Bad Staffelstein
Schule

Mediennutzung ja, aber sicher!

Datenschutz ist in der heutigen Zeit wichtig - daran erinnert der internationale Datenschutztag. An der Viktor-von-Scheffel-Schule ist es ein großes Thema.
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Die Schüler der Viktor-von-Scheffel-Realschule haben an den Computern nur auf sichere Internetseiten Zugriff. Fotos: Sarah Stieranka
Die Schüler der Viktor-von-Scheffel-Realschule haben an den Computern nur auf sichere Internetseiten Zugriff. Fotos: Sarah Stieranka
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Cybermobbing, Datenklau, Nutzungsdauer: An der Viktor-von-Scheffel-Realschule in Bad Staffelstein sind sich die Lehrer über die Gefahren des Internets und der Medien im Klaren. Doch darin steckt auch viel Potenzial für die Schule. Deshalb lernen die Kinder mit dem Eintritt in die fünfte Klasse bereits, wie sie das Angebot sinnvoll nutzen können.

Neben ihrer täglichen Arbeit sind Mario Fehn und Wolfgang Gmelch für die medieninformationstechnische Beratung (MIB) in der Schule zuständig. Wolfgang Gmelch ist zusätzlich Datenschutzbeauftragter und sorgt dafür, dass persönliche Informationen über Schüler wie Noten nicht in falsche Hände geraten. "Wir betreiben einen riesigen Aufwand, haben verschlüsselte Datenbanken und abgesperrte Serverräume."


Eltern besitzen ein Veto-Recht

Mit den Informationen ihrer Schüler gehen die Lehrenden sehr vorsichtig um. So können Eltern bei der Einschulung der Kinder die Veröffentlichung von Bildern auf Schulfotos, in der Zeitung und dem internen schwarzen Brett untersagen.

Mittels Fortbildungen halten sich Gmelch und Fehn auf dem neuesten Stand der Dinge. Ihr Wissen geben sie an die Schüler weiter. "Wir unterstützen sie im Hinblick auf soziale Netzwerke, Fehleinstellungen und sensibilisieren sie für das Thema", erklärt Fehn.

Wie sie das machen? Mit einem sogenannten Methodentraining in Vertretungs- oder Klassenleiterstunden. Dabei werden in jeder Jahrgangsstufe unterschiedliche Themen besprochen - in der achten Klasse derzeit: Digitale Spiele diskutieren und reflektieren. Vor allem die Spieldauer bietet viel Gesprächsstoff, weiß Gmelch. "Wir wollen die Nutzungsdauer in zeitlich vernünftige Reihen bringen."


Prävention beginnt in 5. Klasse

Zusätzlich sensibilisieren sogenannte MIB-Tage, die einmal im Schuljahr veranstaltet werden, die Schüler für spezielle Themen wie Cybermobbing. Dadurch, dass mit der Prävention bereits in der fünften Klasse begonnen wird, gehen die Jugendlichen gewissenhafter mit Medien um, erklärt Gmelch. Trotzdem ist das Thema Medienkompetenz ein wichtiges Schlagwort im Lehrplan. Der Grund: "Die Möglichkeiten der Technik schreiten voran, warum sollte man sie nicht nutzen?", fragt sich Gmelch. " Jeder hat ein Handy in der Tasche."

Außerdem habe sich das Bewusstsein der Jugendlichen bereits gewandelt. "Vor einigen Jahren hatten noch alle öffentliche Facebook-Profile." Eine Methode, die Kinder wachzurütteln: die Konfrontation. "Ich habe Schülern erzählt, was ihr Lieblingsessen ist und wo sie waren. Sie haben sich gewundert, woher ich das weiß", erzählt Fehn.

Etwas, was Linda, Lea und Julian aus der 9b nicht passieren kann. Obwohl die Schüler auf Instagram, Snapchat und Whatsapp vertreten sind, hüten sie ihre persönlichen Daten. "Ich gebe nur das Alter und den Namen an. Nach der Adresse fragen geht gar nicht", findet Lea.


Was passiert mit den Daten?

Auch wenn alle drei gelegentlich Bilder posten, achten sie darauf, dass sie nicht zu viel von sich preisgeben. Sogar die Einstellungen haben die Schüler verändert, damit nur Freunde auf das Profil zugreifen können.
Aber: Was mit den Bildern und Daten wie der Mailadresse geschieht, darüber sind sich die Jugendlichen nicht im Klaren. Denn: Keiner hat sich die allgemeinen Geschäftsbedingungen durchgelesen.

Datum Der internationale Datenschutztag wurde auf Initiative des Europarats im Jahr 2006 ins Leben gerufen. Seitdem wird er jährlich begangen.

Hintergrund Die Wahl des Datums fiel auf den 28. Januar, da an diesem Tag im Jahr 1981 mit der Unterzeichnung der Europaratskonvention 108 zum Datenschutz begonnen wurde.
Mit der Unterschrift verpflichten sich alle teilnehmenden Staaten, die Achtung der Rechte und der Grundfreiheiten bei der automatisierten Datenverarbeitung zu gewährleisten.
Quelle: www.kleiner-kalender.de
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