Weismain
Weiberfasching

Schnipp, schnipp, schnapp - und die Krawatte war ab

Gleich zu Beginn der fünften Jahreszeit haben in der Faschingshochburg Weismain die närrischen Weiber am "unsinnigen Donnerstag" den Turbo gezündet.
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Und weg sind die Krawatten bei Stadtrat Jürgen Dietz. Foto: Roland Dietz
Und weg sind die Krawatten bei Stadtrat Jürgen Dietz. Foto: Roland Dietz
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So war bei der geforderten symbolischen Herausgabe des Rathausschlüssels sofort Stimmung und Frohsinn zu erleben.


Komplette Zirksgruppe

Zirkus "Halli Galli" war auf einem großen Transparent am Rathauseingang geschrieben. Damit war auch sogleich das Motto in diesem Jahr klar. Die Zirkustruppe der närrischen Weiber hatte alles dabei, was zum Zirkus gehört: Dompteure, Tiger, Leoparden Löwen, Elefanten, Artisten, Hochseilakrobatinnen, Clowns, Musiker, Zauberer, Zirkusdirektoren, ja sogar Popcornverkäuferinnen waren angetreten, um das altehrwürdige Rathaus zu stürmen. Doch ganz hatte sich dieses Motto nicht geheim halten lassen. Denn nach Anklopfen an die Rathaustür erschien Bürgermeister Udo Dauer als Zirkusdirektor Dauerino. Die städtischen Dompteure und Artisten hatten sich gut vorbereitet, um die Narren doch noch aufzuhalten. So wurden vier Aufgaben gestellt. Doch die Akteure des Zirkus "Halli Galli" meisterten die Aufgaben bravourös. Mit dem Stelzenlauf eines Leoparden, der in seinem Tempo an Usain Bolt erinnerte, war die erste Aufgäbe erfüllt. Sprungkraft waren dann für Elefant und Clowns gefragt, mussten sie mit einer "Baupickelhaube" Luftballons mit Konfetti gefüllt zum Platzen bringen, um die weiteren Aufgaben zu erfahren. Die nächste Prüfung war dann ein Eierlauf über einem Hindernissparcour, den der Tanzbär mit einem städtischen Artisten als Gegner, die auch bewältigt wurde. Dann musste der Rathausschlüssel in den dunkelsten Ecken des Rathauskellers mit nur einer kleinen Taschenlampe gesucht werden. Beifall und Jubel brandeten auf, als ein Clown mit dem Schlüssel in der Hand ins Freie trat.


Zirkusdirektor wird Clown

Im Handumdrehen wurde der einst mächtige Zirkusdirektor zum Clown "Udi" degradiert. Seine letzte Amtshandlung war die Aufhebung des Alkoholverbotes im Rathaus. Nicht viel besser ging es den Stadträten und den Verwaltungsangestellten, die mit Schlips gekommen waren. Schnipp, schnipp, schnapp. schon waren die Krawatten ab. Und dann ging sie los, die große Sause im ersten Stock. So mussten der ehemalige Zirkusdirektor und sein Anhang durch den Feuerreifen springen. Doch mit Akrobatik hatte dies nicht mehr viel zu tun. rdi
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