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Wiesen
Umgestaltung

Mehr Lebensqualität fürs Dorf

Die Wiesener Bürger sind aufgerufen, sich an der Neuordnung des Dorfangers zu beteiligen. Das Projekt, das auf rund 350 000 Euro veranschlagt wird, sieht die Beteiligung der Ortsbewohner beim Umgestalten des Dorfangers vor.
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Bad Staffelsteins Stadtbaumeister Andreas Ender informierte in Wiesen über eine mögliche  Neugestaltung des alten Dorfangers. Foto:  Gerda Völk
Bad Staffelsteins Stadtbaumeister Andreas Ender informierte in Wiesen über eine mögliche Neugestaltung des alten Dorfangers. Foto: Gerda Völk
In den nächsten Tagen werden die Wiesener Bürger eine schriftliche Anfrage aus dem Staffelsteiner Rathaus erhalten, denn ihre Meinung, Wünsche und Anregungen zur Neugestaltung des alten Dorfangers sind gefragt.
Über die Chancen und Rahmenbedingungen einer "einfachen Dorferneuerung" informierten Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich, Ortssprecher Hans Bramann und Baudirektor Wolfgang Kießling vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung in Wiesen. Rund 30 Bürger waren dazu in die Gastwirtschaft Hellmuth gekommen.

Einen Antrag auf eine einfache Dorferneuerung hatte die Stadt im Oktober 2011 gestellt. Stadtbaumeister Andreas Ender sprach von einem Glücksfall, da der historisch gewachsene Dorfplatz noch seine alte Struktur bewahrt habe. Hier spiele sich das kulturelle Leben des Dorfs ab. Die Stadt habe nicht vor, den gesamten Dorfplatz umzugestalten, sagte Ender.

Dringender Handlungsbedarf bestehe am Jugendheim, am Feuerwehrgebäude und der angrenzenden Scheune. Auch am Spielplatz und am Buswartehäuschen müsste etwas getan werden. Auch die Wege sollten mit einem ordentlichen Belag versehen werden.
Die Kosten der Gesamtmaßnahme bezifferte Ender auf rund 350 000 Euro.

Lebensverhältnisse verbessern


Baudirektor Wolfgang Kießling stellte die generellen Kriterien zur Durchführung einer Dorf erneuerung vor, deren Ziel eine Verbesserung der Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Umweltverhältnisse im ländlichen Raum sei. "Eine Dorferneuerung will auch das Heimat-Bewusstsein und die Identifikation mit dem Dorf stärken."
Für Wiesen komme eher eine einfache Dorferneuerung infrage, sagte Kießling, da es hier nur um die Neugestaltung des Dorfangers und die Sanierung einiger Gebäude geht.

Der Vorteil einer einfachen Dorferneuerung sei, dass dazu nicht die Bildung einer Teilnehmergemeinschaft notwendig sei. Im Fall Wiesen könne das Städtische Bauamt die Planung übernehmen. Dabei seien auch Eigenleistungen der Bürger möglich. "Die Stadt ist bei der aktuellen finanziellen Lage für Eigenleistung dankbar", betonte Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich.
In der Diskussion wurde deutlich, dass die Bürger in die Gestaltung des rund 1200 Quadratmeter großen Platzes mit einbezogen werden sollen. Erste Vorschläge könnten von den Vertretern der Vereine ausgearbeitet werden, deren Ergebnisse im Rahmen einer Bürgerversammlung vorgestellt werden sollen. Ein Gremium könnte die Vorschläge sammeln.

Laut Baudirektor Wolfgang Kießling sollte sich jeder Bürger Gedanken darüber machen, was ihm an dem Platz gefällt und was noch verbessert werden könnte. "Was zeige ich gerne meinem Besuch aus Hamburg und was besser nicht", formulierte es Kießling. Eine Hausaufgabe für die Bürger also.
Zweiter Bürgermeister Stich kündigte an, dass alle Wiesener Haushalte in den nächsten Tagen einen Fragebogen von der Stadtverwaltung bekämen; darauf könne jeder Wiesener seine Vorschläge zu Papier bringen.

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