Lichtenfels
Vereidigung

SPD-Ortsvorsitzender wird Stadtrat

Ralf Schneider, der dem SPD-Ortsverein vorsteht, wurde als Nachrücker in den Stadtrat von Lichtenfels vereidigt.
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Ralf Schneider (Mitte) wird von Bürgermeister Andreas Hügerich als neuer Stadtrat vereidigt. Foto: R. Popp
Ralf Schneider (Mitte) wird von Bürgermeister Andreas Hügerich als neuer Stadtrat vereidigt. Foto: R. Popp
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Die beiden Lücken in der Sitzordnung des Stadtrates am Montag waren unübersehbar, lagen doch rote Rosen mit Trauerflor an den Plätzen von Winfred Bogdahn (SPD) und Werner Schütz (CSU). Daneben stand jeweils ein Porträt der kürzlich Verstorbenen. "Die beiden werden uns sehr fehlen", sagte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD), der die Sitzung mit einer Gedenkminute für die geschätzten Kollegen begann. Man wolle den Weg für Lichtenfels gemeinsam weitergehen, sagte er.

Dazu verlangte es die Gemeindeordnung, die Nachfolge zu regeln. Für Winfred Bogdahn rückt Ralf Schneider in den Stadtrat nach. Der 30-Jährige ist seit zwei Jahren SPD-Ortsvereinsvorsitzender von Lichtenfels. Beruflich ist er in Kronach als Prozess- und Fertigungsplaner in einem Kunststoffwerk tätig. Er engagiert sich bei den Aktiven Bürgern. Seiner Vereidigung als Stadtrat wohnten auch seine Eltern bei.


Eine Neubesetzung der Ausschüsse sowie der Verbandsversammlungen für den Zweckverband Sparkasse und den Zweckverband Konventbau Klosterlangheim war ebenfalls erforderlich geworden. Es mussten ein Verbandsrat für den Schulverband Untersiemau bestimmt werden und zwei Stadträte für das Mitwirken in der Lenkungsgruppe zur Stadtentwicklung.

Ralf Schneider wird Mitglied im Werkausschuss und im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus und Wirtschaft. Im Hauptausschuss sowie im Bau- und Umweltausschuss wird er stellvertretendes Mitglied.
Der neue SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Arnt-Uwe Schille, wird Mitglied im Haupt- und im Ältestenausschuss.


Weitere Punkte

Katharinenkapelle: Der wohl älteste Sakralbau im Landkreis und das Heimatmuseum in Klosterlangheim könnten mit EU-Mitteln saniert werden. Die Stadt nimmt am Auswahlverfahren teil. Eine Kostenschätzung beläuft sich auf 800 000 Euro, die möglich Förderung würde 50 Prozent betragen.

Kindergarten am Klinikum: Für einige Stadträte war die Auskunft enttäuschend, dass weder Landkreis noch Regiomed-Kliniken GmbH sich finanziell an der Generalsanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte am Helmut-G.-Walther-Klinikum beteiligen. Träger ist das Rote Kreuz. Ende vergangenen Jahres hatte der Stadtrat einen beträchtlichen Zuschuss zu den berechneten Gesamtkosten von rund 1,66 Mio. Euro zugesagt. Der Kindergarten in direkter Nähe wird als Standortvorteil für das Krankenhaus eingestuft - von Vorteil bei der Suche nach Personal -, auch wenn derzeit nur zwei Beschäftigte ihre Kinder dort betreuen lassen. Deshalb hätte man sich einen Beitrag des Krankenhausträgers gewünscht. Die Stadt wird nun laut Kämmerer Johann Pantel einen Kostenanteil von zirka 815 000 Euro stemmen müssen. Die tatsächliche Summe hängt von der genauen Höhe des staatlichen Zuschusses ab.

Mobilfunk: Kein Empfang in den Jura-Orten, weil es für die Betreiber nicht wirtschaftlich ist: Damit will sich der Stadtrat nicht zufrieden geben und plant, Abgeordnete einzuschalten. "Es geht um Menschenleben", sagte Roland Lowig (WLJ). Bei einer Störung im Festnetz könne kein Notruf abgesetzt werden.

Feuerwehrfahrzeug: Ein neues "TSF-W" für 80 000 Euro wird für Isling angeschafft.

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