Kaltenreuth
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Modellflieger hadern mit dem Wind

Auf der Kaltenreuther Anhöhe wurde die "Bavarian Open" ausgetragen.
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Rudolf Mager aus Weismain von der SFG "Kordigast" Burgkunstadt lässt seinen Segelflieger in die Lüfte steigen. Dabei schauen ihm zu (von links) Manfred Heim aus Marktzeuln, der die Zeit misst, Vorsitzender Werner Hahn aus Altenkunstadt und Matthias Murrmann aus Marktgraitz, der als Protokollant fungiert.  Foto: Stephan Stöckel
Rudolf Mager aus Weismain von der SFG "Kordigast" Burgkunstadt lässt seinen Segelflieger in die Lüfte steigen. Dabei schauen ihm zu (von links) Manfred Heim aus Marktzeuln, der die Zeit misst, Vorsitzender Werner Hahn aus Altenkunstadt und Matthias Murrmann aus Marktgraitz, der als Protokollant fungiert. Foto: Stephan Stöckel
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Fliegerasse aus ganz Bayern maßen sich am Sonntag auf dem Kaltenreuther Flugplatz. Bei strahlendem Sonnenschein, guter Sicht und einem lauen Lüftchen drehten die Modellflieger ihre Runden über der Anhöhe bei Burgkunstadt. Ideale Flugbedingungen möchte man meinen. Mitnichten.
Die Hitze und die wechselnden Windverhältnisse machten den Piloten zu schaffen. "Der Wind war heute unberechenbar", sprach Reinhard Holzenleuchter seinen Fliegerkollegen aus dem Freistaat aus der Seele. "Bei den ersten zwei Durchgängen am Morgen kam er noch aus dem Osten, um dann bei den letzten zwei auf Südwesten, Süden und Südosten umzudrehen", wurde Harald Koch von der Segelfluggruppe (SFG) "Kordigast" Burgkunstadt konkreter.
Bei der "Bavarian Open", den bayerischen Meisterschaften im Modellfliegen, werden insgesamt acht Wettbewerbe geflogen. Das Fliegen in Burgkunstadt zählt aber auch für die oberfränkische Meisterschaft. Um gewertet zu werden, müssen oberfränkische Piloten an mindestens zwei Wettbewerben im Bezirk mitfliegen.
Geflogen wurde in der Klasse F5B-J, in der es nicht auf die Strecke, sondern auf die Zeit ankommt. Zunächst muss nach exakt 180 Sekunden ein Tor durchflogen werden. Nach weiteren 180 Sekunden in der Luft ist eine zielgenaue Landung auf einer abgesteckten Linie zu absolvieren. Punktabzüge gibt es, wenn die Zeit unter- oder überschritten wird oder die Landung nicht zielgenau erfolgt.
Gleichbleibende Windverhältnisse sind hier für die Piloten von Vorteil. Doch in Burgkunstadt war das nicht der Fall. "Der Rückenwind war eine Belastung für die Modellflugzeuge. Er sorgte dafür, dass sie sehr schnell auf den Boden aufsetzten", erklärte Vorsitzender Werner Hahn von der SFG Kordigast Burgkunstadt.
Die Piloten machten das Beste daraus. Um Zeit zu gewinnen, griff so mancher Pilot zu Trick 17. Einer von ihnen war Harald Koch "Ich kam zu früh an der Linie an. Fünf oder sechs Meter davor zog ich meinen Flieger noch einmal nach oben und brachte ihn zum Stillstand. Dadurch hatte ich ein paar Sekunden gewonnen", erzählte er von seinem Manöver, das er als "Kriminalflug" bezeichnet. Zu einem der vorderen Plätze reichte es für den amtierenden oberfränkischen Meister nicht. Mit 2843 Punkten landete er auf dem sechsten Platz. Ganz oben landete hingegen Hans Schelshorn von der Modellflugsportgruppe "Boarische Adler" aus Mittenwald mit der Traumpunktzahl 3000.
Die Platzierungen:
1. Hans Schelshorn (Modellflugsportgruppe "Boarische Adler" Mittenwald/3000 Punkte) 2. Martin Hager (Modellbauclub Traunstein/2931 Punkte) 3. Reinhard Holzenleuchter (Modellfluggruppe Höchstadt an der Aisch/2883 Punkte) 4. Heiko Koch (Segelfluggruppe Kordigast Burgkunstadt/2864 Punkte) 5. Udo Brunner (Modellfluggruppe Höchstadt an der Aisch/2850 Punkte) 6. Harald Koch (Segelfluggruppe Kordigast Burgkunstadt/2843 Punkte) 7. Frank Fahner (Aero-Club Bamberg/2731 Punkte). 8. Rudolf Mager (Segelfluggruppe Kordigast Burgkunstadt/2514 Punkte).
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