Kleinziegenfeld
Freizeit

Radlspaß für die ganze Familie bei der 17. Radtourpur rund um Weismain

Tausende erkundeten wieder auf Rädern, Rollen und zu Fuß die wunderschöne Gegend um Weismain.
Artikel drucken Artikel einbetten
Radeln mit der ganzen Familie in freier Natur war am Pfingstmontag angesagt. Fotos: Klaus gagel
Radeln mit der ganzen Familie in freier Natur war am Pfingstmontag angesagt. Fotos: Klaus gagel
+14 Bilder
Längst ist die Radtourpur zum Markenzeichen Weismains geworden. Daran änderte auch der eine oder andere kurze Regenschauer am gestrigen Pfingstmontag nichts. Auch in diesem Jahr verschlug es wieder Tausende Besucher mit dem Rad, als Wanderer oder als Inliner in die Region. Radelspaß für die ganze Familie war angesagt, galt es doch das Kleinziegenfelder Tal und die felsigen Höhen zu erkunden.
Die Region hatte sich auf den Ansturm bestens vorbereitet. Die Staatsstraße 2191 zwischen Weismain und Kleinziegenfeld war wie schon in den Vorjahren komplett für den Autoverkehr gesperrt. Auch die Nebenstrecken über Wohnsig, Wunkendorf und Modschiedel nach Weiden sowie die Straßen nach Großziegenfeld und Arnstein sowie Erlach standen von 9 bis 17 Uhr ausschließlich den Radlern und Wanderern zur Verfügung.

In allen Schwierigkeitsgraden

Die gesperrten Strecken boten
Radelvergnügen in allen Schwierigkeitsgraden: Neben der fast ebenen Staatsstraße im Tal konnten von den sportlich Ambitionierten sogar richtige Bergetappen mit bissigen Steigungen auf den Jura gefahren werden.
Viele Radler, die einem Aufruf des ADFC, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. gefolgt waren und von weit her nach Weismain gekommen waren, nutzten die Gelegenheit, sich vor Beginn über die verschiedenen Touren zu informieren. Am Infostand vor dem Weismainer Rathaus stand die gute Seele der Veranstaltung, Andrea Göldner. Den ganzen Tag verteilte sie stapelweise Tourenpläne oder beantwortete geduldig Fragen zu Einkehrmöglichkeiten oder zum Schwierigkeitsgrad der einzelnen Etappen.
Bestens gerüstet hatten sich auch die Gastronomiebetriebe, denn Radeln und Wandern machen bekanntlich hungrig. Ländliche Spezialitäten gab es im Weiler Eben, Kaffee und Kuchen am Spielplatz in Baiersdorf, Attraktionen für Kinder und eine prompte Bewirtung boten die örtlichen Vereine am Kulturstadel in Prügel an und auf dem Marktplatz in Weismain herrschte bei bester Verpflegung ab den Mittagstunden regelrechte Volksfeststimmung.
Viele nutzten auch die Angebote entlang der Staatsstraße für einen "Einkehrschwung". Zeit für einen gemütlichen Plausch fand man in Schammendorf und auch an der beliebten Schrepfersmühle herrschte Hochkonjunktur.

E-Bikes sind im Kommen

Beeindruckend waren die verschiedenartigen Fortbewegungsmittel. Naturgemäß setzten die meisten aufs gemütliche Tourenrad mit niedrigem Einstieg für die Damen oder der hochliegenden Querstange für den Herren. Stark im Zunehmen begriffen sind auch die modernen E-Bikes, mit denen selbst die Senioren die Steigungen fast mühelos bewältigen konnten. Der sportlichen Herausforderung stellten sich die schnellen Rennradfahrer, während die Fans der Mountainbikes ihre Trümpfe auf den Bergetappen ausspielten. Zu echten Hinguckern wurden schließlich die Tandems und Liegeräder während treusorgende Familienväter ihren Nachwuchs im kindgerechten Anhänger hinter sich herzogen.
Etwas abseits vom "Mainstream" bewegten sich einzelne Radfahrer und Gruppen, die es, aus welchen Gründen auch immer, vorzogen, die Gegend um Burgkunstadt/Altenkunstadt zu erkunden. Denn auch die beiden Kunstädte beteiligen sich seit Jahren an der Radtourpur, wenngleich auf größtenteils nicht gesperrten Strecken.
So konnte man rund um Burgkunstadt zur großen Schleife ansetzen über Kirchlein, Hainzendorf bis nach Gärtenroth und von dort über Mainroth, Mainklein, Theisau bis nach Burgkunstadt zurück. Viele Sehenswürdigkeiten an der Strecke entschädigten für die kleinen Strapazen beim bergauf und bergab.

Regenschauer störte nicht


Viel Lob gab es von den Einheimischen und Fremden für die 17. Radtourpur, die in diesem Jahr veranstaltet wurde. "Das ist doch das Schönste für die Kinder", lobte ein Weismainer die Veranstaltung. "Unser Kleiner ist heute das erste Mal dabei", ergänzte seine Ehefrau. "Ist das cool, auch mal auf der anderen Straßenseite zu fahren", meinte der Junior, der sich die mitgebrachten Erdbeeren schmecken ließ.
Anita Regner-Dotterweich aus Neustadt kommt seit 13 Jahren zur Radtourpur. "Die Gegend ist wunderbar erholsam", lobte sie und bewunderte die Fachwerkhäuser in der Region. Selbst ein kurzer Regenschauer zur Mittagszeit konnte allen die gute Laune nicht vermiesen.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren