LKR Lichtenfels
Kunstprojekt

Kunstprojekt für einen guten Zweck

Auf Initiative des Rotary-Clubs wurde mit dem Heilpädagogischen Zentrum ein sechsteiliges Angebot gestartet. Das Malen soll für einen guten Zweck sein.
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Bei diesem Werk, das in Schiefertechnik entsteht, hilft Malermeister Martin Vogt dabei, die Oberfläche zu glätten. Rechts Sebastian Säum, hinten links Irene Dürr an ihrem Bild. Im Hintergrund bereits fertige Werke Foto: Popp
Bei diesem Werk, das in Schiefertechnik entsteht, hilft Malermeister Martin Vogt dabei, die Oberfläche zu glätten. Rechts Sebastian Säum, hinten links Irene Dürr an ihrem Bild. Im Hintergrund bereits fertige Werke Foto: Popp
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Kunst verbindet Menschen auf verschiedene Weise: beim Herstellen und Ermöglichen, aber auch beim Betrachten oder Erwerben. Ein gutes Beispiel dafür, wie Kunst verbindet und Freude macht, ist das Malprojekt des Rotary-Club Obermain. Club-Präsident Martin Vogt, von Beruf Malermeister, ist mit seiner Idee beim Heilpädagogischen Zentrum der Caritas (HPZ) in Lichtenfels gleich auf Zuspruch gestoßen. Das Angebot, in seinen Arbeitsräumen künstlerisch tätig zu sein, wurde ins Programmheft der Offenen Behindertenarbeit (OBA) aufgenommen. Die meisten derer, die sich meldeten, arbeiten in den Werkstätten St. Joseph, aber nicht jeder kennt den anderen. Nur etwa die Hälfte lebt in einem Wohnheim.


"Alle können Kunst"

Das Projekt, das 14-tägig nach Feierabend angeboten wird, lässt also neue Kontakte entstehen. Es wird begleitet von Martin Vogt selbst sowie dem Steinbildhauer Joachim Mende aus Kleinziegenfeld und der freischaffenden Künstlerin Liane Thalmeyer aus Weidach, außerdem sind seitens des HPZ Ivonne Hagenbucher und Praktikantin Katja Grasser dabei.

"Kunst kann alles - alle können Kunst" lautet das Motto, wenn über die Offene Behindertenarbeit so eine kreative Freizeitbeschäftigung angeboten wird. "Wir haben schon manches Kunstprojekt gemacht, aber nicht mit der Vielzahl von Materialien, wie es hier möglich ist", hebt Ivonne Hagenbucher die Besonderheit des Schaffens in einer Profi-Werkstatt hervor. Da gibt es nicht bloß großformatige Leinwände und Acrylfarben. Da können auch Holzplatten in Schiefertechnik und mit Blattgold oder -silber gestaltet werden. Neue Materialien, neue Techniken, neue Herausforderungen. Von den sechs festgelegten Terminen ist die Halbzeit gerade überschritten und jedes Mal wird die Reihe der fertigen Werke um weitere Exemplare ergänzt. "Dieses Bild hier", sagt der Malermeister auf eines davon verweisend, "zeigt eine ganz hohe künstlerische Begabung." Schon jetzt steht fest, dass alle Werke in einer Versteigerung neue Eigentümer finden und damit einem sozialen Zweck dienen sollen. Ganz im Sinne des rotarischen Gedankens also. Das war auch bei früheren Kunstprojekten des Clubs so, etwa mit Schülern der Gymnasien Burgkunstadt und Lichtenfels. Für die Teilnehmer - zwischen Mitte 20 und Ende 40 übrigens - steht ganz offensichtlich nicht der Erlös, sondern die Freude am Tun im Vordergrund. "Es macht Spaß, Malen ist mein Hobby", sagt Elfriede Hauptmann. Ob Schildkröte, Blumenwiese oder Sonne: Ihre Motive zeigen, dass sie leuchtende Farben mag.

Fazit: "Kunst für alle" ist ein lohnenswerter Ansatz. Noch mehr im Sinne der Inklusion ausgerichtete Projekte, offen für jedermann, verdienen Unterstützung.
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