Ützing

Narrentreiben im "Land der Nüsse"

Der "Döberten-Express" schlängelte sich am Faschingsdienstag von Serkendorf über Gößmitz und Weibrem nach Uetzing. In der Ortsmitte Uetzings derbleckte Marianne Dinkel als "scheinheilige Marianne" die kleine und die große Politik.
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Die Musiker der Blaskapelle Uetzing hatten, als Querkele (also als sagenhafte Zwerge vom Staffelberg) verkleidet, sichtlich Spaß am Faschingszug. Fotos: Matthias Einwag
Die Musiker der Blaskapelle Uetzing hatten, als Querkele (also als sagenhafte Zwerge vom Staffelberg) verkleidet, sichtlich Spaß am Faschingszug. Fotos: Matthias Einwag
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Zahlreiche Karnevalsnarren hatten sich am Dienstag am Marktplatz versammelt, um den Faschingszug zu begrüßen. Bei Brezen, Bier und musikalischer Untermalung ließen sie sich durch das graukalten Wetter nicht davon abhalten Fasching zu feiern. In guter Feierlaune begrüßten sie den "Döberten-Express", der sich aus einer bunten Vielfalt an Faschingsnarren und geschmückten Umzugswagen zusammensetzte.
So gestaltete die Freiwillige Feuerwehr mit ihrem "Dschungelcamp", die Angehörigen des Kindergartens als Seeräuber verkleidet und die Uetzinger Blaskapelle in Zwergentracht den närrischen Umzug mit. Unter den Zuschauern erfreuten sich besonders die kleinen Besucher an dem Regen an Süßigkeiten und Bonbons, der sich von den Umzugswagen auf die Schaulustigen ergoss.

Am Marktplatz empfing Häuptling "Flinker Hirsch", der Uetzinger Ortssprecher Josef Weis, die Narren aus dem "Land der Nüsse". Nachdem er die Umzugsgruppen willkommen geheißen hatte, verliehen er und Büttenrednerin Marianne Dinkel drei "Nussprügelorden" an auserwählte Uetzinger Persönlichkeiten: Pfarrer a. D. Hans Hübner, Annette Nüßlein und Rupert Motschenbacher.
Marianne Dinkel, alias die "scheinheilige Marianne”, hielt natürlich auch heuer wieder eine Büttenrede zum Faschingsdienstag. Mit einem Heiligenschein gekrönt, klärte sie die Uetzinger auf humoristische Weise über die eine oder andere Scheinheiligkeit auf. In ihrer Büttenrede spielte sie demzufolge nicht nur auf Betrügereien vonseiten der großen Politiker an, sondern derbleckte auch die Dorfprominenz.
Zuletzt enthüllte die "scheinheilige Marianne", die ja "gottlob ka alde Dorfratsch'n" sei, dass sie selbst als "anonyme Faschingsschlamp'n" unterwegs sei. Doch bevor sich aber die Schlampen zu ihrem nächsten anonymen Treffen zusammenfänden, forderte sie die Feiernden zum Umtrunk anlässlich des Faschingkehraus' auf.
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