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Vierzehnheiligen
Eröffnung

Pilger weihen neuen Nothelfer-Weg ein

Der neue Nothelfer-Weg von Klosterlangheim nach Vierzehnheiligen wurde durch eine Pilgerschar eingeweiht.
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Pater Christoph erklärte die erste Station an der Katharinenkapelle in Klosterlangheim. Fotos: Andreas Welz
Pater Christoph erklärte die erste Station an der Katharinenkapelle in Klosterlangheim. Fotos: Andreas Welz
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Vitus, der jüngste der vierzehn Nothelfer, hätte seine helle Freude an fröhlichen Kindern gehabt, die am vergangenen Samstag "Wallfahrer" zur Katharinenkapelle in Klosterlangheim mit bunten Sträußen begrüßten. Die Pilgerschar mit den beiden Franziskanerpatern Heribert Arens und Christoph Kreitmeir hatte sich von Vierzehnheiligen auf den Weg zum ehemaligen Zisterzienserkloster in Langheim gemacht, um den neuen Nothelferweg zu einzuweihen.

Die romanische Kapelle war dort einst Ausgangpunkt und erste Station des Nothelferwegs, der zum Gnadenaltar in Vierzehnheiligen führte. Anstelle der wuchtigen Steinskulpturen, die jetzt in der Nähe der Basilika stehen, hatte die Künstlerin Manuela Schaller moderne Stahlplatten entworfen, in die sie die Namen und Attribute der Heiligen gestanzt hatte. Schaller wählte die schlichte und einfache Darstellung, da sie einen Kontrast zur figürlichen spätbarocken Darstellung am Gnadenaltar in Vierzehnheilgen herstellen wollte.

Überlieferungen erläutert

Nach einem Gebet am Gnadenaltar in der Basilika setzt sich die kleine Prozession in Richtung Klosterlangheim in Bewegung. Vor jeder Station erläuterten die Padres Legenden und Überlieferungen der einzelnen Heiligen und sprachen Gebete. An der Station "Christophorus" beim Parkplatz oberhalb der Brauerei Trunk erläuterte Bezirksheimatpfleger Günter Dippold die historischen Zusammenhänge des ehemaligen Pilgerwegs. Einst sei die Verbindung zwischen Kloster und Pilgerstätte ein wichtiger und gut ausgebauter Verkehrsweg gewesen. Erst durch die Verstaatlichung des Klosters im Jahre 1803 wurde er bedeutungslos. Leader-Manager Michael Hofmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Münchberg wies auf die überörtliche Bedeutung des Wanderweges hin.

In Klosterlangheim bereiteten die Heimatfreunde den Ankömmlingen einen begeisterten Empfang. Sie überreichten Gebinde aus Weidenruten, an denen kleine Samenbeutel mit bdem Hinweis befestigt waren: "Für einen Quadratmeter Blühwiese" In der ehemaligen Kapelle führte die Kinder ein Rollenspiel auf, das von der geistlichen zur weltlichen Veranstaltung überleiten sollte. Den Sketch und die "Bühne" in der Katharinenkapelle hatte Ulrike Rübensaal-Heinze vorbereitet. Anschließend wurde das Ereignis mit der Kapelle "ÄchtBläch" gefeiert.
Bürgermeisterin Bianca Fischer rief in Erinnerung, dass der ehemalige Guardian des Franziskanerklosters Vierzehnheilgien, Pater Benedikt Grimm, und der Verein der Heimatfreunde Klosterlangheim das Projekt "Nothelferweg" auf den Weg gebracht hätten. Die Stadt habe mit der Beratung von Professor Auwi Stübbe die Konzeption erstellt.

Die Gesamtkosten von 200.000 Euro seien vom Leader-Programm mit 85.000 Euro gefördert worden, die Oberfrankenstiftung hätte 50.000 Euro gewährt und die Stadt Lichtenfels rund 65.000 Euro dazu beigesteuert. Für die Umsetzung des Konzeptes hat der Stadtrat beschlossen, eine Kommission zu bilden.

Viele Vertreter im Gremium

Das Entscheidungsgremium bestand aus zwei Vertretern der Stadt, Stadtarchivarin Christine Wittenbauer und Ulrich Sünkel vom Bauamt, einem theologischen Berater, Pater Heribert Arens, Thomas Heinze,Vorsitzender der Heimatfreunde Klosterlangheim und Bezirksheimatpfleger Günter Dippold. Beratend zur Seite standen dem Gremium ie Regionalmanagerin Stefanie Hahn, der Vorsitzende des Innovationszentrums Lichtenfels, Auwi Stübbe, Jürgen Oehm, Sachgebietsleiter Hochbau von der Regierung von Oberfranken und Thomas Gieger, Vertreter der Landwirtschaft.

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