Pferdsfelder Weg zu geleiten.
Bei strahlendem Sonnenschein zog der Schützenumzug mit vier Musikgruppen, sechs Schützenvereinen und sieben heimischen Vereinen durch die Straßen. Für eine zünftige Schützenfestzugstimmung und den richtigen Gleichschritt sorgte die Bad Staffelsteiner Blasmusik, die den Festzug anführte. Die Freihandschützen bildeten das Schlusslicht.

Standkonzert am Rathaus

Der Schützenumzug machte am Rathaus halt, um die Ehrengäste abzuholen. Schützenmeister Michael Gareiß betonte, dass die Freihandschützen mit dem Festzug dem guten alten Brauch Rechnung tragen. "Seit 435 Jahren feiern wir Freischiessen und seit Jahrzehnten ist diese Vorgehensweise ein fester Bestandteil des Schützenfestes." Musikalisch wurden die Grüße vor dem Rathaus mit einem Standkonzert umrahmt.

Nach einem kleinen Umtrunk unterstrichen die Böllerschützen der vormals Königlich Privilegierten Schützengesellschaft 1306 Bamberg mit Böllerschüssen, den dreifach kräftigen Schützengruß "Schützen Heil". Bildeten zu Beginn des Schützenumzuges die Freihand Schützen das Schlusslicht, führten sie nun den Umzug an, um die Ehrengäste und Vereine zum Festplatz zu geleiten. Dort begrüßte Schützenmeister Michael Gareiß die Vereine und Bürger aus Bad Staffelstein, sowie die Urlauber.

"Dieses Fest ist für uns alle zu einer nicht mehr wegzudenkenden Tradition geworden", sagte der Schützenmeister. "Es ist ein Schützenfest, bei dem sich viele Sportschützen zum fairen Wettstreit treffen, so wie es unsere Vorfahren einführten. Es ist ein Fest in unserer Stadt, bei dem einige örtliche Vereine ihre Verbundenheit zu uns bekunden, bei dem unsere Bevölkerung und alle Urlaubs- und Kurgäste beteiligt und integriert sind. Eine Tradition kann man jedoch nicht alleine leben, man braucht die Unterstützung der Bevölkerung und der Stadt. Mit Sorge sehen wir, wie in unserem Umfeld immer mehr Schützenfeste diese Tradition nicht mehr aufrecht halten können."

Sorgen in der Umgebung

Der Schützenmeister sprach allen ein Dankeschön aus, die mit ihrer Unterstützung und der Beflaggung der Häuser zu einem farbenfrohen Straßenbild beitrugen. Bürgermeister Jürgen Kohmann betonte, dass es ein schöner Brauch sei, dass die Ehrengäste am Rathaus abgeholt werden. Die Vereine, so Kohmann, seien das gesellschaftliche Rückgrat unserer Gesellschaft.

Grußworte sprachen auch der stellvertretende Landrat Helmut Fischer, der betonte, dass die Arbeit der Schützinnen und Schützen gar nicht genug gewürdigt werden könne. So ein Fest auf die Beine zu stellen, erfordere ein hohes Maß an Arbeit und Engagement.

Auch die Bad Staffelsteiner Neubürgerin Monika Hohlmeier, die als Europaabgeordnete in den Schützenvereinen ein erhaltenswertes Kulturgut sieht, sprach dem FSV ein großes Lob für die Ausrüstung des Festes aus. In Zukunft gehe sie nur noch mit Schirm, sagte die Abgeordnete, "denn jedes Mal wenn ich einen Schirm dabei habe regnet es nicht." Die Musik am Festplatz kam von der Blaskapelle Bad Staffelstein.

Bürgerkönig

Am ersten Abend wurde auch die Proklamation des Bürgerkönigs durchgeführt. Beim Bürgerschiessen, das bereits im Vorfeld des Schützenfestes abgeschossen wurde, haben die über 100 Hobbyschützen hervorragende Leistungen erzielt. Die Medaillen und Pokale wurden an die Schützen jeweils an den Schiessabenden überreicht. Zum Bürgerkönig wurde Peter Stündel von den Reisefreunden proklamiert. Mit einem ausgezeichneten Tiefschuss erschoss er sich die Königswürde. Die musikalische Umrahmung gestalteten die "Kulmbocher Stollmusikanten."

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