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Lichtenfels
Stadtentwicklung

Noch mehr Geflecht für die Korbstadt, bitte!

Nach der Riesen-Ameise vor der Unterführung und dem Flechttor am Bahnhof sollen weitere große Flechtobjekte das Lichtenfelser Stadtbild bereichern.
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Vertreter der Stadt Lichtenfels haben im Sommer ein Baumplateau mit Geflecht besichtigt. Vergleichbares könnte auch im Burgbergpark errichtet werden. Foto: Manfred Rauh/ZEF
Vertreter der Stadt Lichtenfels haben im Sommer ein Baumplateau mit Geflecht besichtigt. Vergleichbares könnte auch im Burgbergpark errichtet werden. Foto: Manfred Rauh/ZEF
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Das Thema Flechten soll in der Deutschen Korbstadt noch viel präsenter werden. Ideen dazu gibt es zuhauf, wie in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses deutlich wurde. Manfred Rauh vom Verein ZEF (Zentrum Europäischer Flechtkultur) Lichtenfels legte in einer Art Rechenschaftsbericht dar, welche Teile des "Zukunftskonzeptes Flechtkultur" bereits umgesetzt wurden. Dabei geht es nicht nur um das Stadtbild, aber auch.

Der Verein, der vor sechs Jahren gegründet wurde, tritt als Dienstleister für die Stadt auf. Gleichzeitig bemüht er sich um eine en gere Vernetzung der Flechthandwerker - europaweit. Mit Erfolg, wie beispielsweise die im September von Vertretern der Lichtenfelser Berufsfachschule sowie der französischen Ausbildungsstätte unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zeigt. Kontakte gibt es diesbezüglich auch zu polnischen Flechthandwerkern. Im Mai 2017 ist ein Besuch in Fayl-Billot geplant. Dort befindet sich Frankreichs Flechter-Schule. Zukunftsweisende Projekte sollen dazu dienen, so Rauh, dass die hiesige Berufsfachschule an Bedeutung gewinnt.
Man habe Vertrauen zu den Flechtern aufbauen können, sagte der ZEF-Geschäftsführer. Das Innovationszentrum Lichtenfels sieht er als" kompetenten Umsetzungspartner für unsere Arbeit".

Die während des Korbmarktes gezeigte Ausstellung zur Flechtkultur in Uganda wurde laut Manfred Rauh zusammen mit Dalhausen entwickelt, wo es ein kleines, aber interessantes Korbmuseum gebe. Eine dauerhaft angelegte Ausstellung für das Stadtschloss ist in Vorbereitung. Sie soll die Kostüme der beim Korbmarkt präsentierten Flechtmodenschau zeigen - mit einer Vernissage noch im November.

Im nächsten Jahr werden die neuen Stadtmöbel in Lichtenfels Einzug halten - und weitere Flechtobjekte. Die Zusammenarbeit mit Flechtkünstler Hans Peter Sturm ist laut Rauh noch nicht beendet. Wie er wissen ließ, gibt es Überlegungen, auch den Burgberg- bzw. Bergschlosspark mit Geflecht zu bereichern. Ein Erlebniszentrum zum Thema Flechtkultur - als "Flechthaus" seit langem immer wieder in der Diskussion - bleibt eine Option.
Als aus dem Gremium die Forderung wiederholt wurde, an allen Eingangstoren der Stadt das Thema Flechten sichtbar zu machen, sprich: auch für die Verkehrskreisel passende Objekte zu entwickeln, konnte Rauh berichten, dass hierzu bereits ein Modell angefertigt worden sei. "Wir haben uns schon Gedanken gemacht!" Hierüber werde im Zuge des Verkehrsentwicklungskonzeptes noch zu sprechen sein, ergänzte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD). Matthias Söllner (Grüne) regte an, auf dem Marktplatz im Frühling wieder einen kleinen Garten anzulegen, wie es bereits der Fall war - allerdings mit geflochtenen Strukturen.
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