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Lichtenfels
Klinikum

Klinikum Lichtenfels: Halbe Baugrube ist schon fertig

Das Klinikum macht weiter Fortschritte. 30 000 Kubikmeter Erde wurden schon bewegt, noch einmal so viel kommen noch hinzu. Im Oktober gibt es einen "Tag der offenen Baustelle" für die Bevölkerung.
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3. Juli: Der Tag, an dem die Bohrer kamen - und die fünf Bagger deshalb Pause machen mussten. Foto: Tim Birkner
3. Juli: Der Tag, an dem die Bohrer kamen - und die fünf Bagger deshalb Pause machen mussten. Foto: Tim Birkner
Der Neubau des Klinikums ist die Investition des Jahrzehnts für den Landkreis Lichtenfels. Über 100 Millionen Euro wird der Bau verschlingen. Auch prozentual kleine Verteuerungen, haben große Auswirkungen. Landrat Christian Meißner (CSU) hat daher für einen Kreistag einen "Dauertages ordnungspunkt" eingerichtet. Tristan Rinker berichtet über die Fortschritte.
In der Kreistagssitzung am Montag konnten nach Monaten des Planens nun Taten vorgeführt werden. Damit alle sich ein Bild von der Baustelle machen können, plant der Landkreis einen "Tag der offenen Baustelle" am 4. Oktober ab 11.30 Uhr für die Bevölkerung.

30 000 Kubikmeter Erde

Seit Ostern rollen die Bagger und Laster. Die Baugrube ist inzwischen zur Hälfte fertig.
30 000 Kubikmeter Erde wurden bereits abgefahren, die gleiche Menge wird noch zu bewegen sein, bis die 150 mal 80 Meter große Baugrube fertig ist. Für die Energiezentrale kommen weitere 60 auf 40 Meter hinzu.
"An der tiefsten Stelle wird sie 16 Meter tief", berichtet Rinker von der Stabsstelle Klinikum. "Die Baugrube selbst ist ein eigenes Ingenieur-Bauwerk, das ständig geprüft wird, schließlich sollen die Arbeiten sicher sein." Der Druck des Geländes muss abgefangen werden, damit die Grube hält, "und nicht einstürzt wie ein Loch am Sandstrand."
Damit der Dreck aus der Baugrube auch auf dem Gelände bleibt, gibt es für alle Lastwagen eine Reifenwaschanlage. Durch Lichtschranken wird Spülung mit Hochdruck ausgelöst. "Wir arbeiten noch an der Feinjustierung, weil auch schon Vögel die Waschanlage ausgelöst haben", sagt Rinker.
Anfang Juli kamen zu den Baggern zwei große Bohrmaschinen. Sie bohren bis zu zehn Meter tief in die Erde, um entweder Stützen für den sogenannten "Berliner Verbau" zu verankern oder Bohrpfahlwände zu bauen.
Verschränkt wird für diese Wand 190 Mal nebeneinander gebohrt. "Wir haben extra ausgeschrieben, dass wir wegen des Lärms keine Rammen haben wollen. Die Bohrmaschinen selbst sind schon laut genug", sagt Rinker.
Auf die Ausschreibungen hat Landrat Meißner mit Spannung gewartet. "Die ersten großen Vergaben haben gezeigt, dass wir halbwegs innerhalb der Kostenschätzung liegen. Manche Gewerke sind teurer, andere aber auch günstiger als geschätzt", so der Landrat. Ende August soll nun mit dem eigentlichen Rohbau begonnen werden. "Wir bemühen uns jeden Tag, dass wir weiterhin im Kosten- und Zeitplan bleiben", sagt Meißner. Bislang ist das gelungen.

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