Lichtenfels
Förderpreis

Naturschutz ist bei ihnen kein Strohfeuer

"Es sollte für jeden selbstverständlich sein, etwas für die Umwelt zu tun", sagt Werner Schilling. Weil es für ihn eine Selbstverständlichkeit ist, war der Neuenseer auch etwas überrascht, dass sein Engagement mit dem Sparkassen-Förderpreis Natur- und Umweltschutz gewürdigt wird.
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Die mit dem "Sparkassen-Förderpreis Natur- und Umweltschutz" ausgezeichneten Preisträger mit ihren Bürgermeistern und den Jurymitgliedern. Die Preise überreichten Sparkassendirektor Roland Vogel und Landrat Christian Meißner (8.u. 10 v. re.). Fotos: Gerda Völk
Die mit dem "Sparkassen-Förderpreis Natur- und Umweltschutz" ausgezeichneten Preisträger mit ihren Bürgermeistern und den Jurymitgliedern. Die Preise überreichten Sparkassendirektor Roland Vogel und Landrat Christian Meißner (8.u. 10 v. re.). Fotos: Gerda Völk
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Schilling ist einer von fünf Preisträgern, die mit Urkunde und Preisgeld gewürdigt wurden. Der Neuenseer setzt sich seit fast 20 Jahren als Vorsitzender des örtlichen Gartenbauvereins ein, unter anderem für den Naturlehrpfad um den Neuenseer Weiher.
Der Sparkassen-Förderpreis will kein Strohfeuer entzünden, sondern Nachhaltigkeit fördern. Dies unterstrich Sparkassendirektor Roland Vogel. "Wir möchten Sie ermuntern, auf Ihrem guten Weg weiterzumachen."
Aus zehn Anträgen ermittelten die sieben Jurymitglieder die fünf Preisträger. Der Preis solle als Botschaft verstanden werden, dass jeder seinen Beitrag leisten könne, betonte Landrat Christian Meißner (CSU).
Die Jugendgruppe des Angelsportvereins Unterlangenstadt, die "Fischbrut", etwa. "Wir fühlen uns der Natur und dem Artenreichtum verpflichtet", erklärt Jugendsprecherin Anika Leimeister.
Deshalb ist für die Gruppe eine Beteiligung an den Artenschutzmaßnahmen des Bezirksfischereiverbandes eine Selbstverständlichkeit. Auch Ufersäuberungsaktionen an der Rodach und Weiterbildung gehören dazu, denn nur, was man kennt, kann man auch schützen.
Auch die Initiative der Auszubildenden des Baur-Versandes Burgkunstadt war der Jury eine Auszeichnung wert. Seit 2002 sammeln die jungen Leute in ihrer Freizeit Unrat an der Weismain ein. "Wir haben schon eine verzinkte Badewanne, einen skelettierten Kuhschädel, Neonröhren und Autoreifen gefunden", berichtet Baur-Ausbildungsleiter Max-Josef Weismeier. Die Auszubildenden haben im letzten Jahr auch Edelkrebse im Bach eingesetzt. Wenn die Auszubildenden wechseln, wird die Bachpatenschaft doch durchgängig weitergeführt.
Auch Alfons Will war ganz überrascht, dass er unter den Preisträgern ist. "Ich sehe mein Engagement für die Natur als selbstverständlich an", erklärte er bescheiden. Im Wald des Kleinziegenfelders bleiben die Hohlbäume solange wie möglich stehen. Damit hat er aktiv zum Entstehen des Schwarzspecht-Höhlenreviers und der Dohlen-Kolonie im Kleinziegenfelder Tal beigetragen.
Ihr Engagement für ihre Heimat bringt Annemarie Scheumann aus Arnstein mit einfachen Worten auf dem Punkt. "Weil ich unser Dorf und seine Landschaft liebe." Scheumann ist seit über 27 Jahren Vorsitzende des örtlichen Gartenbauvereins. Erst kürzlich wurde sie wiedergewählt, obwohl sie das Amt eigentlich in jüngere Hände legen wollte. Sie richtet ihr Augenmerk auf eine naturnahe und dorfgemäße Gestaltung der Ortschaft. Das würdigte die Jury.
Der Sparkassen-Förderpreis ist mit insgesamt 2000 Euro dotiert. Werner Schilling weiß schon genau, was er mit seinen Anteil anfängt. "Einen Teil bekommt unsere Jugendgruppe Wühlmäuse, mit dem anderen Teil werden wir Nistkästen für den Naturlehrpfad anschaffen."
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