Lichtenfels
Stadtrat

Lichtenfelser Korbmarkt lässt Kassen klingeln

80 000 Besucher sorgten beim Lichtenfelser Fest der Feste für einen Bruttoumsatz von gut zwei Millionen Euro.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Lichtenfelser Korbmarkt hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Besucher schätzen vor allen die vielen Mitmachaktionen und das bunte Rahmenprogramm.  Foto: Gerda Völk
Der Lichtenfelser Korbmarkt hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Die Besucher schätzen vor allen die vielen Mitmachaktionen und das bunte Rahmenprogramm. Foto: Gerda Völk
"Der Korbmarkt ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor", erläuterte Citymanager Steffen Hofmann am Montag im Stadtrat. Ein Korbmarktbesucher gibt im Durchschnitt 25,30 Euro aus. Dies macht bei rund 80 000 Besuchern einen Bruttoumsatz von gut zwei Millionen Euro. Auf der anderen Seite entstehen den Veranstaltern, der Stadt, dem Stadtmarketing und dem Zentrum für Europäische Flechtkultur (ZEF) Ausgaben in Höhe von 215 000 Euro für das Rahmenprogramm sowie für Sach- und Personalkosten, den Einnahmen von 85 000 Euro gegenüber stehen. Der Eigenanteil der Stadt an den Kosten beläuft sich auf 130 000 Euro. Als unkalkulierbar scheinen sich die Gema-Gebühren zu erweisen. Lagen sie beim Korbmarkt 2013 noch bei 515 Euro, sind für den Korbmarkt 2015 stolze 5955 Euro in Rechnung gestellt worden. Mit steigenden Gema-Gebühren werde gerade kleineren Kommunen ein "riesiges Bein" gestellt, stellte Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) fest. Nun möchte die Stadt rechtlich abklären lassen, ob sich an dieser Summe noch etwas machen lässt. Citymanager Steffen Hofmann sprach von einem sehr gelungenen Korbmarkt, auch aus Sicht der Flechter. Das Orga-Team habe maßgeblich zum reibungslosen Ablauf beigetragen.


Geld für "Mobile Flechtwerkstatt"

Mit einem Zuschuss von 20 000 Euro beteiligt sich die Stadt am Leader-Startprojekt "mobile Flechtwerkstatt" des ZEF (veranschlagte Kosten rund 243 000 Euro). Darüber hinaus könnte sich noch eine Beteiligung am Eigenanteil des ZEF ergeben, wenn dieser die Eigenmittel selbst nicht aufbringen kann. Ein Beschluss, den der Stadtrat mit 24:5 fällte. Weiter beschloss das Gremium, dass an der Planung und Entwicklung (Workshops) der mobilen Flechtwerkstatt der Stadtentwicklungsausschuss mit einzubinden ist. Darüber hinaus soll dem Hauptausschuss vierteljährlich über dem Fortgang des Projektes berichtet werden. Im nächsten Jahr finden die verkaufsoffenen Sonntage am 10. April und am 6. November statt.
Es war die letzte Sitzung des Stadtrates in diesem Jahr. Bürgermeister Andreas Hügerich nutzte die Gelegenheit zu einem Rückblick. "Ja, wir alle haben 2015 viel geschafft zum Wohle der Stadt Lichtenfels", sagte der Rathauschef. Der Haushalt sei durch ein außergewöhnlich hohes Volumen des Vermögenshaushaltes von rund 17 Millionen Euro geprägt gewesen. An Maßnahmen, die in diesem Jahr realisiert wurden, nannte Hügerich unter anderen die Erschließung von drei Wohngebieten, den Neubau eines Regenüberlaufbeckens (RÜB 7) an der Köstener Straße, den Ausbau und die Verbesserung der DSL-Versorgung, die Erweiterung des Pendlerparkplatzes an der A 73 bei Kösten, die Hochwasserfreilegung in Klosterlangheim, die Dachsanierungen an den beiden Rathäusern und den Brandschutz an der Dreifachturnhalle.
Allerdings werde ein Haushalt mit einer Kreditaufnahme wie 2015 nicht alle Jahre möglich sein. Nicht alles, was wünschenswert ist, werde auch umsetzbar sein. "Wir werden auch Prioritäten setzen müssen", sagte der Bürgermeister. Als Ziele für das nächste Jahr nannte er den Neubau der Stadtwerke, die Schaffung von Gewerbeflächen und Bauplätzen für junge Familien, die Sanierung des Kindergartens am Klinikum und die Stadtgestaltung. Viel Arbeit stecke auch in der Sanierung der Straßen.
Auch die Fraktionsvorsitzenden unterstrichen das stets angenehme Miteinander. "Die Gemeinsamkeit ist das, was dem Wohle der Stadt dient. Das wir Probleme erkennen, sie aufgreifen und etwas tun", machte Winfred Bogdahn (SPD) deutlich. "Das viel geschafft wurde, ist der Verdienst eines noch jungen Bürgermeisters", sagte Bernhard Christoph (Bündnis 90/Die Grünen). Dank für ein gutes 2015 sagten auch Philipp Molendo (Junge Bürger), Stefan Hofmann (Freie Wähler/Freie Bürger) und Roland Lowig (Wählervereinigung Leuchsental-Jura). Der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Frank Rubner, überreiche im Namen der Fraktionen ein Weihnachtsgeschenk an Bürgermeister Hügerich.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren