Lichtenfels
Jahreswechsel

Platzregen an Silvester beendet Platzkonzerte

Das ungemütliche Wetter machte den Musikern am Silvestertag einen Strich durch die Rechnung. In Teilen der Gemeinde Ebensfeld fiel in der Neujahrsnacht der Strom aus. Der Staffelberg war Ziel zahlreicher Neujahrswanderer.
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Eine der drei Musikgruppen der Musikvereinigung Ebensfeld flüchtete sich am Silvestertag bei Dauerregen unter die schützenden Dachvorsprünge eines Hauses. Kurz darauf brachen die Musiker das Spiel ab, weil sonst die hölzernen Instrumente beschädigt worden wären. Foto: Otto Weidner
Eine der drei Musikgruppen der Musikvereinigung Ebensfeld flüchtete sich am Silvestertag bei Dauerregen unter die schützenden Dachvorsprünge eines Hauses. Kurz darauf brachen die Musiker das Spiel ab, weil sonst die hölzernen Instrumente beschädigt worden wären. Foto: Otto Weidner
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Ebenso seltsam wie an Weihnachten war das Wetter auch an Silvester und Neujahr. Erst strömender Regen, dann Blitzeis, schließlich zäher Nebel. Was das Wetter betrifft kann es im neuen Jahr nur besser werden. Die Blasmusiker in Ebensfeld und Uetzing mussten wegen des einsetzenden Platzregens ihre Platzkonzerte vorzeitig beenden.

Da war zunächst das Silvester-Spielen der Musikvereinigung Ebensfeld - es musste wetterbedingt abgebrochen werden. Dass das jemals aufgrund von Dauerregen abgebrochen werden musste, daran können sich selbst alte Hasen wie Vorsitzender Rudi Dierauf nicht erinnern, berichtet Otto Weidner.
Nachdem am Silvestertag ab 8.30 Uhr drei Gruppen in den verschiedenen Orten des Gemeindegebiets bei bestem Silvesterwetter gestartet waren, um musikalisch ein gutes neues Jahr zu wünschen, setzte am späten Vormittag der Dauerregen ein. Die Feuchtigkeit setzte nicht nur den Musikern, sondern vor allem den Holzblasinstrumenten stark zu.


Abbruch fiel nicht leicht

Schweren Herzens entschloss man sich deswegen nach der Mittagspause, das Silvester-Musizieren abzubrechen. Die Musiker bitten insbesondere die Einwohner Ebensfelds sowie Ober- und Unterbrunns um Verständnis, so Otto Weidner.

In Birkach sowie in Oberbrunn war an Silvester kurz vor Mitternacht bis etwa 0.30 Uhr und dann in der Neujahrsnacht noch einmal von 1.30 bis 2.30 Uhr der Strom weg. Ein Betroffener berichtet: "Ebensfeld und Kutzenberg waren noch beleuchtet. Nachts sind dann noch Einsatzkräfte mit Blaulicht herumgefahren und haben an diversen Schaltschränken gearbeitet."
Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein bestätigt, dass die Feuerwehr im Einsatz war - aber nur aus Vorsicht. Bei Hochwasser müsse nämlich verhindert werden, dass die Fluten des Mains in die Oberbrunner Ortskanalisation eindringen, und das ist aus technischen Gründen nur möglich, wenn Strom für die Sperranlagen vorhanden ist.
Am Silvestervormittag zogen auch die Musiker der Blaskapelle Uetzing durch Stublang, die "oberen Dörfer" und Uetzing, um der Bevölkerung einen guten Start ins Jahr 2016 zu wünschen. An ausgewählten Punkten wurden Musikstücke gespielt.

Nach der nicht immer einfachen Probenarbeit und dem erfolgreichen Weihnachtskonzert ging es beim Neujahrsanspielen etwas lockerer zu. Dirigent Rupert Motschenbacher hatte im vergangenen Jahr die Idee dazu. Er kenne diese Tradition aus Prächting und Ebensfeld und findet, das sollte auch in Uetzing und Umgebung stattfinden. "Wir möchten uns bei unseren Mitgliedern, Gönnern und Freunden für die Treue musikalisch bedanken", sagt der Dirigent. Einige Musikfreunde in den Dörfern des Döbertengrunds hatten nicht nur Spenden, sondern auch eine kleine Stärkung für die Musiker parat. Als die Gruppe in Uetzing angelangt war, fand das Musizieren jedoch wegen des starken Regens ein jähes Ende.

Am 1. Januar spielten die Leuchsentaler Blasmusik in Mistelfeld ihre Neujahrsständchen. Sie hatten mit dem Wetter mehr Glück als ihre Ebensfelder und Uetzinger Kollegen. Die Musiker liefen von Haus zu Haus und wünschten den Einwohnern Mistelfelds ein gutes neues Jahr.

Der Staffelberg war am ersten Tag des Jahres wieder das Ziel vieler Neujahrswanderer, Thomas Ambros, ein Mitarbeiter der Staffelberg-Klause, sagte auf Anfrage des FT, dass ziemlich viel auf dem Berg los sei. Die Staffelbergbesucher am Silvesterabend und in der Neujahrsnacht verhielten sich heuer nach seinen Worten sehr diszipliniert; im Umfeld der Klause hätten sie jedenfalls kaum Müll zurückgelassen.
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