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Stublang
Motorradgottesdienst  

Ökumenischer Ritt auf einer Honda

Auf dem Wanderparkplatz in Stublang kamen zum Saisonstart wieder viele Biker zusammen, um sich den kirchlichen Segen zu holen. Dies Mal waren es knapp 400. Die Feier zelebrierten traditionell Pfarrer Helmuth Bautz und Pastoralreferent Josef Ellner.
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Pfarrer Helmuth Bautz und Pastoralreferent Josef Ellner nahmen auf einer Honda Platz.  Foto: Gerda Völk
Pfarrer Helmuth Bautz und Pastoralreferent Josef Ellner nahmen auf einer Honda Platz. Foto: Gerda Völk
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"Motorradfahren, das ist Freiheit mit Bodenhaftung", sagt Pfarrer Helmuth Bautz. Damit es mit der Bodenhaftung bis zum Ende der Motorradsaison auch so bleibt, stellten am Sonntagnachmittag die Biker ihre Maschinen unter den Segen Gottes. Beim ersten Motorradgottesdienst im April 2010 fanden sich rund 120 Biker auf dem Wanderparkplatz in Stublang ein. Am Sonntagnachmittag stehen die Maschinen in mehreren Reihen dicht gedrängt nebeneinander. Die milden Temperaturen und die strahlende Frühlingssonne dürfte dazu beigetragen haben, dass bei der sechsten Auflage knapp 400 Motoradfahrer gekommen sind. Die "Trike Driver Franken" sind mit 14 Leuten auf sieben Maschinen nach Stublang gekommen. Gestandene Männer und Frauen, denen der Segen Gottes wichtig ist. "Wir hoffen, dass wir die Saison wieder unfallfrei überstehen", sagt Ela Litz aus Höchstadt im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Während der Saison ist die Gruppe jedes Wochenende unterwegs.
Im Schnitt verbringen sie pro Saison zwischen 8000 bis 10 000 Kilometer auf der Straße. Bei dieser Kilometerleistung bleiben brenzlige Situationen nicht aus. "Deshalb besuchen wir am Beginn und am Ende der Saison einen Motorradgottesdienst", erklärt Vereinsmitglied Karola Lindner.

"Bunte Vögel, schräge Vögel"

Die ersten Biker treffen bereits um 14 Uhr auf dem Parkplatz ein. Auch viele Spaziergänger und Wanderer nutzen die Gelegenheit zu einer Einkehr. Ein Blick auf die Kennzeichen zeigt, dass die meisten Motorradfahrer aus dem Landkreis Lichtenfels kommen. Aber auch viele Biker aus den angrenzenden Landkreisen nutzten die Gelegenheit, die Saison mit einem Gottesdienst zu beginnen. Den halten, wie schon in den Jahren zuvor, Pfarrer Helmuth Bautz und Pastoralreferent Josef Ellner. Für Pfarrer Bautz sind Motorradfahrer Leute, die sich noch trauen, ihre Nase hoch in den Wind zu strecken. "Menschen, die sich nicht mit gefilterter, schaler, vorgewärmter Luft zufrieden geben, sondern die frische Brise der Natur und Freiheit atmen." Pastoralreferent Ellner vergleicht Motorradfahrer mit Zugvögeln. Wer die Reihen der Motorräder abschreite, sehe, dass alle da sind. Bunte Vögel, schräge Vögel, mit Blick auf die Motorleistung auch manche Piepmätze und Krähen nebst TucTucTuc-Enten. Ellner geht auch auf den besonderen Gemeinschaftssinn unter den Motorradfahrern ein. Das Bikerherz sei schließlich größer als ein Spatzenhirn. "Das Miteinander ist wichtig, das Zusammensein nicht trotz, sondern wegen der Vielfalt unter uns." Die Kollekte, eingesammelt in Motoradhelmen, ging in diesem Jahr an die Jugendband von Regens Wagner Burgkunstadt. Die jungen Leute gestalteten den Gottesdienst mit Rhythmen und Gesang. Nach dem Gottesdienst ließ sich kaum jemand die Fahrzeugsegnung entgehen. Für das obligatorische Pressebild nehmen Helmuth Bautz und Josef Ellner auf einer Honda Platz. Dass gleich zwei Geistliche auf seinem Motorrad sitzen, habe er noch nicht erlebt, sagt der Besitzer. Der Motorradgottesdienst war eine Gemeinschaftsveranstaltung der ökumenischen Kur-und Urlauberseelsorge gemeinsam mit den Motorradfreunden aus Stublang und Bad Staffelstein.
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