Lichtenfels
Jubiläumsjahr

Lichtenfelser Schützen feiern 600-jähriges

600 Jahre Schützen in Lichtenfels - darauf stimmt jetzt eine Präsentation im Rathaus ein. Die Scharfschützengesellschaft hat heuer viel vor.
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Das Jubiläum der Königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels wurde im Rathaus offiziell von einer Abordnung der Schützen und der Bürgermeisterin eröffnet. Foto: Andreas Welz
Das Jubiläum der Königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels wurde im Rathaus offiziell von einer Abordnung der Schützen und der Bürgermeisterin eröffnet. Foto: Andreas Welz
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Die Königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft feiert in diesem Jahr ihr 600-jähriges Bestehen. Zum offiziellen Beginn des Jubiläums empfing Bürgermeisterin Bianca Fischer eine Abordnung der Schützen mit Schützenmeister Siegfried Jäkel und Damenleiterin Elke Jäkel im Foyer des historischen Rathauses. Dort gab das Stadtoberhaupt den Startschuss für einen achtminütigen Endlosfilm, der im Jubiläumsjahr in zahlreichen Bildern herausragende Ereignisse der Gesellschaft darstellt.

Die Dokumentation wurde von Silke Ziegler, stellvertretende EDV-Leiterin der Stadtverwaltung, zusammengestellt. Darüber hinaus zeigen Fotos auf zwei Stellwänden, links und rechts der Projektionsfläche des Films, die Geschichte der Lichtenfelser Scharfschützen.

Veranstaltungen für Jung und Alt

Schützenmeister Siegfried Jäkel bedankte sich bei Bürgermeisterin Fischer, die seiner Schützengesellschaft die Möglichkeit gebe, sich im Rathaus zu präsentieren. Es folgten weitere Präsentationen in den Schaufenstern der Innenstadt, die das Schießsportliche betonen sollen. "Wir sind aber nicht nur Schützenstadt sondern auch Korbstadt", betonte Jäkel, daher werde mit der Fachschule für Flechtwerkgestaltung und dem Innovationszentrum Kontakt aufgenommen. Die Dokumentation im Rathausfoyer zeige Höhen und Tiefen der Schützengesellschaft in den letzten Jahren.

Die Bürgermeisterin bezeichnete die Präsentation als gut gelungen. Sie unterstrich die enge Verbundenheit mit einer Gesellschaft, die das Leben der Deutschen Korbstadt in den vergangenen sechs Jahrhunderten maßgeblich geprägt habe. Sportliche Höchstleitungen trügen den Namen Lichtenfels rund um den Globus, deutsche und europäische Meisterschaften hätten Geschichte geschrieben, so die Bürgermeisterin. Das gesellige Leben, insbesondere das traditionelle Schützenfest, unterstreiche die Heimatverbundenheit der Königlich-Privilegierten und zeuge von einem hohen Maß an Integration in der heimischen Bevölkerung.

Im Jubiläumsjahr bietet die Königlich-privilegierte Scharfschützengesellschaft Lichtenfels attraktive Hauptveranstaltungen für Jung und Alt an. Am 20. und 21. April heißt es "Die Mainwiesen leben" - die Bogenabteilung stellt sich vor. Jeder kann es einmal mit Pfeil und Bogen versuchen.

"Zuschauen lohnt sich" beim 2. Oberfränkischen Böllertreffen am 4. Mai. Anschließend findet die Biergarteneröffnung am Schützenhaus statt. Das traditionelle Schützen- und Volksfest wird wieder mit zwei großen Brillant-Feuerwerken vom 11. bis 21. Juli gefeiert. Am 12. Oktober wird zum Jubiläumsfestball mit der "Viktoria Combo" geladen. Nicht nur Schützen, sondern alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen.

Für das Jubiläum wurden besondere Abzeichen geschaffen. Das Jubiläums-Festabzeichen mit Nadelsicherung in der Größe 3 x 2,2 Zentimeter kann von jedermann käuflich erworben werden, solange der Vorrat reicht. Die Auflage ist streng limitiert. Das Abzeichen für das 2. Oberfränkische Böllertreffen erhalten alle gemeldeten Böllerschützen. Das Leistungsabzeichen Pistole und Gewehr kann ab dem 1. März von allen Sportschützen geschossen werden. Auch hier gilt "Verkauf nur solange der Vorrat reicht", da die Auflage streng limitiert ist.

Jugendarbeit zahlt sich aus

Dass eine gute und stetige Jugendarbeit Früchte trägt, das zeigte sich beim Faschingsschießen der Jugend. Alle Teilnehmer ab 12 Jahren schießen zunächst mit dem Luftgewehr. Dabei kommt bei jüngeren Teilnehmern auf Grund der gesetzlichen Vorgaben das Lichtpunktgewehr zum Einsatz. Danach werden verschiedene Spiele wie Hufeisenwerfen sowie ein Bogenschießen durchgeführt und die Ergebnisse auf eine entsprechende Ringzahl umgelegt. Der Teilnehmer mit der höchsten Ringzahl ist der Sieger.

Insgesamt 24 Jungschützen aus der Luftgewehr- und der Bogenabteilung hatten sich beteiligt. Elke Jäkel, Jugendbetreuerin der Bogenabteilung, zeichnete die Gewinner aus. Die höchste Ringzahl erreichte Pascal Heimann, vor Jaqueline Krappmann und Johannes Böhmer. Diese drei Erstplatzierten erhielten einen kleinen Pokal und hatten die freie Auswahl am Tisch mit den Geschenken. Niemand ging leer aus.
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