Laden...
Bad Staffelstein
Bauausschuss

Neubau an einem "haarigen Eck" in Bad Staffelstein

An der Ecke Angerstraße/Unterzettlitzer Straße in Bad Staffelstein sollen zwei Ferienwohnungen entstehen. Die dafür notwendigen Parkplätze könnten die Gefahr dort verschärfen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das Gebäude links soll einem Neubau mit zwei Ferienwohnungen weichen. Der Bauausschuss informierte sich bei einem Ortstermin über die geplante Lage der künftigen Parkplätze.  Foto: Gerda Völk
Das Gebäude links soll einem Neubau mit zwei Ferienwohnungen weichen. Der Bauausschuss informierte sich bei einem Ortstermin über die geplante Lage der künftigen Parkplätze. Foto: Gerda Völk
Harald Konietzko (SPD) sprach von einem "haarigen Eck". Für Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) war die Situation vor Ort auf jeden Fall wert, durch den Bauausschuss einmal genauer betrachtet zu werden. Deshalb stand vor der Zustimmung erst einmal ein Ortstermin auf der Tagesordnung des Bauausschusses. An der Ecke Angerstraße/Unterzettlitzer Straße plant Dieter Klecker den Abbruch eines bestehenden Gebäudes und die Errichtung eines Neubaus mit zwei Ferienwohnungen, davon eine barrierefreie Wohnung für Menschen mit Handicap.

Vorschlag: Neubau versetzen

Die dafür notwendigen drei bis vier Parkplätze vor dem Neubau würden laut Bürgermeister Kohmann zu einer Mehrung der Gefahrensituation in diesem Bereich beitragen.
Zur Lösung des Problems schlug Architekt Joachim Schlund eine Versetzung des Neubaus um 9,58 Meter gegenüber der jetzigen Grundstücksgrenze nach hinten vor. Auf der dadurch entstandenen Fläche könnten drei schräggestellte Parkplätze entstehen, mit Zufahrt in die Unterzettlitzer Straße, was mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer bringen würde. Walter Mackert (CSU) regte an, dass in der Baugenehmigung der Hinweis mit aufgenommen werde, dass die Parkplätze auch schräg zu markieren sind. "Damit jeder weiß, dass er sich auch schräg abstellen muss." Eine Lösung, dem der Bauausschuss geschlossen zustimmte.
Abgelehnt wurde dagegen die Bauvoranfrage von Sven Lorenz, der bezüglich der Bebaubarkeit von zwei Grundstücken mit je einen Einfamilienhaus in Schönbrunn nachfragte. Für eines dieser Grundstücke wurden bereits in den 1980er-Jahren die Herstellungsbeiträge für Kanal und Wasser bezahlt, wie Bürgermeister Kohmann mitteilte. Allerdings stelle sich gegenüber den 80er-Jahren die Situation der beiden Grundstücke heute anders dar. "Wir wissen im Prinzip, dass die Grundstücke im Überschwemmungsgebiet liegen", erläuterte Kohmann. Zudem habe ein Grundstück die Wirkung einer Flutmulde. Gründe, die es aus Sicht der Bauverwaltung schwierig machten eine Baugenehmigung zu erteilen. Auch eine Haftungsfreistellung sei keine Lösung. Letztlich bleibe der Stadt nichts anderes übrig, als die bereits gezahlten Herstellungsbeträge zurückzuerstatten.
Seine Zustimmung gab das Gremium dem Bauantrag von Christian Dinkel auf Wohnhausumbau und Aufbau von Dachgauben in Uetzing, dem Bauantrag von Brigitte und Willibald Beuschel auf Terrassenüberdachung mit Seitenverglasung in Unterzettlitz und dem Bauantrag von Wolfgang Lilie in End auf den Einbau einer Wohnung in eine bestehende Garage und Errichtung eines Gartenhauses. Zustimmung auch für die Bauvoranfrage von Herbert Schmitt aus Buchholz in der Nordheide auf Bebauung einer Teilfläche eines Grundstücks in Uetzing und für die Bauvoranfrage der Grete Rommel GmbH auf Betriebserweiterung. Auch dem Antrag von Hans Schauer auf Erstaufforstung eines Grundstücks in Uetzing stimmte der Bauausschuss zu.
In seiner Sitzung im Februar hatte sich der Bauausschuss mit einem Wohnhausneubau in Neubanz zu beschäftigen, dessen Außenanlagen größer als bewilligt wurden. Mittlerweile hat das Landratsamt entschieden, dass ein Teil der Außenanlagen zurückgebaut werden müssen, teilte Kohmann mit.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren