Schwabthal
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Kreistagssitz als Ziel

Die Jungen Bürger nominierten 50 Kandidaten, die in den Kreistag einziehen wollen. Um die Liste wurde im Vorfeld hart gerungen.
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Griffig, kurz und prägnant muss ein Name sein, wenn er im Gedächtnis haften bleiben soll. Diese Erkenntnis nahm man sich bei der Kreistagsfraktion "Junge Bürger/Junge Wähler Union" zu Herzen. Aus dem sperrigen Konstrukt machte man bei der Nominierungsversammlung zur Kreistagswahl 2014 am Montagabend im Gasthof "Zur Scheune" in Schwabthal einstimmig ein schlichtes, leicht zu merkendes "Junge Bürger".

So harmonisch wie es im Gasthaus abgelaufen war, schien es im Vorfeld nicht zugegangen zu sein. Hinter den Kulissen muss hart um die Namensänderung auf Kreisebene gerungen worden sein. Das legen die Äußerungen von Fraktionsvorsitzendem Christian Barth nahe, der selbstkritisch feststellte: "Zwei Züge rasten auf einem Gleis aufeinander zu. Wir standen kurz davor, dass es gekracht hätte."

Barth machte Ungereimtheiten in Altenkunstadt dafür verantwortlich, wo es seit kurzem neben der Jungen Wähler-Union (JWU) auch eine Wählergruppierung namens Junge Bürger (JB) gibt. Mit einem Kompromiss habe man Dampf aus dem Kessel genommen: "Wir haben die Zahl der Altenkunstadter Kandidaten auf der Liste von sechs auf sieben erhöht", sagte Barth.
Mit Thorsten Schmidtke (JB) und Michael Limmer (JWU) befinden sich zwei Altenkunstadter unter den ersten Zehn der 50 Kandidaten umfassenden Liste der Jungen Bürger für die Kreistagswahl am 16. März nächsten Jahres. Ein Umstand, der dem Lichtenfelser Philipp Molendo nicht so ganz schmeckte: "Das ist eine Ungleichgewichtung gegenüber der großen Kreisstadt, die über das meiste Wählerpotential verfügt."

Es war "ein Geben und Nehmen"

"Zwei Altenkunstadter unter den Top Ten. Das ist schon auffällig", pflichtete ihm Holger Then, Kreisvorsitzender der Jungen Union (JU), bei. Barth rechtfertigte den Kompromiss als "ein Geben und Nehmen."

Landrat Chistian Meißner (CSU) appellierte an die JB, sich auf die Sachthemen zu konzentrieren. Sofern gewünscht, stehe er den jungen Kandidaten im Wahlkampf beratend zur Seite. Im Verlauf der Wahlversammlung, die trotz der atmosphärischen Störungen rund um die Umbenennung im Großen und Ganzen harmonisch verlaufen war, wurde deutlich, mit welchen Themen die jungen Kandidaten beim Wähler punkten wollen: Klinikumneubau, Hochwasserschutz, Bildung und demographische Entwicklung sind Themen, die der Wählergruppierung, die eine Listenverbindung mit der CSU eingehen wird, am Herzen liegen.

JU-Kreisvorsitzender Holger Then, der hinter Barth auf Platz zwei rangiert, gab das Wahlkampfziel aus: "Mit 50 starken Kandidaten wollen wir unsere vier Plätze im Kreistag verteidigen."

Emmi Zeulner, die als frischgebackene CSU-Bundestagsabgeordnete auf eine Kandidatur verzichtet hatte, ermunterte die jungen Leute, sich anhand ihrer eigenen Persönlichkeit im Wahlkampf mit voller Kraft zu engagieren: "So habe ich mich vor sechs Jahren von Platz 19 auf Platz 4 emporgearbeitet, was mir einen Platz im Kreistag bescherte."

Die Kandidaten für die Kreistagswahl

1. Christian Barth (Lichtenfels) 2. Holger Then (Bad Staffelstein) 3. Claudia Jung (Ebensfeld) 4. Thorsten Schmidtke (Altenkunstadt) 5. Katrin Weißmann (Burgkunstadt), 6. Thomas Schilling (Redwitz) 7. Julia Spörlein (Weismain-Weiden) 8. Michael Limmer (Altenkunstadt) 9. Stefanie Kneipp (Hochstadt) 10. Frank Rubner (Lichtenfels) 11. Anton Schatz (Ebensfeld) 12. Sabine Scheer (Bad Staffelstein) 13. Michael Orlishausen (Michelau) 14. Kathrin Mrosek (Redwitz) 15. Marco Weidner (Altenkunstadt) 16. Diane Flanagan (Martkzeuln) 17. Richard Geß lein (Marktgraitz) 18. Michael Müller (Weismain) 19. Christian Ziegler (Bad Staffelstein) 20. Christian Bauer (Lichtenfels) 21. Dirk Fischer (Michelau) 22. Philipp Molendo (Lichtenfels) 23. Alexander Jung (Altenkunstadt) 24. Niklas Stadelmann (Burgkunstadt) 25. Johannes Angermüller (Altenkunstadt) 26. Johannes Dinkel (Ebensfeld) 27. Carolin Kerkhof (Bad Staffelstein) 28. Eva Jäger (Weismain) 29. Anne Kraus (Bad Staffelstein) 30. Corinna Warmuth (Lichtenfels) 31. Michael Auer (Altenkunstadt-Maineck) 32. Bernd Kraus (Hochstadt) 33. Christian Werner (Weismain) 34. Sandra Mahler (Redwitz) 35. Stefan Braun (Ebensfeld) 36. Sebastian Hofmann (Burgkunstadt) 37. Uwe Gäbel (Marktzeuln) 38. Viktor Balzer (Altenkunstadt) 39. Dirk Rosenbauer (Michelau) 40. Ramona Holznmann (Lichtenfels) 41. Florian Büttner (Bad Staffelstein) 42 Mirjam Vollert (Döringstadt) 43. Oliver Fischer (Redwitz) 44. Thorsten Schweigert (Ebensfeld) 45. Max Böhling (Altenkunstadt) 46. Jochen Weber (Michelau) 47. Johannes Ostler (Bad Staffelstein) 48. Jutta Fleischmann (Hochstadt) 49. Christian Böge (Bad Staffelstein) und 50. Ronald Kaiser (Lichtenfels). Ersatzkandidaten sind: 1. Sebastian Fischer (Altenkunstadt) 2. Manuela Pfaffenberger (Lichtenfels) 3. Sonja Kerkhoff (Reundorf).
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