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Vierzehnheiligen
Aktivwochen

Schnupperkurs in der Natur

Der Fränkische Tag lud Leser ein zu einer Exkursion mit Josef Schröder, der beim Wandern viel über Flora und Fauna zu erzählen wusste. Seine Gartentipps sind gefragt.
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Die Natur ist einen Schnupperkurs wert. Mit Josef Schröder haben FT-Leser einen fachkundigen Naturfreund als Wanderführer. Foto: Markus Häggberg
Die Natur ist einen Schnupperkurs wert. Mit Josef Schröder haben FT-Leser einen fachkundigen Naturfreund als Wanderführer. Foto: Markus Häggberg
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Auf enormes Interesse stieß das Angebot des Fränkischen Tags, seinen Lesern eine Wanderung mit Josef ("Jupp") Schröder, dem Spezialisten des FT für Gartenbau und Landespflege, zu ermöglichen. Rund 60 Teilnehmer kamen am Samstag und wurden auch noch versorgt.
Marianne Roßmann aus Baunach liest besonders gerne die wöchentlichen Gartentipps Schröders, die exklusive FT-Kolumne des Lichtenfelsers zu allerlei Fragen rund um Garten und Natur. Sie schneidet diese sogar aus und archiviert sie für sich. So wie Roßmann halten es einige Weitere im Tross. Aus beinahe dem gesamten Verbreitungsgebiet der Zeitung waren wanderfreudige Leser nach Vierzehnheiligen gekommen, um unter Führung des früheren Kreisfachberaters für Gartenbau und Landespflege eine Strecke zu gehen und dabei anschaulichen Biologieunterricht zu genießen.
Als dann kurz vor dem Start gegen 10 Uhr auch noch ein Versorgungsauto eintraf, durfte sich jeder Wanderer kostenfrei mit Wasser und Brezeln für die kilometerlange Tour eindecken.
"Man muss bei den Familien anfangen, bei den Kindern in der Vorschule, ihnen zeigen, dass Natur ein Geschenk ist", findet Josephine Stöcklein aus Hallstadt. Sie war mit ihrem Mann Ernst nach Vierzehnheiligen gekommen. Zwei Motive hatten die passionierten Wanderer im Gepäck: Freude an der Natur und den Wunsch, sich körperlich fit zu halten. Auch wenn die Strecke zwischen Vierzehnheiligen und der Hohen Eller samt Rückkehr auf einem Nebenweg das Ehepaar wohl kaum an seine Grenzen gebracht haben dürfte, zeigte es sich doch angetan vom Wanderkonzept. "Schön, wenn man dann auch noch beiläufig etwas erfährt", befanden Stöckleins. So beiläufig sich manche Auskunft anhörte, so vorbereitet war Schröder doch. "Ich bin die Strecke vorher abgelaufen." Besonders besorgt zeigten sich Teilnehmer in Gesprächen über eine Zunahme von Monokulturen und die Versiegelung von Flächen. Ansonsten gab es auch viele optimistische Stimmen über den Zustand der heimischen Natur. Anni Konthur aus Obersdorf beispielsweise ist sich sicher, "dass in den 60er und 70er Jahren mit der Natur gedankenloser umgegangen" wurde. Vorbei an Streuobstwiesen schlugen sich die Wanderer auf schmalem Pfad in den Wald zum Aussichtspunkt Hohe Eller. Immer wieder rückte Gesehenes in den Fokus und wurde von Schröder zum Gegenstand einer Betrachtung. Eine Freifläche, die passiert wurde, veranschaulichte den Eingriff des Menschen in die Natur auf dem Rücken von Fledermäusen. Diese könnten baumlose Flächen schwer überwinden, da sich auf ihnen nichts befindet, was ein Echo auf ihr Signal zurückwirft. Wissenswert und erstaunlich auch die Information, wonach 198 Käferarten Weidenbäume bevorzugen und die oft ausgehöhlten Stämme die Heimstätten vieler Steinkäuze sind. Ein ums andere Mal blitzte das umfangreiche Wissen Schröders auf - von der Beschaffenheit unterschiedlichster Böden bis hin zu den Eigenschaften von Kräutern. Das erste Wandern mit "Jupp" war ein Erfolg. Für den Juni sei schon eine weitere Aktion angedacht, ließ er wissen. MH

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