Altenkunstadt
Einsatz

Lagerhalle in Altenkunstadt brannte komplett nieder

Bei einem Feuer in einem Gartenbaubetrieb in Altenkunstadt konnten die Feuerwehren nichts mehr retten. Der Sachschaden liegt im Millionenbereich.
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Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten. Aus Sicherheitsgründen durfte sie auch schon während des Löschens nicht mehr betreten werden.
Die Lagerhalle war nicht mehr zu retten. Aus Sicherheitsgründen durfte sie auch schon während des Löschens nicht mehr betreten werden.
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"Ich war mit den ersten Einsatzkräften vor Ort, da war nichts mehr zu retten", sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. Als die Feuerwehr am Mittwoch kurz nach 4 Uhr in Altenkunstadt in der Langheimer Straße beim Gartenbaubetrieb Christa anrückte, hatte sich das Feuer in der Lagerhalle bereits weit ausgebreitet. Anwohner hatten kurz zuvor eine starke Rauchentwicklung bemerkt und sofort Alarm gegeben.
Die Feuerwehr musste aber zunächst an anderer Stelle eingreifen. Da sich starker Funkenflug gebildet hatte, bestand die Gefahr, dass zwei benachbarte Einfamilienhäuser ebenfalls hätten Feuer fangen können. Sie stehen nur rund 20 Meter entfernt. In einem davon wohnen die Besitzer des Betriebes. "Wir haben alle Personen sicherheitshalber erstmal evakuiert. Das war eine schwierige Situation", sagt Timm Vogler.

Die Halle war noch relativ neu, gestern sollte eine Heizung eingebaut werden. Sie bestand aus einer Holzkonstruktion, teilweise mit Mauerwerk. Verkleidet war sie mit Wellblech. Weil Einsturzgefahr bestand, konnten die Feuerwehrleute nicht ins Innere gehen. Aber dafür gab noch einen weiteren Grund: In der Halle waren Gasflaschen untergebracht. "Die sind dann auch mit einem lauten Knall explodiert."

40 Meter lang, 14 Meter breit - rund 500 Quadratmeter ist die Halle groß gewesen. In einem Teil waren drei Transporter der Firma untergebracht gewesen, dazu noch Bagger und kleinere Maschinen. "Da ist eine ganze Existenz abgebrannt."

Den Sachschaden an Geräten und Gebäuden schätzt die Polizei auf rund eine Millionen Euro - auf dem Dach war noch eine große Solaranlage verbaut.

Die Feuerwehren aus Weismain, Küps, Burgkunstadt, Redwitz und natürlich Altenkunstadt waren im Einsatz, dazu THW, BRK und Polizei, 215 Personen insgesamt. Die Brandursache ist unklar. Personen wurden nicht verletzt.

Gegen 6 Uhr hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, gegen 7.30 Uhr war das Feuer gelöscht. Da hatten schon die Abrissarbeiten begonnen, die notwendig waren, um Glutnester in der Halle unter Kontrolle zu bekommen.

Dazu hatte die Firma Dechant einen Radlader und einen Kettenbagger geschickt, das Entsorgungsunternehmen Panzer stand mit Mulden und Kippern bereit. Der Burgkunstadter Pfarrer Heinz Geyer kümmerte sich als Notfallseelsorger um die Anwohner. Auch Landrat Christian Meißner (CSU) war vor Ort, ebenso der neue Lichtenfelser Polizeichef Alexander Rothenbücher. Meißner bot der Firma Hilfe an, sie könne bei Bedarf auf Geräte des Landkreises zurückgreifen. Die Langheimer Straße war wegen der Abrissarbeiten noch bis in die Mittagsstunden gesperrt.


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