Burgkunstadt
Stadtrat

Schmiedel folgt auf Marx im Burgkunstadt Stadtrat

Dem so plötzlich verstorbenen Vertreter der Burgkunstadter SPD-Fraktion wurde ein ehrendes Gedenken gewidmet. Der "Neue" bekam einen Blumenstrauß.
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Als neuer Stadtrat von Burgkunstadt wurde Dieter Schmiedel (SPD) in der öffentlichen Sitzung durch die Bürgermeisterin Christine Frieß vereidigt, die ihn anschließend im Gremium mit einem Blumenstrauß begrüßte.  Foto: Dieter Radziej
Als neuer Stadtrat von Burgkunstadt wurde Dieter Schmiedel (SPD) in der öffentlichen Sitzung durch die Bürgermeisterin Christine Frieß vereidigt, die ihn anschließend im Gremium mit einem Blumenstrauß begrüßte. Foto: Dieter Radziej
Die Stadtratssitzung am Dienstag leitete Bürgermeisterin Christine Frieß mit einem ehrenden Gedenken an den verstorbenen Stadtrat Hans Peter Marx (SPD) ein, der seit 1996 engagiert in diesem Gremium, verschiedenen Ausschüssen und Arbeitskreisen tätig war. Frieß: "Hans Peter Marx war eine prägenden Persönlichkeit und hat sich um die Stadt Burgkunstadt große Verdienste erworben. wir werden ihm deshalb ein ehrendes Gedenken bewahren."
In diesem Zusammenhang wurde Dieter Schmiedel von der SPD-Fraktion als neues Mitglied für den Stadtrat von Burgkunstadt vereidigt. Er wird künftig dem Bau-, dem Rechnungsprüfungs-, dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Arbeitskreis Verkehr angehören. Für die Zweckverbandsversammlung der Wasserversorgung der Gärtenrother Gruppe, dessen Mitglied Hans Peter Marx ebenfalls war, benannte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Sievert den Gärtenrother Ortssprecher Edwin Bauersachs als neuen Verbandsrat.
Mit der Sanierung der Altstadt und des Burgwegs, dem Ausbau der Ortsstraße Kirchlein-Weides sowie der Vergabe von Planungsleistungen für die weitere Erschließung des Baugebiets Lerchenbühl und den Ideenwettbewerb für den Schulberg traf der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung wichtige Entscheidungen.


Passt ins Stadtbild

Der Stadtratssitzung ging eine Bauausschusssitzung voraus. Hier informierte die Verwaltung über die geplanten Umbaumaßnahmen und Erweiterung im evangelischen Kindergarten Burgkunstadt. Eine der wichtigsten Gründe hierfür war dabei der Anbau eines weiteren Gruppenraumes. Bevor der Bauantrag befürwortet wurde, gab Bürgermeisterin Christine Frieß bekannt, dass sich das bauliche Konzept an die bestehende Bausubstanz anpassen und in das Stadtbild einfügen werde.
Danach informierte die Verwaltung darüber, dass die Vergabe der Bauarbeiten für die Altstadtsanierung einschließlich des Burgweges zum Angebotspreis von knapp 1,5 Millionen Euro an die Firma AS-Bau Hof erfolgt sei. Erfreulich nannte es Bürgermeisterin Christine Frieß, dass sich Veronika Flierl vom Bürgerverein bereit erklärt habe, künftig die ehrenamtlichen Aufgaben für die Integration von Flüchtlingen zu übernehmen und hierbei als Ansprechpartnerin der Stadt zu fungieren.
Die Versetzung des Kreuz- oder Leichensteins im Bereich Mainbrücke, die nach Abwägung aller Umstände und in Abstimmung mit den Behörden erfolgt war, hat die Gemüter bewegt. Bürgermeisterin Christine Frieß gestand in diesem Zusammenhang ein, dass dieser neue Standort auch nicht ganz optimal sei, andererseits befinde er sich jetzt auf öffentlichem Grund und sei barrierefrei zu erreichen. Hinzu komme noch, dass am ursprünglichen Platz eine Hauptleitung der Bayernwerke verläuft. Man sei aberf noch im Gespräch mit der Gemeinde Altenkunstadt. Einen Antrag zur Gründung einer Bürgerstiftung zusammen mit der Sparkasse Coburg-Lichtenfels hatte die CSU-Fraktion am 13. Mai eingereicht. Es bestand Einvernehmen im Stadtrat, eine Bürgerstiftung zu gründen und die Verwaltung mit der Verfahrensabwicklung zu beauftragen.
Angebote für einen Werkstattwagen waren eingeholt worden. Geschäftsleiter Sven Dietel informierte darüber, dass das wirtschaftlichste Angebot mit gut 30 000 Euro für einen Ford Transit das Hommert Auto-Zentrum in Coburg vorlegte; die Fahrzeugeinrichtung, mit gut 10 000 Euro veranschlagt, ging an die Firma Syncro.


Erst den Bedarf ermitteln

Nachdem bei den Haushaltsberatungen der Wunsch geäußert wurde, die Erschließung des Baugebietes Lerchenbühl fortzuführen und die Erschließungsmaßnahmen 2018 anzugehen, beauftragt die Verwaltung das Ingenieurbüro Miller ein Angebot mit den entsprechenden Planungsleistungen vorzulegen, was auch erfolgt war. Stadtrat Christian Macion (CSU) regte an, auch ein Blockheizkraftwerk in Erwägung zu ziehen, wobei Geschäftsleiter Dietel wegen der geringen Zahl an Bauplätzen aktuell keine zwingende Notwendigkeit sah und Stadtrat Michael Doppel (FWG) anmerkte, dass vorab der Bedarf ermittelt werden müsste. Nach den Kosten der Ingenieurleistungen erkundigte sich Stadträtin Edith Berg vom Bürgerverein, die jedoch noch nicht konkret belegt werden könnten, da hinsichtlich des künftigen Erschließungsaufwandes erst aussagekräftige Zahlen vorliegen müssten, wie Geschäftsleiter Dietel erklärte.

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